Lenovo präsentiert sich diversifizierter und besser aufgestellt

PC, Smartphones und Tablets

Mittwoch, 4. Februar 2015 12:45
Lenovo Unternehmenslogo

(IT-Times) - Lenovo hat überraschend starke Quartalszahlen vorgelegt. Chinas führender PC-Hersteller konnte sich gegenüber aufstrebende Konkurrenten wie Xiaomi im Smartphone-Markt gut behaupten. Auch mit den jüngsten Zukäufen hat Lenovo ein glückliches Händchen bewiesen.

Vor allem die übernommene Motorola Mobility entwickelte sich unter dem Dach von Lenovo besser als erwartet. Die amerikanische Tochter konnte im jüngsten Quartal mehr als zehn Millionen Smartphones verkaufen und damit seinen Absatz gegenüber dem Vorjahr verdoppeln. Der Umsatz von Motorola Mobility kletterte um 118 Prozent auf 1,9 Mrd. Dollar.

Motorola soll nach China zurückkehren und profitabel werden
Motorola soll nach Angaben von Lenovo CEO Yuanqing Yang binnen vier bis sechs Quartalen profitabel sein. Hierzu soll Motorola mit seinen Telefonen in den chinesischen Markt zurückkehren und zwar früher als erwartet. Der Motorola-Zukauf hat den Smartphone-Absatz von Lenovo um 78 Prozent auf 24,7 Millionen Einheiten klettern lassen, wodurch Lenovo seinen Marktanteil im weltweiten Smartphone-Markt auf 6,6 Prozent im vierten Quartal 2014 ausbauen konnte.

Um sich gegen die aufstrebende Xiaomi zu positionieren, die jüngst die Krone im chinesischen Smartphone-Markt eroberte, hatte Lenovo (WKN: 894983) bereits im Vorjahr verschiedene Maßnahmen ergriffen.

Unter anderem wurde eine Kooperation mit Chinas zweitgrößten E-Commerce-Konzern JD.com geschlossen. Eine neu gegründete Einheit soll Smartphones und Wearables exklusiv über den Online-Weg verkaufen. Damit kopiert Lenovo ein Vertriebsmodell, dass Xiaomi zuvor zum Erfolg verholfen hat. Xiaomi setzt ausschließlich auf den Direktvertrieb über das Internet.

Lenovo behauptet sich im Tablet- und PC-Markt
Auch im Tablet-Markt konnte sich Lenovo überraschend gut gegen die Konkurrenz von iPad & Co behaupten. Während sämtliche große Wettbewerber schrumpfende Marktanteile verzeichneten, konnte Lenovo seinen Marktanteil im Tablet-Markt auf 4,8 Prozent steigern. Der Tablet-Absatz kletterte von 300.000 Einheiten auf 3,7 Millionen Geräte.

Auch im PC-Markt konnte sich Lenovo gegen den allgemeinen Trend behaupten und seine Absatzzahlen um fünf Prozent auf 16 Millionen Einheiten steigern, was weltweit einen Marktanteil von 20 Prozent im PC-Markt bedeutete.

Lenovo steigt im Server-Geschäft zur Nummer 3 auf
Durch die Übernahme des x86-Server-Geschäfts von IBM stieg Lenovo zur weltweiten Nummer 3 hinter Hewlett-Packard (HP) und Dell auf. Laut Lenovo-Chef Yang soll die Server-Sparte binnen eines Jahres die Umsatzmarke von 5,0 Mrd. US-Dollar erreichen, wobei die Gewinnmargen über denen der PC-Einheit liegen sollen.

Fazit: Lenovo steht durch die jüngsten Zukäufe nicht nur geografisch, sondern auch in Sachen Umsatzbasis besser da, als noch vor wenigen Jahren. Der Grund: Lenovo ist heute diversifizierter und weniger stark vom schrumpfenden PC-Geschäft abhängig und präsentiert sich als globale Marke - dieser Weg soll auch in den kommenden Quartalen fortgesetzt werden.

Kurzportrait

Die in Beijing ansässige Lenovo Group wurde ursprünglich von elf Ingenieuren im Jahre 1984 gegründet. Zuvor firmierte das Unternehmen unter dem Namen Legend Group bzw. New Technology Developer Incorporated.

Heute ist Lenovo der größte PC-Hersteller Chinas und ein führender Smartphone-Hersteller im Reich der Mitte. Zum Produktangebot zählen Lenovo ThinCentre Desktop-Rechner, als auch die ThinkPad Laptop-Reihe und Tablet-PCs und Smartphones. Ergänzt werden diese durch die Laptop- bzw. Netbook-Marke IdeaPad.

Bereits im Jahr 2005 verstärkte sich das Unternehmen durch die Übernahme der PC-Sparte von IBM. In 2011 schluckte Lenovo den deutschen Aldi-Zulieferer Medion. In 2011 schloss Lenovo ein Joint Venture mit Compal Electronics, um PCs in China zu bauen. Lenovo hält 51 Prozent der Anteile an dem Venture. Im Herbst 2012 übernahm Lenovo den brasilianischen PC-Hersteller CCE (Digibras). Anfang 2013 ging das Joint Venture Lenovo EMC Ltd an den Start, welches NAS (Network Attached Storage) Geräte vermarkten soll. In 2014 erwarb Lenovo das x86 Server-Geschäft von IBM, gleichzeitig kaufte Lenovo Motorola Mobility.

Markt und Wettbewerb

Meldung gespeichert unter: Smartphone

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