Zooplus vs Fressnapf: Wettlauf der E-Commerce-Systeme

E-Commerce

Dienstag, 3. Dezember 2013 14:45
Zooplus_logo.gif

(IT-Times) - Die zooplus AG blieb auch im jüngsten Quartal ihrem Credo treu. Wachstum hat weiter absoluten Vorrang, auch wenn das Unternehmen zuletzt ein positives Vorsteuerergebnis von 1,7 Mio. Euro vorweisen konnte. Auch in den nächsten Jahren soll der Umsatz kräftig zulegen.

Das starke Wachstum führte dazu, dass die zooplus AG (WKN: 511170) nochmals ihre angehobene Prognose für 2013 bekräftigte. Für 2013 wird weiterhin ein Jahresumsatz von 415 Mio. Euro und ein Gewinn vor Steuern angepeilt. Damit rücken auch die langfristigen Finanzziele des Online-Händlers von Tiernahrung näher. In 2014 peilt zooplus weiter einen Jahresumsatz von 500 Mio. Euro an, in 2015 soll die Umsatzmarke von 600 Mio. Euro fallen.

Neues Vertriebszentrum in Polen
Durch das neue Verteilzentrum in Polen hat zooplus seine operative Effizienz weiter verbessert. Dies soll sich mittelfristig auch positiv auf die Entwicklung der Margen auswirken. Zooplus hat eigenen Angaben nach im jüngsten Quartal nicht nur seine Marketingkosten senken können, auch hat das Unternehmen bei den Logistikkosten Fortschritte gemacht, so zooplus-Finanzchef Andreas Grandinger.

Insgesamt steht Effizienz und Wachstum bei zooplus weiter im Vordergrund. Die aggressiven Wachstumsziele kommen nicht von ungefähr. Analysten wie bei der Deutschen Bank äußerten sich zurückhaltend. Die Deutsch Banker verweisen dabei auf den intensiven Wettbewerb in der Branche, der kaum Spielräume für weiter steigende Gewinnmargen zulässt.

zooplus-Rivale Fressnapf setzt auf Multi-Channel-Strategie
Allen voran Europas führende Fachhandelskette Fressnapf macht weiter Druck. Allein am Standort Krefeld plant Fressnapf-Chef Torsten Toeller Investitionen von rund 50 Mio. Euro. Auch in Österreich wurde in diesem Jahr kräftig expandiert. Mit einem Jahresumsatz von 1,4 Mrd. Euro ist Fressnapf heute schon deutlich größer als zooplus, obwohl das Wachstum bei zooplus zuletzt höher war.

Durch zusätzliche Investitionen in Software, Kassensysteme, Lager- und Buchhaltung will Toeller den zooplus-Konkurrenten fit für die Zukunft machen und Kunden auf allen Ebenen (Fachmärkte, Online, Smartphones und Tablets) ansprechen. Hier kann Fressnapf auf seine zahlreichen Fachmärkte zurückgreifen - ein Vorteil gegenüber zooplus, die bislang den Ton im deutschen Online-Handel angaben.

Zooplus wird daher weiter in moderne Logistikzentren und in seine Produktpalette investieren müssen, wollen die Münchner ihren strategischen Vorteil im Bezug auf den Online-Handel behalten. Insgesamt dürfte der Markt für Heimtierbedarf (22 Mrd. Euro Umsatz in Europa in 2011) aber groß genug für zwei große Player sein.

Kurzportrait

Die im Jahre 1999 gegründete und in München ansässige zooplus AG ist einer der führenden Internet-Versandhändler für den Haustierbedarf. Zooplus beitreibt auf seiner Webseite zooplus.de nicht nur einen Online-Shop, sondern bietet auch einen entsprechenden Informationsservices rund um das Haustier. Gleichzeitig wird auch eine Online-Community betrieben, über die sich Tierliebhaber mit anderen Nutzern austauschen können. Zooplus verzeichnet inzwischen mehr als 5,9 Millionen Kunden in ganz Europa.

Zooplus bietet auf seiner Webseite nicht nur Hunde- und Katzenfutter, sondern auch Nahrungsmittel für vielerlei Tiere wie Hasen, Vögel, Fische und Pferde an. Insgesamt stehen im Online-Shop mittlerweile mehr als 8.000 verschiedene Produkte zur Auswahl.

Zooplus ist nicht nur in Deutschland aktiv, sondern auch in Frankreich, den Niederlanden, Polen, Italien, Österreich, Irland, Belgien, Spanien, Finnland, Tschechien, der Slowakei und in England mit einem eigenen Webangebot vertreten. Insgesamt ist zooplus heute in 23 Ländern Europas aktiv.

Um seinen Vertrieb zu unterstützen bietet Zooplus verschiedene Vorteilsprogramme wie zum Beispiel für Sammelbesteller und Freundschaftswerbung an. Auch ein Partnerprogramm für Webseitenbetreiber hat das Unternehmen inzwischen ins Leben gerufen.

Zooplus wirbt vor allem mit einer schnellen Auslieferung seiner Produkte (Versand binnen 24 Stunden) sowie geringen Versandkosten (ab einem Bestellwert von 19 Euro ist der Versand kostenlos).

Zu den Anteilseignern des mehrheitlich nach wie vor im Privatbesitz befindlichen Unternehmens zählen unter anderem die Burda Beteiligungsholding Digital Ventures.

Meldung gespeichert unter: E-Commerce

© IT-Times 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Folgen Sie IT-Times auf ...