Sonus Networks im Aufwind

Montag, 11. Juni 2007 20:37
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(IT-Times) Die Anteile des VoIP-Ausrüsters Sonus Networks (Nasdaq: SONS, WKN: 936888) legten im vergangenen halben Jahr um rund 80 Prozent zu. Hintergrund ist die weiter herausragende Stellung des Unternehmens im Markt für VoIP- und Gateway-Lösungen.

Nach einer jüngsten Marktstudie des Hauses Infonetics Research konnte Sonus seinen weltweiten Marktanteil im Gateway-Markt auf 20 Prozent ausbauen. Allein in Nordamerika dominiert das Unternehmen diesen Markt mit einem Anteil von 36 Prozent, so die Infonetics-Analysten. Vor allem in Europa, Mittleren Osten und in Afrika (EMEA) habe das Unternehmen seine Position deutlich ausgebaut. Demnach sei der Sonus-Marktanteil hier um 200 Prozent gewachsen, schreiben die Marktbeobachter.

Bilanzskandal überschattet Fundamentaldaten
Trotz der positiven Marktdaten belastete zuletzt ein Bilanzskandal um rückdatierte Aktienoptionen das Unternehmensumfeld. Sonus konnte auch für das erste Quartal 2007 keine vollständigen Geschäftszahlen präsentieren. So erhielt das Unternehmen Mitte Mai bereits die vierte Warnung von der Nasdaq, endlich vollständige Geschäftszahlen zu präsentieren. Bis zum 26. Juni hat Sonus nunmehr Zeit, um einen korrigierten und dann auch vollständigen Geschäftsbericht vorzulegen. Derzeit sieht es so aus, als könne Sonus diese Deadline einhalten, womit sich das Unternehmen endlich wieder vermehrt auf das Tagesgeschäft konzentrieren kann.

Sonus verstärkt sich durch Zynetix
Damit würden gleichzeitig auch die Fundamentalzahlen wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Und diese können sich durchaus sehen lassen. Die Bruttomargen zogen zuletzt deutlich an und bewegten sich über dem Ziel-Korridor von 58 bis 62 Prozent. Gleichzeitig verstärkte sich Sonus durch die Übernahme der englischen Zynetix Ltd, um damit den Markt für IP-basierte GSM-Lösungen zu adressieren. Sonus will durch diese Akquisition an eine Schlüsseltechnologie herankommen, die dem Unternehmen im Mobilfunkmarkt neue Marktchancen eröffnet.

Kurzportrait

Die im Jahre 1997 in Westford/Massachusetts gegründete und ansässige Sonus Networks versteht sich als marktführender Infrastruktur-Anbieter von Voice over IP-Lösungen (VoIP). Das Unternehmen entwickelt sowohl Hard- als auch Softwarelösungen für Netzbetreiber und Telekomfirmen.

Zu den Kunden der Gesellschaft zählen vor allem Firmen aus den Bereichen Internet-Service-Provider und Kabelbetreiber. Im Einzelnen nutzen Firmen, wie Qwest Communications, die Deutsche Telekom aber auch Touch America Sonus-Lösungen. Zu weiteren Kunden gehören daneben AOL, Verizon, BellSouth, AT&T, Level 3, T-Systems und Global Crossing. Die von Sonus angebotenen Produkte ermöglichen es Netzbetreibern ihren Kunden Kommunikationsservices anzubieten.

Das Sonus-Produktportfolio umfasst dabei nicht nur Switches, sondern auch Softwaresysteme, wie das Insight Management System. Über seine Open Service Architektur ist Sonus in der Lage seinen Firmenkunden End-to-End-Lösungen aus einer Hand anzubieten.

Im Rahmen der Open Services Partner Alliance (OSPA) versucht Sonus gemeinsam mit anderen Service-Providern Standards und die Kompatibilität von Netzwerk-Lösungen und Applikationen von anderen Anbietern mit Sonus-Lösungen sicher zu stellen. Sonus verkauft seine Produkte direkt an Firmenkunden, aber auch über Vertriebshändler, wie Nissho Electronics oder Samsung.

Nachdem das Unternehmen in den vergangenen Jahren zuvor Personal abbaute, um seine Kostenstruktur zu straffen, folgte im Februar 2004 ein weiterer Rückschlag. Das Unternehmen musste seine Bilanzen für die Jahre 2001, 2002 und drei Quartale des Jahres 2003 korrigieren. Gleichzeitig wurde der Geschäftsverlauf zuletzt von einem Bilanzskandal um die Rückdatierung von Aktienoptionen überschattet. Im Frühjahr 2007 übernahm Sonus den englischen Mobile-Spezialisten Zynix Ltd.

Zahlen

Für das vergangene Märzquartal 2007 meldet Sonus einen Umsatzanstieg auf 71 Mio. Dollar, ein Zuwachs von 18 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Angaben zum Gewinn machte das Unternehmen mit Verweis auf anhaltende Untersuchungen im Hinblick auf die Rückdatierung von Aktienoptionen aber nicht. Jedoch seien die internen Ermittlungen in einer „finalen Phase“ und alsbald abgeschlossen versichert das Management. Die Barreserven stiegen im jüngsten Quartal um weitere fünf Mio. Dollar auf 366 Mio. Dollar.

Meldung gespeichert unter: Sonus Networks

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