Qimonda: Ohne neues Geschäftsmodell wohl keine Chance

Freitag, 20. März 2009 11:39
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DRESDEN - Die Rettungsmöglichkeiten des insolventen Chipherstellers Qimonda (WKN: A0KEAT) könnten langsam Formen annehmen. Nachdem der sächsische Landtag gestern grundsätzliche Bereitschaft zu einer Minderheitsbeteiligung bekundet hatte, sind nun auch die Chinesen zu Gesprächen bereit.

Gestern hatte der Sächsische Landtag über mögliche Rettungsversuche des Chipherstellers Qimonda beraten. Die Landesregierung hat sich nicht grundsätzlich gegen eine Minderheitsbeteiligung an Qimonda gestellt. Voraussetzung für eine finanzielle Unterstützung sei jedoch der Einstieg eines privaten Investors. In diesem Zusammenhang berichtet das Handelsblatt heute, dass der chinesische Computer- und Softwareunternehmen Inspur Co erklärte habe, bereits Gespräche mit Qimonda zu führen. Das könnte für Mitarbeiter Qimondas möglicherweise die Rettung bedeuten.

Konkrete Details über eine mögliche Kooperation zwischen Qimonda und Inspur wurden jedoch nicht bekannt. Thomas Jurk (SPD) hatte gestern in der Sondersitzung des Landtages erklärt, dass eine Minderheitsbeteiligung des Landes denkbar wäre. "Mit einem Anteil von 25,1 Prozent hätten wir die Sperrminorität, die unser Engagement absichern hilft. Allerdings forderte Jurk auch, dass Portugal einsteige, damit das Qimonda-Werk bei Porto damit gesichert wäre. Für Sachen wäre eine Schließung des Werkes von Qimonda problematisch, da dies einen Abzug von Know-how bedeuten würde. Denn mehr als 50 Prozent der Qimonda-Angestellten seien sehr gut ausgebildet. Daher würden diese zwar schnell wieder einen Job finden, doch dies wäre in der Regel an anderen Orten und es würde ein geistiger Abzug entstehen, meinte Jurk.

Meldung gespeichert unter: Qimonda

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