Siemens-News: Infos & Nachrichten

Siemens AG - Unternehmensportrait

Überblick - Unternehmensprofil Siemens AG

Die Siemens AG ist ein weltweit tätiger Mischkonzern. Schwerpunktfelder des Unternehmens sind die Bereiche Automatisierung, Digitalisierung (Industrie 4.0) und Elektrifizierung.

Die Siemens AG ist in neun Divisionen sowie Healthcare als eigenständig geführte Einheit organisiert. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt von Gas- und Dampfturbinen, über Kraftwerke sowie Gebäude- und Medizintechnik bis hin zu Schienenfahrzeugen ein breites Produktspektrum.

Geschäftsbereiche und Produkte

    • Power & Gas (Gas- und Dampfturbinen, Generatoren, Kompressoren (Verdichter), Kraftwerke)
    • Wind Power & Renewables (Onshore- und Offshore-Windenergieanlagen)
    • Power Generation Services
    • Energy Management (Anlagen und Systeme für Niederspannungs- und Verteilnetzebene, Smart-Grid (intelligente Stromversorgungsnetze), Energieautomatisierungslösungen, Stromversorgung von Industrieanlagen, Hochspannungsübertragungssysteme)
    • Building Technologies (Brandschutz, Sicherheit, Gebäudeautomation, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK) sowie Energiemanagement)
    • Mobility (Fahrzeuge für den Schienenverkehr wie Hochgeschwindigkeitszüge, U-Bahnen, Straßen- und Stadtbahnen, Reisezugwagen, Fahrzeuge für den fahrerlosen Betrieb und Lokomotiven; Signal- und Leittechnik für schienengebundenen Personen- und Güterverkehr, Elektrifizierungslösungen für den Bahn- und Straßenverkehr, Instandhaltung, Straßenverkehrssteuerungs- und -informationssysteme, Parkraum-Management, Bezahl- und Mautsysteme)
    • Digital Factory (Hardware und Software zur Vernetzung von Entwicklung, Produktion und Lieferanten, PLM Software Tools und industrielle Automatisierungs- und Antriebstechnik)
    • Process Industries & Drive (Automatisierungs- und Antriebstechnik, Industriesoftware sowie Serviceleistungen)
    • Financial Services (Auftragsfinanzierung, Leasing)
    • Healthcare (bildgebender Medizintechnik, Labordiagnostik und klinische IT-Lösungen)

    Kundenstruktur

    • Regierungen
    • Industrie
    • Handel

    Unternehmensgeschichte (Historie) und bedeutende Akquisitionen

    Unternehmensgründung

    Werner von Siemens legte im Jahr 1847 mit der Konstruktion von Zeigertelegraphen und dem Handwerksbetrieb „Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske“ mit Sitz in Berlin den Grundstein für das Unternehmen Siemens.

    Schon bald wurde die internationale Expansion des Unternehmens im europäischen Raum vorangetrieben.

    Werner von Siemens entdeckte 1866 das dynamoelektrische Prinzip, um elektrische Energie ökonomisch zu erzeugen und zu verteilen und sicherte sich die entsprechenden Patente.

    Wiederaufbau und internationales Wachstum (1945 – 1966)

    Nach dem zweiten Weltkrieg fokussierte sich Siemens auf Wachstumsfelder wie die Halbleiter- und Datentechnik.

    Mitte der 1950er Jahre begann erneut die internationale Expansion des Unternehmens durch den Rückkauf von durch den Krieg beschlagnahmten Auslandsgesellschaften sowie Patente und Marken.

    Siemens entwickelte 1953 das das Zonenziehverfahren zur Herstellung hochreinen Siliziums.

    Im Jahr 1965 wurde von Siemens die erste in Europa serienmäßig gefertigte integrierte Schaltung präsentiert.

    Neue Märkte und Geschäftsfelder (1966 - 1989)

    In den 1970er Jahren wurde die internationale Expansion nach USA, Westeuropa und Asien forciert. Das Unternehmen konzentrierte sich auf die Wachstumsfelder Energie-, Daten- und Nachrichtentechnik.

    Ein wichtiger Meilenstein in der Unternehmensgeschichte war im Oktober 1966 die Verschmelzung der Siemens & Halske AG, der Siemens-Schuckertwerke AG und der Siemens-Reiniger-Werke AG zur Siemens AG durch Ernst von Siemens.

    Die Unternehmensstruktur der Siemens AG wurde in Sparten organisiert und dezentralisiert. Kernbereich waren Bauelemente, Datentechnik, Energietechnik, Installationstechnik sowie Medizin- und Nachrichtentechnik.

    Im Jahr 1967 wurde die Bosch-Siemens Hausgeräte GmbH (BSHG) gegründet.

    Deregulierung und Globalisierung (1989 - 2011)

    Anfang der 1990er Jahre wurden die sieben Konzernbereiche der Siemens AG weiter dezentralisiert und in 15 Units aufgeteilt, um näher am Markt zu sein.

    Mit der Wiedervereinigung von Deutschland übernahm die Siemens AG zahlreiche Produktionsanlagen in den neuen Bundesländern.

    Neben Osteuropa konzentrierte sich die internationale Expansion der Siemens AG Anfang der 1990er Jahre in den asiatisch-pazifischen Raum. So entstanden bis 1997 in dieser Region rund 70 Joint Ventures und über 60 Produktionsstätten.

    Im Jahr 1990 wurde zudem die Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG (SNI) gegründet, die im Jahr 1999 in die Fujitsu Siemens Computers AG eingebracht wurde.

    Mit den Übernahmen der britischen Plessey in 1991 sowie des US-amerikanischen Unternehmens Rolm in 1992 wurde die weltweite Marktposition im Bereich Elektro maßgeblich gesteigert.

    Im Jahr 1998 stärkte die Siemens AG das fossile Kraftwerksgeschäft mit der Groß-Akquisition des US-amerikanischen Wettbewerbers Westinghouse.

    Siemens gliederte im Jahr 1999 die unprofitable Halbleitersparte aus. Die beiden Halbleiterunternehmen Epcos und Infineon Technologies wurden an die Börse gebracht.

    Es folgte im Februar 2001 die Übernahme des DSL-Technologieentwicklers Efficient Networks für rund 1,5 Mrd. US-Dollar.

    Im März 2001 wurden die Aktien der Siemens AG in den Handel der New York Stock Exchange eingeführt.

    Siemens übernahm 2001 zudem die Mehrheit an der Atecs Mannesmann AG.

    Das Nukleargeschäft wurde im gleichen Jahr mit der französischen Framatome zusammengelegt.

    Die Siemens Bereiche ICM und ICN wurden am 1. Oktober 2004 in der neuen Unit Communications (Com) zusammengeführt.

    Mit der Akquisition des 1979 gegründeten dänischen Windturbinenhersteller Bonus A/S erschloss sich die Siemens AG im Dezember 2004 den Markt für Offshore-Windkraftanlagen.

    Im Jahr 2005 übernahm die Siemens AG die VA Technologie AG.

    Mit Wirkung zum 1. Oktober 2005 wurde die Mobiltelefon-Unit Siemens Mobile an das taiwanesische Unternehmen BenQ verkauft.

    Am 19. Juni 2006 wurde das Telekommunikationsausrüstungsgeschäft von Siemens mit der entsprechenden Sparte von Nokia zusammengelegt. Das neue Unternehmen erhielt den Namen Nokia Siemens Networks (NSN) mit Sitz in Espoo (Finnland) und wurde am 1. April 2007 gegründet.

    Die Tochtergesellschaft Siemens VDO Automotive veräußerte Siemens im Juli 2007 für 11,4 Mrd. Euro an die Continental AG.

    Gleichzeitig erwarb Siemens im Juli 2007 für rund fünf Mrd. Euro den In-vitro-Diagnostik-Spezialisten Dade Behring.

    Das Computer Joint Venture Fujitsu Siemens Computers wurde im Juli 2008 aufgegeben.

    Siemens veräußerte zudem zum 1. August 2008 die Schnurlostelefon-Sparte Siemens Home and Office Communication Devices (SHC, Marke Gigaset) mehrheitlich an die Investmentgesellschaft Arques Industries.

    Die Unit Siemens IT Solutions and Services (SIS) wurde am 1. Juli 2010 in eine eigenständige Gesellschaft ausgegliedert und im Dezember 2010 an den französischen Wettbewerber und IT-Dienstleister Atos Origin veräußert. Siemens erhielt hierfür eine 15prozentige Beteiligung an der neuen IT-Gesellschaft Atos.

    Neuausrichtung (ab 2012)

    Mit dem Verkauf des Anteils an der Telekommunikationsausrüster-Sparte NSN an Nokia für 1,7 Mrd. Euro verabschiedete sich die Siemens AG im Juli 2013 ganz vom Telekommunikationsgeschäft.

    Siemens brachte das Leuchtmittelgeschäft unter dem Namen Osram am 8. Juli 2013 an die Börse.

    Im Januar 2015 veräußerte die Siemens AG die Anteile an der Sparte BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH an die Robert Bosch GmbH.

    Im Mai 2015 erfolgte die Ausgliederung der Sparte Siemens Healthcare in eine rechtlich eigenständige GmbH mit der Siemens AG als alleinige Gesellschafterin.

    Markt und Wettbewerb

    Das Wettbewerbsumfeld der Siemens AG ist nicht sehr fragmentiert, aber intensiv. Wichtige Wettbewerber von Siemens sind Unternehmen wie:

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