VW will mit neuer Führungsmannschaft durchstarten und das ist der Plan - Aktienkurs steigt schon mal

Personalie: Vorstand

Freitag, 13. April 2018 17:46

WOLFBURG (IT-Times) - Der deutsche Automobilkonzern Volkswagen (VW) AG wechselt seine Führungsspitze aus und kündigt tiefgreifende Veränderungen in der Unternehmensstruktur an.

Dr. Herbert Diess

VW-Konzern

Matthias Müller legt sein Mandat „im gegenseitigen Einvernehmen“ mit sofortiger Wirkung als Vorstandsvorsitzender des Automobilkonzerns VW AG nieder, bleibt aber weiterhin im Unternehmen.

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Quele: Volkswagen AG - Matthias Müller

Müller wurde von der Sportwagen-Tochtergesellschaft Porsche zu einem Zeitpunkt zu VW geholt, als der Diesel-Skandal bereits voll im Gange war und sollte aufräumen. Er bekam oftmals Gegenwind und wirkte zuletzt müde.

Der Kurs der Aktie und damit der Konzern Volkswagen AG verlor immer mehr an Wert. Der eigentliche Unternehmenswert stimmt offensichtlich nicht mehr mit der Marktkapitalisierung bzw. der Börsenbewertung des Unternehmens überein.

Die Kosten im Konzern sind insgesamt zu hoch, Verbundeffekte durch die Mehrmarken-Strategie wurden offenbar wenig realisiert. Das alles soll sich nun ändern.

Hinzu kommen Milliardenzahlungen in Höhe von bislang rund 25 Mrd. Euro wegen des Dieselbetruges und zahlreiche Gerichtsprozesse im Nachgang, die zu weiteren Milliardenzahlungen der Volkswagen AG führen werden. So verwundert es auch nicht, dass trotz Umsatzwachstum die Margen fallen.

„Matthias Müller hat Herausragendes für den Volkswagen Konzern geleistet. Er hat im Herbst 2015 den Vorstandsvorsitz übernommen, als das Unternehmen vor der größten Herausforderung seiner Geschichte stand. Er hat Volkswagen nicht nur sicher durch diese Zeit gesteuert, sondern mit seinem Team den Konzern auch strategisch grundlegend neu ausgerichtet, den Kulturwandel in die Wege geleitet und mit großem persönlichen Einsatz dafür gesorgt, dass der Volkswagen Konzern nicht nur in der Spur geblieben ist, sondern robuster als jemals zuvor dasteht“, lobte der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Dieter Pötsch.

Truck & Bus

Nun soll der Konzern umgebaut werden, wobei die vor knapp drei Jahren gegründete Tochtergesellschaft „Truck & Bus“ „kapitalmarktfähig“ gemacht werden soll, um einfacher finanzielle Mittel aufnehmen zu können.

So wird die Rechtsform der Volkswagen Truck & Bus GmbH zunächst in eine Aktiengesellschaft (AG) geändert, später ist eine Umwandlung in eine Societas Europaea (SE) vorgesehen.

Das dürfte zugleich die Vorbereitung für einen Börsengang der Unit bedeuten, die die Marken MAN, Scania, Volkswagen Caminhões e Ônibus und Rio (Cloud-basierte Plattform) unter einem Dach vereint.

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