Software AG geht im In-Memory-Bereich in die Offensive

Software stellt neue In-Memory-Lösungen vor

Mittwoch, 13. März 2013 13:35
Software AG

(IT-Times) - Die Software AG nutzte die Computermesse CeBIT um neue Produkte rund um den Bereich Big Data vorzustellen. Die Übernahme der auf Cloud- und Big Data-Lösungen spezialisierten Terracotta hatte bereits in 2012 positive Auswirkungen auf das Geschäft der Software AG.

Neue In-Memory-Plattform für Business Intelligence
Nunmehr präsentierte das Unternehmen mit Terracotta In-Genius eine neue In-Memory-Plattform, die mit Terracottas In-Memory-Technik BigMemory 4.0 arbeitet und zu einer In-Memory Middleware Plattform avancieren soll.

Durch die Daten-Management-Plattform BigMemory 4.0 sollen große Datenvolumen im Terabyte-Bereich um bis zu 60 Prozent schneller zugänglich sein, heißt es bei Terracotta. BigMemory 4.0 unterstützt Java 7 ist und kann mit dem Framework Hadoop eingesetzt werden.

Durch Terracotta In-Genius will die Software AG (WKN: 330400) eine Technik zur Verfügung stellen, welche Business Intelligence Prozesse beschleunigen sollen. Dadurch sollen Geschäftsdaten noch schneller in Echtzeit analysiert werden können. Auch soll die Software dabei helfen, bestimmte Muster und Verhaltensweisen aufzudecken, wodurch zum Beispiel Finanzservicedienstleister betrügerische Transaktionen schneller erkennen können.

webMethods 9.0 mit neuen Funktionen
Daneben stellte die Software AG auch gleich mit webMethods 9.0 eine neue Version seiner Business Integration Suite vor. Die Suite gilt als erster In-Memory-fähiger Enterprise Service Bus auf den Markt.

Mit der Version 9.0 halten gleichzeitig eine Reihe von Erweiterungen wie CloudStreams Einzug. Durch die Integration mit BigMemory können Daten künftig lokal im Cache abgelegt werden, wodurch größere Datenmengen im XML-Format In-Memory verarbeitet werden können. Dadurch sollen einige Funktionen um den Faktor 150 bis 200 beschleunigt werden, so Software AG CTO Wolfram Jost.

Mit CloudStreams sollen Kunden künftig die Möglichkeit erhalten, webMethods im Web zu installieren, so Jost im Interview mit der InfoWorld. Durch die neuen Funktionen sollen Kunden Public und Private Clouds miteinander verknüpfen können, um Workload-Spitzen einfacher handeln zu können. Nach Angaben der Software AG wird webMethods 9.0 im zweiten Quartal verfügbar sein, während Terracotta In-Genius im dritten Quartal 2013 auf den Markt kommen soll.

Kurzportrait

Die in Darmstadt ansässige Software AG ist ein weltweit agierender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für IT-Infrastrukturen mit serviceorientierten Architekturen (SOA). Das Unternehmen ist auf zwei Geschäftsfeldern tätig und hat Produktentwicklung sowie Vertrieb in zwei Geschäftsbereiche ausgerichtet: Enterprise Transaction Systems (ETS) und Crossvision.

ETS besetzt das Feld Datenbanken und basiert vor allem auf dem Datenbankmanagementsystem Adabas sowie der Entwicklungsumgebung Natural. Crossvision ist eine SOA-Suite, die XML (Extended Markup Language) ist eine universale Datenbeschreibungssprache; Tamino XML Server ist eines der Hauptprodukte in diesem Bereich) und Prozessintegrationstechnologien (EntireX, ApplinX) miteinander kombiniert. Hierdurch können Nutzer neue Geschäftsprozesse in ihre bestehende IT-Infrastruktur integrieren. Operativ agiert das Unternehmen in den drei Regionen Zentral- und Osteuropa/Asien, Nordamerika/Nordeuropa und Süd- und Westeuropa/ Lateinamerika. Zu den wichtigsten Produkten der Software AG zählen das Datenbankmanagementsystem Adabas, die SOA-Registry und -Repository Centrasite, die Entwicklungsumgebung Natural, das SOA-Paket webmethods und Analyseplattform Aris. Die Software AG bietet Wartung, Lizenzierung und weitere Dienstleistungen an. Inzwischen wird ein Drittel des Umsatzes über Lizenzen erwirtschaftet.

Im Frühjahr 2007 verstärkte sich das Unternehmen im Bereich Web Services und SOA-Lösungen durch die Übernahme der amerikanischen webMethods. Bereits zuvor übernahm das Softwarehaus mehrheitlich die israelische SPL Software. Ende 2007 schluckte die Software AG die Softwaresparte von Jacada. Mitte 2009 übernahm die Software AG den Schweizer IT-Spezialisten Teconomic AG. Gleichzeitig übernahm die Software AG im Jahr 2009 Deutschlands drittgrößtes Softwarehaus IDS Scheer. Im Frühjahr 2010 wurde der CEP-Spezialist RTM Realtime Monitoring GmbH übernommen. In 2011 verstärkte sich die Software AG durch die Übernahme von Metismo und Terracotta. Anfang 2012 übernahm die Software AG den britischen Technologieanbieter my-Channels.

Sechs Mitarbeiter des Beratungshauses AIV (Institut für Angewandte Informationsverarbeitung) gründeten das Unternehmen 1969 in Darmstadt. Adabas ist eines der ersten Produkte, schnell folgte die Internationalisierung mit dem Markteintritt in den USA. Seit 2008 vermarktet die Software AG seine Produkte direkt in Brasilien. Am 26. April 1999 ging die Software AG an die Börse und notiert heute im TecDAX. Die Software beschäftigte zuletzt mehr als 5.600 Mitarbeiter und betreut weltweit mehr als 5.000 Kunden in über 70 Ländern. Die Software AG gehört zu 29 Prozent der Software AG Stiftung.

Zahlen

Im vierten Quartal 2012 erwirtschaftete die Software AG einen Umsatz von 276,7 Mio. Euro. Damit liegt der Umsatz knapp sechs Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit einem Wert von 75,4 Mio. Euro ebenfalls unter dem Vergleichswert aus 2011, der sich auf 78 Mio. Euro belief.

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