Seagate sieht sich für 2010 gut gerüstet

Dienstag, 12. Januar 2010 13:25
Seagate Technology Public Limited Co.

(IT-Times) - Der weltweit führende Festplattenhersteller Seagate Technology (NYSE: STX, WKN: 164367) blickt wieder zuversichtlich in die Zukunft. Seagate-Chef Steve Luczo erwartet, dass die weltweite Festplattenindustrie in diesem Jahr ihren Absatz um mindestens 15 Prozent steigern wird können, nachdem die Industrie in den vergangenen Quartalen unter der Absatzschwäche im PC-Markt und dem anhaltenden Preisverfall in der Branche litt.

Ähnlich optimistisch sind Analysten wie aus dem Hause Wedbush Morgan. Die US-Investmentbanker erwarten im laufenden Jahr eine starke Nachfrage nach Festplatten, nachdem insbesondere Firmenkunden ihre älteren PC-Systeme aussortieren dürften. Hintergrund ist unter anderem die Einführung von Windows 7 im vergangenen Jahr, wodurch viele Firmen auf das neue Betriebssystem wechseln und auch gleich neue Hardware anschaffen werden, glauben Marktbeobachter.

Zusätzlich sei die Konsolidierung in der Festplattenindustrie nahezu abgeschlossen, wobei sich die einzelnen Marktteilnehmer wieder verstärkt auf ihre Profitabilität statt auf die Gewinnung von Marktanteilen konzentrieren werden, mutmaßen die US-Investmentbanker.

Ferner sehen die Wedbush-Analysten derzeit Lieferengpässe bei bestimmten Komponenten. Hintergrund sei ein Engpass bei Glassubstraten, wodurch die Chancen steigen, dass die Preise für Festplatten vergleichsweise stabil bleiben werden, da das Angebot derzeit begrenzt ist.

Seagate will Produktion weiter nach China verlagern
Daneben besteht die Aussicht auf steigende Gewinnmargen, denn Seagate will seine Fertigungsoperationen in Singapur im laufenden Jahr nach China verlagern, wie Seagate-Manager Banseng Teh Mitte Dezember verlauten ließ.

Das entsprechende Werk von Seagate in Singapur soll gegen Ende dieses Jahres geschlossen werden, während die Produkte anschließend im Seagate-Werk in Suzhou City/China vom Band laufen sollen, wie die chinesische Hexun berichtet. Durch diesen Schachzug würde Seagate seine Präsenz in China weiter ausbauen, nachdem das Unternehmen bereits seit 2007 mit seiner ersten Fertigungsanlage im chinesischen Wuxi vertreten ist.

Daneben sieht Seagate-Manager Teh für das Unternehmen im Bereich Flash-Speicherlaufwerke noch ein großes Potential. Der Seagate-Manager taxiert den Markt für sogenannte Solid-State Drives (SSDs) derzeit auf eine Mrd. Dollar, während sich der Markt für gewöhnliche Festplatten (HDD) derzeit auf 27 bis 30 Mrd. Dollar summiert. Dennoch wird der SSD-Markt immer wichtiger, denn viele PC-Hersteller verbauen immer öfter die geräuschlosen Flashspeicher-Laufwerke in ihre Geräte, schließlich erlauben SSD-Laufwerke schnellere Zugriffszeiten bei gleichzeitig niedrigerem Stromverbrauch…

Kurzportrait

Die im kalifornischen Scotts Valley ansässige und auf den Cayman Islands registrierte Seagate Technology gilt als weltweit führender Festplattenhersteller. Die Laufwerke der Gesellschaft finden sich aber nicht nur in Desktop-PCs, sondern auch in Notebook-, Server-, Workstation- und Mainframe-Systeme sowie in Mobile-Computer und Handhelds wieder.

Das Unternehmen vertreibt seine Produkte überwiegend direkt an OEM-Hersteller wie Dell, EMC, Hewlett-Packard, IBM und Sun Microsystems. Daneben unterhält Seagate aber auch Schlüsselpartnerschaften mit Vertriebshändlern und Systemintegratoren auf der ganzen Welt. Das Geschäft mit OEM-Hersteller steuerte im Jahr 2005 rund 72 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Die Wirtschaftsregion rund um Nordamerika zeichnete für rund ein Drittel Prozent der Gesamterlöse verantwortlich. Europäische Kunden trugen zuletzt rund ein Viertel der Gesamtumsätze, während Asien mit über 40 Prozent Umsatzanteil für Seagate die wichtigste Wirtschaftsregion ist.

Zu den Kernprodukten des Unternehmens gehören unter anderem die Produktfamilien Cheetah, Savvio und Barracuda. Während Cheetah-Laufwerke überwiegend in E-Commerce Servern, Mainframe-Computern bzw. Super-Computern zum Einsatz kommen, ist die Savvio-Produktfamilie für den Einsatz bei großen Unternehmen konzipiert. Die U-Serie X- und Barracuda-Laufwerke sind insbesondere für den Einsatz in Desktop-Rechnern, Workstations und low-end Server bestimmt.

Ende 2005 gab Seagate die Übernahme des Rivalen Maxtor für rund 1,9 Mrd. US-Dollar bekannt. Seagate schluckte damit die Nummer drei der Branche, womit das Unternehmen seine marktführende Position weiter ausbaut. Anfang 2006 übernahm Seagate zudem das Software-Startup Mirra. Ende 2006 schluckte Seagate den Backup-Spezialisten EVault. Auch der Softwareprovider MetaLINCS wurde übernommen.

Nach der Privatisierung im Jahr 2000, sind die US-Beteiligungsgesellschaften Silver Lake Partners und Texas Pacific Group heute mit zehn bzw. sieben Prozent an dem weltgrößten Festplattenhersteller beteiligt.

Zahlen

Für das vergangene erste Fiskalquartal meldet Seagate einen Umsatz von 2,66 Mrd. US-Dollar, nach Einnahmen von 3,03 Mrd. Dollar im Jahr vorher. Insgesamt brachte Seagate 46,3 Mio. Festplatten-Laufwerke zur Auslieferung. Dabei verdiente Seagate 179 Mio. Dollar oder 35 US-Cent je Aktie, nach einem Plus von 57 Mio. Dollar oder 12 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

In den Ergebnissen sind Wertberichtigungen in Höhe von 10,0 Mio. Dollar sowie Restrukturierungskosten in Höhe von 46 Mio. Dollar, sowie Abschreibungen auf langlebige Wirtschaftsgüter von 64 Mio. Dollar enthalten.

Meldung gespeichert unter: Seagate Technology Public Limited Co.

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