Nokia dementiert Spekulationen über eine Akquisition des US-Router- und Switch-Spezialisten Juniper Networks

Mergers & Acquisitions (M&A)

Donnerstag, 30. November 2017 11:39
Nokia - Nokia Networks Robustness Center for Core Networks

ESPOO (IT-Times) - Der finnische Netzausrüster Nokia Oyj hat heute offiziell Gerüchte über eine kolportierte bevorstehende Übernahme des US-Netzwerksausrüsters Juniper Networks zurückgewiesen.

Der US-amerikanische Sender CNBC hatte zuvor gemeldet, dass Nokia über einen Kauf des US-Unternehmens Juniper Networks Inc. mit Sitz im kalifornischen Sunnyvale verhandelt.

Ein Sprecher von Juniper Networks dementierte bereits die Spekulationen. „Man äußere sich im Unternehmen grundsätzlich nicht zu Markt-Spekulationen und Gerüchten“.

Juniper Networks wird aktuell an der US-Börse mit rund elf Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung bewertet. Die Börsenbewertung von Nokia ist mit knapp 25 Mrd. Euro rund doppelt so hoch.

Der Umsatz von Juniper Networks lag im letzten Jahr bei rund 4,99 Mrd. US-Dollar, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Der Router-Spezialist erwirtschaftete 2016 ein Nettoergebnis in Höhe von 592,7 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 633,7 Mio. US-Dollar).

Der operative Cash-Flow allerdings wurde deutlich auf knapp 1,11 Mrd. US-Dollar gesteigert (Vorjahr: 892,5 Mio. US-Dollar). Das Eigenkapital der im Jahr 1996 gegründeten kalifornischen Gesellschaft lag Ende 2016 bei 4,96 Mrd. US-Dollar.

Juniper designt, entwickelt und vertreibt weltweit Netzwerk-Komponenten, darunter Router, Betriebssysteme (Junos OS), Ethernet- und Data Center-Switche, Gateways und Controller sowie Sicherheitslösungen und Cloud-Produkte.

Während das Router-Geschäft stagniert und mit einem Umsatz von rund 2,35 Mrd. US-Dollar das Kerngeschäft der US-Amerikaner bildet, konnte das Geschäft im Bereich Switch auf einen Umsatz von 858 Mio. US-Dollar erhöht werden (Vorjahr: 768,3 Mio. US-Dollar).

Das Business mit Sicherheitssoftware hingegen ist seit Jahren rückläufig und machte zuletzt noch einen Jahresumsatz von 318 Mio. US-Dollar aus (Vorjahr: 435,6 Mio. US-Dollar).  

Nokia hatte sich mit dem Verkauf der Mobiltelefon-Sparte an Microsoft aus dem Geschäft mit Endgeräten verabschiedet und sich ganz auf die Netzausrüstung und Softwareentwicklung fokussiert. Die Netzwerksparte wurde mit dem Milliardenzukauf des Netzausrüsters Alcatel-Lucent weiter gestärkt, insbesondere das US-Geschäft.

Meldung gespeichert unter: Juniper Networks

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