LinkedIn: Kerngeschäft überzeugt (noch) nicht - ist Lynda die Rettung?

Businessnetz wächst in China und durch Lynda.com

Montag, 3. August 2015 13:30
LinkedIn

(IT-Times) - Das soziale Business-Netz LinkedIn konnte im jüngsten Quartal die Markterwartungen der Wall Street deutlich übertreffen. Nachdem die Papiere nachbörslich teilweise bei über 250 US-Dollar gehandelt wurden, gingen LinkedIn-Aktien am Freitag bei rund 203 US-Dollar aus dem Handel - ein Kursverlust von zehn Prozent.

Was war passiert? Anleger und Investoren hatten im Laufe des Conference Calls verstanden, dass die positiven Geschäftszahlen vor allem auf die übernommene Online-Lernfirma Lynda.com zurückzuführen waren. LinkedIn (Nasdaq: LNKD, WKN: A1H82D) konnte den geplanten Zukauf früher als erwartet im zweiten Quartal abschließen.

Schwaches Kerngeschäft? LinkedIn senkt de facto Umsatzausblick
Aufgrund der Übernahme hatte LinkedIn seinen Umsatzausblick für das laufende Gesamtjahr 2015 um 40 Mio. US-Dollar auf 2,94 Mrd. US-Dollar erhöht. Dabei ist anzumerken, dass man die Erwartungen im Hinblick auf den Umsatzbeitrag von Lynda.com von 40 auf 90 Mio. Dollar nach oben geschraubt hat.

Unter dem Strich hat LinkedIn damit seinen Umsatzausblick also gesenkt und zwar um 35 Mio. Dollar und damit zum zweiten Mal in diesem Jahr.

Display-Werbung bricht um 30 Prozent ein
Zudem fanden Investoren noch ein weiteres Haar in der Suppe. Im Bereich Marketing Solutions kletterten die Umsätze zwar um 32 Prozent auf 140 Mio. Dollar, allerdings brach das Geschäft mit traditionellen Display-Werbeanzeigen um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein.

Dieser Abschwung dürfte sich auch im zweiten Halbjahr fortsetzen, da inzwischen mehr als die Hälfte der LinkedIn-Nutzer das Business-Netz über mobile Endgeräte nutzt.

Zudem setzen viele Werbetreibende inzwischen auf Pay-for-Click-Werbung, da hier der effektive Nutzen für die Werber höher ist. Aus diesem Grunde sehen Analysten kaum Spielraum für eine Wachstumsbeschleunigung im zweiten Halbjahr.

LinkedIn - die positiven Aspekte des Quartalsberichts
Doch es gibt auch Lichtblicke. Der Lynda-Zukauf war offenbar ein Glücksgriff für LinkedIn. Das Geschäft entwickelt sich deutlich besser als erwartet.

Meldung gespeichert unter: Social Networks

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