Groupon - Strategiewechsel sorgt für Optimismus

Groupon meldet sich mit neuer Strategie zurück

Montag, 17. Juni 2013 14:06
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(IT-Times) - Nachdem Abgang des ehemaligen Groupon-Chefs Andrew Mason haben sich die Aktien des Daily Deals Spezialisten Groupon wieder spürbar erholt. Zuletzt verzeichneten Groupon-Aktien einen Kurssprung von 11,5 Prozent auf 7,65 US-Dollar, nachdem sich die Analysten der Deutschen Bank positiv über das Unternehmen äußerten.

Die Deutsch Banker sorgten in der Vorwoche für positive Stimmung rund um Groupon (Nasdaq: GRPN, WKN: A1JMC2), nachdem die Analysten den Wert mit einem Kursziel von 10 US-Dollar zum Kauf empfohlen. Die Analysten verwiesen auf den Strategiewechsel und das geänderte Geschäftsmodell.

Groupon erfindet sich neu
Im Vorjahr fungierte Groupon 1.0 weitgehend als Email-Versender, der durch ein Push-Modell eine handvoll lukrativer Deals zu seinen inzwischen 200 Millionen Email-Abonnenten brachte. Groupon 2.0 hingegen setzt auf ein „Pull-Modell“, wodurch Groupon über seine Webseite und Apps versucht personalisierte Deals an ein breiteres Publikum zu vermarkten.

Damit sinke für Groupon die Notwendigkeit, aggressiv neue Email-Adressen einzusammeln, glauben die Analysten der Deutschen Bank. Die Investmentexperten verweisen dabei unter anderem auf die Marketingkosten, die als Prozentsatz am Bruttogewinn von 82 auf 14 Prozent in den vergangenen neun Monaten gesunken sind. Insgesamt gingen die Marketingkosten im ersten Quartal 2013 um 31 Prozent zurück, heißt es.

Groupon auf den Spuren von Square und PayPal
Darüber hinaus nutzt Groupon seine Chancen, die sich dem Unternehmen im Mobile-Bereich bieten. 45 Prozent der Transaktionen in Nordamerika wurden über mobile Endgeräte ausgeführt, nach 30 Prozent im ersten Quartal 2012.

Im ersten Quartal 2013 wurden Groupon Mobile Apps weltweit von mehr als sieben Millionen Menschen heruntergeladen. Zudem brachte Groupon Mitte Mai sein neues Point-of-Sale-System für den iPad an den Start.

Die App, die unter dem Namen Breadcrumb POS über den iTunes Store kostenlos verfügbar ist, soll andere mobile Zahlungssysteme wie Square und PayPal herausfordern. Breadcrumb POS richtet sich vor allem an Restaurants und Händler, die mobile Zahlungen möglich machen wollen. Mit Bradcrumb Pro steht zudem eine Premium-Version für 99 US-Dollar im Monat bereit, die über erweiterte Funktionen verfügt.

Die App belastet den Händler mit einer Kreditkartenabwicklungsgebühr von 1,8 Prozent der Transaktionssumme zuzüglich 15 Cent pro Transaktion. Im Vergleich dazu verlangen der große Konkurrent PayPal mit PayPal Here 2,7 Prozent Gebühren auf die Transaktionssumme, während Square 2,75 Prozent pro der Transaktionssumme berechnet, jedoch für größere Händler eine Flat-Gebühr von 275 US-Dollar monatlich anbietet.

Durch Breadcrumb POS hat Groupon ein konkurrenzfähiges Produkt am Start, um die Registrierkasse von kleinen Unternehmen und Händlern zu ersetzen, zumal die Händler nicht verpflichtet sind, Daily Deals von Groupon anzubieten.

Kurzportrait
Die in Chicago ansässige und von CEO Andrew Mason im Jahre 2008 gegründete Groupon bietet täglich Gutschein- und Discount-Angebote (Daily Deals) auf seinen Webseiten und per Email an. Zuletzt verzeichnete das Unternehmen rund 41 Millionen aktive Kunden weltweit.

Groupon operiert dabei ist zwei Geschäftssegmenten heraus: Nordamerika und International. Insgesamt ist Groupon heute in 44 Ländern in mehr als 500 Märkten weltweit aktiv. Dabei arbeitet das Unternehmen mit mehr als 190.000 Geschäften (Bath & Body Works, The Body Shop, Hyatt Regency, InterContinental Hotels, Lions Gate, Redbox, Shutterfly und Zipcar usw.) weltweit zusammen, um tägliche Sonderangebote anbieten zu können. Typischerweise erhalten Interessenten 50 bis 70 Prozent auf den gewöhnlichen Preis. Ein Deal kommt dann zu Stande, wenn sich genügend Interessenten für den Deal interessieren und einen Kauf abschließen.

Groupon Now ist ein spezielles Feature für Händler, die auf Nachfrage bestimmte Deals anbieten können. Groupon Now ist über Mobiltelefone und über die Groupon-Webseite verfügbar. Über Groupon Goods können Konsumenten direkt Gutscheine von der Groupon-Webseite kaufen. Durch Groupon Rewards können Konsumenten verschiedene Groupon-Deals (Boni) bei lokalen Geschäften durch häufige Besuche aktivieren.

Über Self-Service-Deals können Kooperationspartner und Händler eigene Deals auf ihrer eigenen Webseite starten. Groupon erhält dabei eine Provision vom Verkaufspreis, wenn ein Deal zu Stande kommt. Im Februar 2012 schluckte Groupon die Reiseseite Uptake.

Meldung gespeichert unter: Groupon

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