Garmin meldet sich mit neuen Produktideen zurück

Neue Outdoor-Geräte und HUD für Fahrzeuge

Mittwoch, 7. August 2013 12:19
Garmin

(IT-Times) - Der traditionelle Markt für Navis schrumpft nach wie vor, nachdem Konsumenten zunehmend zu Smartphones mit Navi-Funktion greifen. Dennoch scheint der Navi-Hersteller und GPS-Spezialist Garmin (Nasdaq: GRMN, WKN: A1C06B) einen Weg gefunden zu haben, um das rückläufige Geschäft mit traditionellen Navis auszugleichen.

Zwar sind die Umsätze im Kerngeschäft mit GPS-Navis für die Autoindustrie immer noch rückläufig, allerdings konnte Garmin sowohl im Outdoor- als auch im Fitness-Bereich weiter wachsen und damit die sinkenden Erlöse im Kerngeschäft teilweise wett machen.

Garmin glänzt mit neuen Outdoor-Produkten
Laut Garmin kamen die neuen Edge- und Forerunner-Produkte für Radfahrer gut bei den Kunden an. Garmin hatte zu Jahresbeginn seine neuen Edge 810 und 510 Produkte vorgestellt. Dabei handelt es sich um die ersten Produkte, die Wetterdaten und Social-Media-Infos in Echtzeit auf die solche Geräte bringen.

Daneben stellte Garmin im Juni mit Garmin Monterra sein erstes WiFi-fähiges Android-Handheld für den Outdoor-Bereich vor. Das GPS-Gerät kombiniert Mapping-Funktionen mit dem Android-Betriebssystem und kommt mit einem FM Radio-Tuner daher. Das Garmin Monterra verfügt zudem über einen 4-Zoll großen Touchscreen mit einer 8-Megapixel-Kamera. Montiert werden kann das Garmin Monterra sowohl auf Booten, als auch auf Motorräder und natürlich in Geländefahrzeugen.

Garmin stellt neuen Garmin HUD für Fahrzeuge vor
Ganz neue Wege geht Garmin auch im Bereich Fahrzeugnavigation. Entsprechende Head-up-Displays (HUDs) waren bislang für unter 1.000 US-Dollar nicht zu haben. Garmin hat nunmehr sein Garmin HUD für rund 130 US-Dollar auf den Markt gebracht.

Dabei handelt es sich um ein Gerät, dass direkt auf dem Armaturenbrett des Fahrzeugs angebracht wird. Das Gerät projiziert GPS-Informationen (aktuelle Geschwindigkeit, einfache Navi-Daten etc.) direkt auf eine transparente Folie, die auf der Windschutzscheibe angebracht ist. Wer sich für den gebührenpflichtigen Premium-Service entscheidet, erhält auf Wunsch auch Verkehrsinfos und Radar-Warnungen.

Derartige HUDs waren bislang überwiegend in Luxusfahrzeugen zu finden. Mit dem Vorstoß will Garmin diese Technik auch für herkömmliche Fahrzeuge zu einem erschwinglichen Preis verfügbar machen, so Garmin Vertriebsmanager Dan Bartel.

Kurzportrait

Die im Jahre 2000 gegründete und in der Schweiz ansässige Garmin Ltd ist ein führender Anbieter von Navigationssystemen auf Basis von GPS-Technologie (Global Positioning Systems). Garmin bietet jedoch längst nicht mehr nur Produkte für die Automobilindustrie, Marine und Luftfahrttechnik an, sondern auch für den Privatverbraucher (Personal Navigation Devices).

Garmins Geschäftsstruktur besteht aus vier Kerngeschäftsbereiche: Automotive/Mobile, Marine, Outdoor/Fitness und Aviation. Ende 2006 kaufte Garmin die kanadische Dynastream Innovations, nachdem zuvor bereits die Spezialisten Digital Cyclone und Nautamatic Marine Systems übernommen wurden. Anfang 2007 folgte die Übernahme des französischen GPS-Vertriebshändler EME Tec Sat SAS. Später kaufte man sowohl den deutschen Vertriebspartner GPS GmbH, als auch den spanischen GPS-Händler Electronica Trepat SA, den italienischen Vertriebspartner Synergy und den dänischen Garmin-Händler Fairpoint Navigation AS sowie die österreichische Puls Elektronik GmbH. Anfang 2008 gründete Garmin mit der Garmin Australasia Pty Ltd. eine neue Asien-Pazifik-Tochter. Zudem übernahm Garmin in den vergangenen Jahren zahlreiche regionale PND-Händler.

Im Frühjahr 2010 verstärkte sich Garmin durch die Übernahme der britischen Raymarine, im Herbst wurde der norwegische Distributor Belanor AS übernommen. Anfang 2012 kaufte Garmin den Sonarspezialisten Interphase Technologies.

Im Herbst 2010 verkündigte Garmin den Ausstieg aus dem Smartphone-Segment, nachdem das Unternehmen bislang mit seinem nüvifone in diesem Segment aktiv war. Nachdem Garmin den deutschen Navi-Hersteller Navigon übernahm, schluckte Garmin Mitte 2011 den Spezialisten Tri-Tronics. Zudem wurden mit Garmin Würzburg GmbH, Garmin Southern Africa (Pty) und Garmin Chile weitere Garmin-Händler übernommen. Im Herbst 2012 schluckte Garmin den Yacht-Spezialisten Nexus Marine AB.

Der Geschäftsbereich Aviation entwickelt spezielle Navigationssysteme für die Luftfahrtindustrie. So setzen auch die Flugzeugspezialisten Cessna und New Piper als auch der Boothersteller Ranger auf Navigationsprodukte aus dem Hause Garmin. Produkte für den Privatverbraucher vertreibt Garmin unter anderem über die Einzelhändler Bass Pro Shops, Best Buy und Wal-Mart.

Zahlen

Für das vergangene zweite Quartal 2013 meldet Garmin einen leichten Umsatzrückgang um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 697 Mio. US-Dollar. Der pro forma Gewinn je Aktie ging um 22 Prozent auf 76 US-Cent je Aktie zurück. Dennoch konnte Garmin mit den vorgelegten Zahlen die Gewinnerwartungen der Wall Street deutlich übertreffen. Analysten hatten zuvor mit einem Nettogewinn von 65 US-Cent je Aktie gerechnet.

Meldung gespeichert unter: Garmin

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