Deutsche Telekom: Umsatz rückläufig, Gewinn gesteigert

Donnerstag, 8. Mai 2008 10:41
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BONN - Die Deutsche Telekom AG (WKN: 555750) hat heute die Zahlen für das erste Quartal 2008 veröffentlicht und sieht sich mit einem „guten Ergebnis“ auf Kursrichtung. Die Zahlen sprechen allerdings teilweise ein anderes Bild. Das Wichtigste vorab: Der Umsatz ging um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zurück. Das Vorsteuerergebnis ist um 54,9 Prozent gestiegen, das Nettoergebnis stieg um 33,2 Prozent.

Umgesetzt hat der Bonner Telekommunikationsriese im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008 14,978 Mrd. Euro, ein Rückgang von 3,1 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Entfallen sind dabei 7,254 Mrd. Euro auf das Inland und 7,724 Mrd. Euro auf das Ausland. Und hier zeigt sich die Entwicklung des Konzernumsatzes: Bereits seit dem zweiten Quartal 2007 ist der Auslandsanteil am Konzernumsatz stetig größer als der Inlandsanteil. Waren Inland und Ausland, gemessen am Umsatz, im ersten Quartal 2007 noch nahezu gleich auf (Inland: 50,43 Prozent, Ausland: 49,57 Prozent), hat sich dieses Verhältnis weiter zu Gunsten des Auslandes verschoben. So betrug der Anteil am Gesamtumsatz des Auslands im ersten Quartal 2008 51,57 Prozent. Doch auch im Ausland ist nicht alles golden, was glänzt. Konnte die Deutsche Telekom AG im ersten Quartal 2007 noch einen Auslands-Umsatzzuwachs von 15,5 Prozent verbuchen, ist diese Wachstumsquote nun auf magere 0,8 Prozent zurückgegangen. Der Umsatzrückgang im Inland betrug im ersten Quartal 2008 6,9 Prozent, verglichen mit dem ersten Quartal 2007. Dieser Rückgang hat sich damit noch etwas beschleunigt, im ersten Quartal 2007 betrug er, verglichen mit dem ersten Quartal 2006 noch 5,1 Prozent. Dieser Rückgang lässt sich besonders auf sinkende Umsätze in den Bereichen Breitband/Festnetz und Geschäftskunden zurückführen, doch hierzu später.

Steigern konnte die Deutsche Telekom AG die Ergebnisseite. So kletterte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im ersten Quartal 2008 um 9,1 Prozent, verglichen mit dem Vorjahresquartal auf 4,955 Mrd. Euro. Der Konzernüberschuss verdoppelte sich sogar und summierte sich auf 924 Mio. Euro, nach 459 Mio. Euro im ersten Quartal 2007. Allerdings ist darin auch der Verkauf einer Sparte enthalten. Der Free Cash-Flow verdreifachte sich von 520 Mio. Euro auf 1,629 Mrd. Euro. Dies ist jedoch auf u.a. gesunkene Investitionen zurückzuführen.

Die Sparten

Im Mobilfunkbereich generierte die Deutsche Telekom AG im ersten Quartal 2008 einen Umsatz von 8,445 Mrd. Euro, nach 8,4 Mrd. Euro im ersten Quartal 2007 eine leichte Steigerung um 0,5 Prozent. In Europa konnten die Bonner dabei einen Zuwachs von einem Prozent verbuchen, in den USA ist der Umsatz hingegen um 0,2 Prozent zurückgegangen. Gemessen an der Anzahl der Kunden legte die Deutsche Telekom, u.a. vertreten durch die Marken Orange Netherlands, T-Mobile und Congstar, um 9,5 Prozent zu, was zeigt, dass der Umsatz pro Kunde nach wie vor sinkt. Damit verzeichneten die Bonner zum 31. März 123,12 Millionen Kunden. In den USA stieg die Anzahl der Kunden um 13,5 Prozent, in Europa um 8,3 Prozent, wobei Deutschland stärker als der Gesamtmarkt um 12,3 Prozent zulegen konnte. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen ist um 5,5 Prozent auf 2,66 Mrd. Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis verbesserte sich auf 1,26 Mrd. Euro, ein Zuwachs von 18,2 Prozent.

Meldung gespeichert unter: Telekommunikationsnetzbetreiber (Carrier)

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