BREKO Breitbandmesse 2015: Die Branche blickt auf die zukunftssichere Glasfaser

Glasfaser

Donnerstag, 30. April 2015 15:47
BREKO

Hochmoderne und ultraschnelle Glasfasernetze sind die essenzielle und zukunftssichere Basis für den digitalen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft – das ist eine der zentralen Botschaften der BREKO Breitbandmesse 2015. Das vom BREKO in diesem Jahr zum vierten Mal organisierte Event, das die Komponenten Messe mit namhaften ITK-Unternehmen und Kongress mit hochkarätiger Besetzung und spannenden Podiumsdiskussionen clever kombiniert, ist mittlerweile zu einem der jährlichen Highlights der deutschen TK-Branche avanciert. Rund 600 Besucher hatten am Dienstag und Mittwoch dieser Woche den Weg in das moderne Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium in Darmstadt bei Frankfurt gefunden. Mehr als 80 Aussteller präsentierten hier auf einer (ausgebuchten!) Fläche von rund 18.000 Quadratmetern ihre Produkte und Lösungen rund um das Thema Breitbandausbau. Wichtige Unterstützung lieferten die Sponsoren Cisco Systems und M7 Deutschland.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung machte Prof. Dr. Jürgen Anders von der Hochschule Furtwangen deutlich, dass die Glasfaser die entscheidende Zukunftstechnologie darstellt. Der Ausbau mit Glasfasernetzen erscheine zwar zunächst als teu(r)er – bei der Betrachtung der Kosten müssten jedoch die Leistungsfähigkeit, die Lebensdauer und vor allem die Zukunftssicherheit der Technologie berücksichtigt werden. Anders sprach sich gegen eine Re-Monopolisierung der Infrastruktur zugunsten von Ex-Monopolisten aus. „Allein ein fairer Wettbewerb sichert Investitionen – und besitzt damit höchste Priorität“, unterstrich der Wissenschaftler.

Diese Ansicht teilt auch die Verbandsspitze des BREKO: Im „BREKO-Faktencheck“ zeigten BREKO-Präsident Norbert Westfal und BREKO-Vizepräsident Johannes Pruchnow unmissverständlich auf, warum der Antrag der Deutschen Telekom zum exklusiven Einsatz von VDSL2-Vectoring im Nahbereich rund um die bundesweit knapp 8.000 Hauptverteiler einen Irrweg darstellt – und Investitionen und Innovationen abwürgen würde. Westfal machte deutlich: „Eine Exklusivität zugunsten der Telekom ist in keinem Falle gerechtfertigt, da die Wettbewerber seit der Liberalisierung mehr als die Hälfte aller Investitionen stemmen und damit einen entscheidenden Beitrag für ein digitales Deutschland leisten.“ Der BREKO fordert die Deutsche Telekom daher auf, den von ihr gestellten Antrag zurückzuziehen, da er den Breitbandausbau in der Fläche kaum voranbringt.

Dass künftig deutlich mehr Anwendungen die Nachfrage nach (sehr) hohen Bandbreiten stimulieren werden, ist das Credo von Ex-Telekom-CEO René Obermann und seinem Kollegen Max Fowinkel, die für das Private-Equity-Unternehmen Warburg Pincus tätig sind. „Wir sind auf dem Weg zur Gigabit-Society. Hierfür müssen aber auch die notwendigen Netze ausgerollt werden“, erläuterte Fowinkel. René Obermann formulierte daraus die wichtige Message: „Sie müssen als Netzbetreiber in den nächsten Jahren kräftig investieren, um von den massiven Wachstumschancen zu profitieren.“ Er glaube an die stark steigende Nachfrage im Festnetz, die mit einem signifikanten Anstieg der Datenvolumina einhergehe.

Der zweite Tag der BREKO Breitbandmesse 2015 stand ganz unter dem Motto „Smart Countries“ und dem erfolgreichen Ausbau mit High-Speed-Netzen vor allem in ländlichen und unterversorgten Regionen. BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers stellte einmal mehr einen zentralen Erfolgsfaktor des regionalen Glasfaserausbaus heraus: „Kleiner Dienstweg – nicht ohne meinen Bürgermeister!“ Partnerschaftlichen Kooperationsmodellen zwischen Kommunen und Netzbetreibern gehöre die Zukunft, gab Albers der Moderation des Kongressprogramms, Andrea Weißenfels (EWE TEL), zu Protokoll. Daher haben sich die Carrier des BREKO auch klar als starke Partner von Städten und Kommunen positioniert.

Dass solche Kooperationsmodelle auch in der Praxis funktionieren, stellte Erich Pipa, Landrat des Main-Kinzig-Kreises und Präsident des hessischen Landkreistages, in einer engagierten Präsentation dar. Von der Machbarkeitsstudie bis zum Baubeginn seien nur acht Monate vergangen, heute stehe 94 Prozent der Haushalte des Landkreises eine Bandbreite von 50 MBit/s zur Verfügung. „Der Breitbandausbau geschieht nicht von allein. Wirtschaft und Politik müssen Hand in Hand gehen“, brachte es Pipa auf den Punkt.

Meldung gespeichert unter: Breitband

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