Apple auf der Überholspur - neue Märkte sollen für weiteres Wachstum sorgen

Smartphones & Tablets

Donnerstag, 24. Juli 2014 13:29
Apple

(IT-Times) - Die Erwartungen waren hoch, doch Apple hat erneut geliefert. Einmal mehr hat der iPhone-Hersteller die Gewinnerwartungen der Analysten deutlich übertreffen können. Unter hohen Umsätzen kletterten Apple-Aktien in New York auf ein neues Jahreshoch bei über 97 US-Dollar. Die Marke von 100 US-Dollar könnte bald fallen, denn Apple plant für das zweite Halbjahr ein wahres Produktfeuerwerk.

Neben iOS 8 und dem neuen Desktop-Betriebssystem OS X Yosemite wird Apple (Nasdaq: AAPL, WKN: 865985) aller Voraussicht nach zwei neue iPhone-Modelle (iPhone 6) und auch seine erste Smartwatch präsentieren. Vor allem die Markteinführung des neuen iPhone 6 wird mit Spannung erwartet, dürfte Apple erstmals zwei größere Modelle anbieten und damit den jüngsten Trend zu größeren Displays Rechnung tragen.

Citigroup rechnet mit 140 Mio. iPhone 6 Verkäufen
Analysten aus dem Hause Citigroup sind entsprechend optimistisch, dass die Markteinführung ein Riesenerfolg wird. Die Analysten verweisen auf die installierte Kundenbasis von etwa 300 Mio. iPhone-Nutzer. Die Citibanker gehen davon aus, dass knapp die Hälfte der iPhone-Nutzer auf das neue iPhone 6 aufrüsten wird. Die Analysten rechnen daher mit 140 Mio. verkauften iPhone 6 in den ersten 12 Monaten.

Der Grund für den Optimismus: Viele Mobilfunk-Carrier haben ihre Tarifverträge umgestellt. Inzwischen werden kaum mehr 2-Jahresverträge verlangt, vielmehr locken die Mobilfunknetzbetreiber mit Discount-Angeboten und günstigen Datentarifen - der intensive Wettbewerb macht`s möglich.

Auch die abermals gesunkenen iPad-Verkaufszahlen bereiten Apple-Chef Tim Cook kaum Kopfzerbrechen. Zwar sanken die Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent auf 13,2 Mio. Einheiten, dennoch gibt sich Cook zuversichtlich, dass sich dieser Trend bald schon wieder umkehren wird.

Apple nimmt den Firmenkunden-Markt ins Visier
Der Grund ist die jüngst geschlossene Kooperation mit dem US-Technologiegiganten IBM. Gemeinsam wollen die beiden Firmen mehr als 100 Mobile Apps für Firmenkunden und spezielle Industriebereiche entwickeln. Darüber hinaus wird IBM künftig auch iPhones und iPads verkaufen.

Bislang konnte Apple mehr als 225 Mio. iPads weltweit absetzen, vornehmlich an Konsumenten und Bildungseinrichtungen. Durch die Kooperation mit IBM soll der Apple-Tablet nunmehr auch in Unternehmen Einzug halten. Derzeit sind nur in den wenigsten Firmen Tablets zu finden.

Dies dürfte sich in den kommenden Jahren ändern, glauben die Marktforscher bei Forrester Research. Schon im Jahr 2017 dürften 18 Prozent der verkauften Tablets an Unternehmen gehen, nach 12 Prozent in 2012. Damit dürften in 2017 rund 68 Mio. Tablets im Jahr von Firmen gekauft werden - eine riesige Chance für Apple, einen weiteren Markt zu erschließen.

Kurzportrait

Apple leitete zu Beginn der 80er Jahre die Revolution bei Personalcomputern ein. Bereits in den 70er Jahren stellte das Unternehmen mit dem Apple II einen Vorläufer zum heutigen Personalcomputer vor. Ein Jahrzehnt später folgte mit dem Macintosh einer der ersten Desktop-Systeme auf den Markt.

Heute präsentiert sich das kalifornische Unternehmen als Anbieter von innovativen Desktop-Geräten und Unterhaltungselektronik, die durch durchdachtes Design und in Sachen Technik überzeugen. Apple bietet nicht nur Computer und Laptops an, sondern auch Musik-Player (iPod), Smartphones (iPhone), Tablet PCs (iPad) und Set-Top-Boxen (Apple TV). Mit dem Musik-Download-Service iTunes ist Apple auch gleichzeitig der weltgrößte Musik-Händler.

Neben verschiedenen Softwareanwendungen für den Mac, setzt das Unternehmen aber auch auf eine leistungsstarke Hardware und auf ein eigenes Betriebssystem (Mac OS X). Mit der Ankündigung, künftig auch Intel-Chips in seinen Systemen verbauen zu wollen, sorgte Apple im Jahr 2006 für Aufsehen in der Branche. Anfang 2008 stellte Apple mit dem MacBook Air den damals weltweit dünnsten Notebook-PC vor.

Anfang 2010 stellte Apple mit dem iPad einen neuartigen Tablet PC vor, im Frühjahr 2011 brachte Apple mit dem iPad 2 den Nachfolger seines ersten Erfolgsmodells auf den Markt. Im Herbst 2011 folgte das iPhone 4S mit dem Sprachassistenten Siri. In 2012 schickte Apple die 4te Generation des iPads und das iPhone 5 ins Rennen.

Im Dezember 2009 kaufte Apple den digitalen Musikservice Lala auf. Anfang 2012 bestätigte Apple die Übernahme der israelischen Anobit Technologies. Im Februar 2012 schluckte Apple die App-Engine Chomp. Im September 2013 stellte Apple mit dem iPhone 5s und dem iPhone 5c seine neue iPhone-Generation vor. Mitte 2014 verstärkte sich Apple mit der bislang größten Übernahme und kaufte den Kopfhörerhersteller Beats Electronics inklusive Beats Music für rund 3,0 Mrd. US-Dollar.

Markt und Wettbewerb

Im weltweiten Smartphone-Markt gilt Apple nach Samsung Electronics als die Nummer zwei im Markt. Auch im Tablet-Markt ist Apple mit iOS die Nummer zwei hinter Android. Zudem sieht sich Apple im Computermarkt einem intensiven Wettbewerb durch PC-Hersteller aus Asien ausgesetzt.

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