VATM stellt erstmals Gigabit-Zahlen vor: 15,2 Millionen gigabitfähige Anschlüsse in Deutschland

Breitband- und Glasfaserausbau in Deutschland

Mittwoch, 5. Juni 2019 13:35
VATM

Verband mahnt konsequentere Strategie der Bundesregierung an

Köln, 5. Juni 2019. 15,2 Millionen gigabitfähige Anschlüsse wird es Ende Juni in Deutschland geben. Das ist das Ergebnis der 1. Gigabit-Studie von VATM und Dialog Consult, die der Verband heute auf der Messe ANGA COM in Köln vorgestellt hat.

„Die Zahlen sind gut, die Wettbewerber bauen immer schneller. Aber ohne eine konsequentere Politik, den Einsatz neuer Technologien, Bürokratieabbau und Regulierung und ohne dass die Telekom endlich Glasfaser den Vorrang vor Kupfer einräumt, werden wir die Ziele der Bundesregierung nicht mehr erreichen können“, stellt VATM-Präsident Martin Witt mit aller Deutlichkeit fest.

„Wir haben mit 15 Millionen gigabittauglichen Anschlüssen – also Kabelanschlüssen und Glasfaser bis zum Haus/Endkunden – bei hohen Zuwachsraten auf Seiten der Wettbewerber ein sehr gutes Ergebnis erreicht“, sagt Witt. 94,7 Prozent der gigabitfähigen Anschlüsse stammen von den Wettbewerbern, so ein weiteres Ergebnis der Studie.

Allein 4 Millionen HFC-Anschlüsse wurden seit Ende 2018 mit DOCIS 3.1 auf Gigabitfähigkeit aufgerüstet. Die Zahl der FTTB/H-Anschlüsse ist in Deutschland um 10 Prozent auf rund 4,04 Millionen gestiegen. Davon haben die Wettbewerber 80 Prozent der FTTB/H-Anschlüsse (3,24 Millionen) in Deutschland gebaut.

„Mit dem smarten Mix der Gigabit-Technologien kommen wir gut voran. Das gigabitschnelle Kabelnetz konnte hier im letzten halben Jahr einen signifikanten Beitrag leisten. Nicht nur in Städten, sondern auch auf dem Land. Dort haben wir pro Einwohner im letzten halben Jahr sogar mehr Gigabit-Anschlüsse geschaffen als in Städten und Ballungsgebieten. Aber das ist kein Grund sich auszuruhen – erst recht nicht auf dem Land“, sagt Dr. Christoph Clément, VATM-Präsidiumsmitglied und Mitglied der Geschäftsleitung bei Vodafone Deutschland.

„Gerade auf dem Land besteht – was der Politik seit einem Jahrzehnt bekannt ist – der größte Handlungsbedarf“, unterstreicht VATM-Präsident Witt. In der Stadt standen Mitte 2018 83,2 Prozent der Haushalte Anschlüsse mit mehr als 100 Mbit/s Bandbreite zur Verfügung, in halbstädtischen Gebieten 53,6 Prozent und in ländlichen 19,4 Prozent (Quelle: TÜV Rheinland). „Die Politik muss die enormen Anstrengungen des Marktes flankieren, zum Beispiel durch die Abschaffung der Sonderrechte der Telekom für die Nutzung von Vectoring gegenüber  FTTB/H und die Senkung der aktuell noch höher regulierten Preise für die Vermietung der alten Kupferanschlüsse“, so Witt.

Meldung gespeichert unter: Deutsche Telekom, Breitband, Festnetz, Internetzugang (Internet Access, Internetanschluss, Internetverbindung), Glasfaser, Digitalisierung, Glasfaserkabel, FTTH, VATM, Marktdaten und Prognosen, Telekommunikation, Internet, Verbände

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