Zooplus will kräftig expandieren - Übernahmekandidat für Amazon.com?

Montag, 10. Januar 2011 13:24
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(IT-Times) - Nicht nur große Online-Händler wie Amazon.com haben sich über ein lukratives Weihnachtsgeschäft gefreut, auch kleinere Online-Spezialisten wie der Tierbedarfshändler Zooplus AG (WKN: 511170) berichten über ein gutes Weihnachtsgeschäft.

Der Grund: In nahezu jedem dritten Haushalt lebt inzwischen ein Haustier. Mittlerweile sind es in Deutschland rund 23 Millionen Haustiere, die ihr Leben mit dem Frauchen oder Herrchen teilen - Fische und Terrarientiere nicht mitgezählt. Katzen, Hunde und Kleintiere wie Meerschweinchen kommen nicht nur bei Kindern gut an, sondern auch bei immer mehr Erwachsenen. Viele Menschen würden bei Tieren das finden, was ihnen beim Menschen fehlt, glaubt Dr. Silke Wechsung, Leiterin des Forschungsprojekts "Mensch und Hund" von der Uni Bonn.

Online-Geschäft mit Tierbedarfsprodukten boomt
Tatsächlich ist das Geschäft mit der Tierliebe ein lukratives Business für einzelne Anbieter geworden. Nicht nur Europas größte Heimtierkette Fressnapf freut sich über Millionenumsätze, auch der Online-Händler Zooplus dürfte auch in 2011 seinen Umsatz nochmals zweistellig steigern können, schätzen Analysten.

Tierhalter beschenken inzwischen ihre Lieblinge sogar zu Weihnachten. Geschenke zwischen 10 und 20 Euro für den Hund oder die Katze sind inzwischen keine Seltenheit mehr, weiß Fressnapf-Gründer Torsten Toeller. Die Renner seien insbesondere Hundebetten, Plüschspielzeug, aber auch Festtagsgerichte für den tierischen Freund, so Toeller.

Auch beim Online-Händler Zooplus.de gibt es nahezu alles, was das Herz des Tierliebhabers begehrt. Inzwischen führt das Unternehmen mehr als 8.000 Produkte auf seinen Seiten. Das Geschäft in Deutschland ist so erfolgreich, dass sich Zooplus in den vergangenen Jahren auch ins Ausland vorgewagt hat.

Zooplus holt sich neun Mio. Euro für Auslandsexpansion
Um seine Expansion weiter voranzutreiben, hat sich das Unternehmen durch die Ausgabe weiterer Aktien neun Mio. Euro gesichert. Mit diesem Schachzug soll die europaweite Online-Marktführerschaft im Markt für Heimtierbedarf gesichert werden. Die Auslandsaktivitäten dürften schon im vergangenen Jahr einen Umsatzbeitrag von 75 Mio. Euro beigesteuert haben, glauben zumindest die Analysten bei Numis Securities.

Zooplus besetzt mit seinen Produkten einen interessanten Nischenmarkt, der auch für größere Online-Händler wie Amazon.com interessant sein könnte. Auch wenn Zooplus derzeit noch mehrheitlich im Privatbesitz ist, scheint eine spätere Übernahme durch den weltgrößten Online-Händler nicht ganz ausgeschlossen, vorausgesetzt der Preis stimmt.

Kurzportrait

Die im Jahre 1999 gegründete und in München ansässige Zooplus AG ist einer der führenden Internet-Versandhändler für den Haustierbedarf. Zooplus beitreibt auf seiner Webseite Zooplus.de nicht nur einen Online-Shop, sondern bietet auch einen entsprechenden Informationsservices rund um das Haustier. Gleichzeitig wird auch eine Online-Community betrieben, über die sich Tierliebhaber mit anderen Nutzern austauschen können.

Zooplus bietet auf seiner Webseite nicht nur Hunde- und Katzenfutter, sondern auch Nahrungsmittel für vielerlei Tiere wie Hasen, Vögel, Fische und Pferde an. Insgesamt stehen im Online-Shop mittlerweile mehr als 8.000 verschiedene Produkte zur Auswahl.

Zooplus ist nicht nur in Deutschland aktiv, sondern auch in Frankreich, den Niederlanden, Polen, Italien, Österreich, Irland, Belgien, Spanien, Finnland, Tschechien, der Slowakei und in England mit einem eigenen Webangebot vertreten.

Um seinen Vertrieb zu unterstützen bietet Zooplus verschiedene Vorteilsprogramme wie zum Beispiel für Sammelbesteller und Freundschaftswerbung an. Auch ein Partnerprogramm für Webseitenbetreiber hat das Unternehmen inzwischen ins Leben gerufen.

Zooplus wirbt vor allem mit einer schnellen Auslieferung seiner Produkte (Versand binnen 24 Stunden) sowie geringen Versandkosten (ab einem Bestellwert von 19 Euro ist der Versand kostenlos).

Zu den Anteilseignern des mehrheitlich nach wie vor im Privatbesitz befindlichen Unternehmens zählen unter anderem die Burda Beteiligungsholding Digital Ventures und die britische Finanzierungsgesellschaft zouk ventures.

Meldung gespeichert unter: E-Commerce

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