Tesla Motors bleibt auf der Überholspur - Produktion soll sich verdreifachen

Elektromobilität

Dienstag, 5. August 2014 13:16
Tesla Motors Unternehmenslogo

(IT-Times) - Tesla Motors hat auch im jüngsten Quartal überzeugende Zahlen vorgelegt. Der kalifornische Elektrofahrzeughersteller sieht sich auf einem guten Weg, die Zahl der Verkäufe auf 500.000 Fahrzeuge in vier Jahren steigern zu können. In diesem Jahr dürften mehr als 35.000 Teslas produziert werden, in 2015 sollen es bereits 100.000 Einheiten sein.

Bei Tesla Motors setzt man vor allem auf sinkende Preise und neue Modelle. Infolge der geplanten Batteriefabrik, die gemeinsam mit Panasonic realisiert wird, sollen die Preise für Lithium-Ionen-Akkus um 30 Prozent sinken. Tesla Motors (Nasdaq: TSLA, WKN: A1CX3T) rechnet damit, dass die Kosten im Zusammenhang mit Akku-Packs in den nächsten zehn Jahren auf unter 100 US-Dollar pro Kilowattstunde (kWh) fallen werden.

1 Mio. Quadratmeter Produktionsfläche - Batterie-Kosten sollen sinken
Helfen soll dabei nicht zuletzt die geplante Gigafabrik, die sich auf knapp 930.000 Quadratmeter erstrecken soll. Zum Vergleich: Die weltgrößte Flugzeugfabrik von Boeing erstreckt sich auf rund 400.000 Quadratmeter.

Die Anlage soll auch günstige Batterie-Packs für Teslas Model 3 liefern, ein Elektrofahrzeug, das für rund 35.000 US-Dollar in 2017 auf den Markt kommen soll. Die Gigafabrik soll in 2017 in Betrieb gehen und bis 2020 rund 6.500 Jobs schaffen. Kein Wunder, dass sich viele US-Bundesstaaten, um den Zuschlag für den Bau der neuen Fabrik bemühen.

Doch die Gigafabrik ist teuer und dürfte bis zu 5,0 Mrd. US-Dollar kosten. 2,0 Mrd. Dollar will Tesla Motors bereitstellen, noch steht nicht fest, welche Summe der Partner und Batterie-Hersteller Panasonic investieren wird. Um die Risiken zu minimieren, soll der Standort in einer Art Bieterverfahren vergeben werden.

Tesla-Chef Elon Musk stellt klar, welcher Bundesstaat auch immer den Zuschlag für die Gigafabrik erhalten will, muss zehn Prozent der gesamten Kosten - sprich 500 Mio. Dollar - auf den Tisch legen. Der US-Bundesstaat Nevada scheint offenbar bereit dazu und gilt als Favorit für den Zuschlag.

Elektrofahrzeuge auf den Weg zum Massenmarkt
Kann Tesla Motors seine Gigafabrik tatsächlich zu den anvisierten Kosten realisieren, wäre dies ein großer Wettbewerbsvorteil. Der teuerste Teil eines Elektrofahrzeugs sind die Akkus.

Gelingt es Tesla die Kosten für die Batterie-Packs von aktuell 300 auf unter 200 US-Dollar je kWh zu drücken, wären Elektrofahrzeuge bereits mit konventionellen Autos ohne Subventionen konkurrenzfähig. Dies wäre ein gewaltiger Schritt in Richtung Massenmarkt und damit eine Chance für Tesla, der Konkurrenz davon zu fahren.

Kurzportrait

Tesla Motors wurde im Jahre 2003 gegründet und hat seinen Hauptsitz im kalifornischen Palo Alto. Zum Gründerteam von Tesla gehören der visionäre Firmenchef Elon Musk, sowie Cheftechnologe Jeffry B. Straubel.

Tesla Motors entwirft, plant und baut seine Elektrofahrzeuge in Eigenregie. Große Aufmerksamkeit erregte das Unternehmen mit seinem ersten vollelektrischen Sportwagen Tesla Roadster. Inzwischen hat das Unternehmen mit dem Model S ein zweites Luxus-Modell an den Start gebracht, das auch Familien mit Kindern ansprechen soll. Die Elektrofahrzeuge entstehen in der Tesla-Fabrik, wobei Tesla auch die Komponenten (Batterien) und den Antriebsstrang für seine Fahrzeuge selbst entwirft.

Um seine Fahrzeuge zu vermarkten, betreiben die Kalifornier ein eigenes Vertriebs- und Servicenetz. Gegen den Widerstand der Autohändler will Tesla Motors seine Fahrzeuge direkt in seinen Tesla Stores an die Kunden verkaufen. Durch die Errichtung eines Supercharger (Ladestationen) sollen Tesla-Kunden landesweit kostenlosen Zugriff auf Ladestationen haben.

Kooperationen bestehen unter anderem mit dem deutschen Autohersteler Daimler. Der Stuttgarter Autokonzern hält rund vier Prozent an Tesla Motors. Zudem kooperiert Tesla Motors mit dem japanischen Autohersteller Toyota im Bereich Entwicklung von Elektrofahrzeugen und Komponenten.

Eine weitere Kooperation besteht mit dem japanischen Elektronikgiganten Panasonic. Gemeinsam mit Panasonic will Tesla Motors eine Batterie-Fabrik bauen, die in 2017 in Betrieb gehen soll. Damit soll die weltweite Produktion von Lithium-Ionen-Batterien verdoppelt werden.

Markt und Wettbewerb

Meldung gespeichert unter: Tesla Motors

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