Solon - neue Aufträge machen Hoffnung auf mehr

Freitag, 15. Oktober 2010 13:43
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(IT-Times) - Die Aktien des Berliner Solarspezialisten Solon SE (WKN: 747119) zogen zuletzt wieder kräftig an, nachdem das Unternehmen in den vergangenen Monaten gleich mehrere Aufträge vermelden konnte.

Systemgeschäft zeigt erste Erholungstendenzen
So erhielt Solon den größten Auftrag in der Firmengeschichte, nachdem die Berliner ein 18-Megawatt Kraftwerk in Arizona errichten werden. Das Konzept sieht die Installation von 75.000 Solarmodulen auf 108 einachsigen Nachführsystemen vor, wobei die Anlage nach Fertigstellung von der Arizona Public Service (APS) betrieben werden soll.

Auch in Italien erhielt Solon jüngst einen Großauftrag über eine Gesamtleistung von 12,5 Megawatt, wodurch Solon die bislang größte Aufdachanlage in Italien realisieren wird. Damit scheint sich das Systemgeschäft bei Solon wieder zu erholen, nachdem dieses Geschäft im vergangenen Jahr fast vollständig zum Erliegen kam.

Bei Investoren und Anlegern keimt wieder Hoffnung auf, dass Solon doch noch die Wende schafft und nachhaltig schwarze Zahlen schreiben wird. Dies dürfte dem Unternehmen auch im vierten Quartal 2010 und möglicherweise auch im ersten Halbjahr 2011 gelingen, da derzeit die Solarindustrie einen regelrechten Nachfrageboom erlebt.

Solarförderung in sinkt zum 1.1.2011 um weitere 13 Prozent
Der Grund: Viele Investoren und Projektbetreiber wollen sich noch höhere Einspeisevergütungen sichern, denn zum 1.1.2011 senkt der Gesetzgeber in Deutschland nochmals die Solarstromförderung um weitere 13 Prozent. Marktbeobachter erwarten anschließend eine Abkühlung der Nachfrage.

Nachdem chinesische Solarmodulehersteller ihre Kapazitäten zuletzt massiv erweitert haben, könnte es schon Anfang 2011 bzw. Mitte 2011 zu Angebotsüberhängen kommen, wodurch die Preise für Solarmodule erneut ins Rutschen kommen könnten, glauben Marktbeobachter. Allein in den letzten 12 Monaten sanken die Preise für schlüsselfertige Solarstromanlagen trotz der hohen Nachfrage im Schnitt um 13 Prozent, wie Branchenverband BSW-Solar ermittelt hat.

Zwar sind die jüngsten Ertragszahlen vielversprechend, um die langfristige Verschuldung in Höhe von über 500 Mio. Euro abzubauen, benötigt Solon aber nicht nur mehr Zeit und einen anhaltenden Nachfrageboom, sondern vor allem einen schlagkräftigen Partner im Rücken…

Kurzportrait

Die im Jahre 1997 gegründete und in Berlin ansässige Solon SE gilt als einer der führenden Solartechnikanbieter in Deutschland. Das Unternehmen war mit seinem Börsengang im Jahre 1998 das erste an der Börse notierte Solarunternehmen.

Heute bietet das Unternehmen nicht nur Solarmodule und Wechselrichter an, sondern ist auch beim Bau von Solarkraftwerken engagiert. Solon ist mit entsprechenden Tochterfirmen in Deutschland, Österreich (Solon Hilber Technologie GmbH, Solon Mover), Italien (Solon S.p.A.), in den USA (Solon Corporation) und in der Schweiz (Solon Inverters AG) präsent. Gleichzeitig ist Solon an der französischen Silicium de Provence (SilPro) beteiligt. Die Produktion von Solarmodulen wird über die beiden Tochterfirmen Solon PV GmbH in Berlin und der Solon Nord GmbH abgewickelt. Die Projektierung von Solargroßkraftwerken erfolgt über die Tochter Solon Solar Investments GmbH.

Die Solon-Tochter HTC GmbH hat sich auf die Realisierung von Solarkraftwerken spezialisiert. Dazu zählen auch die Konzeption und die Entwicklung von solaren Großkraftwerken, wo das Unternehmen durch Solon Solar Investments vertreten ist. Im Bereich der Systemtechnologie ist das Unternehmen über die Schweizer Tochter asp AG am Markt präsent, die auch Wechselrichter herstellt.

Zuletzt expandierte Solon verstärkt im Ausland, wobei im Jahr 2007 19 Prozent an dem australischen Unternehmen CBD Energy Ltd erworben wurden. Nachdem sich Solon an der österreichischen Blue Chip Energy beteiligt hatte, erhöhte der deutsche Solarspezialist Ende 2007 seine Beteiligung an der Blue Chip Energy von 19 auf 47 Prozent. Ende Dezember 2008 übernahm Solon die italienische Estelux s.r.l. Nachdem sich Solon Mitte 2010 aus Österreich zurückzog, gründete das Unternehmen eine Tochter in Frankreich.

Zuletzt beschäftigte die Solon AG mehr als 900 Mitarbeiter und kann dabei auf eine Jahresproduktionskapazität von über 400 MWp verweisen und gilt damit als einer der größten Hersteller von Solarmodulen in Deutschland.

Zahlen

Meldung gespeichert unter: Solon

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