SanDisk profitiert vom SSD-Trend und steigenden Speicherpreisen

Speicherpreise steigen - SSD-Laufwerke gefragt

Mittwoch, 20. März 2013 13:59
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(IT-Times) - Das Jahr 2013 könnte ein gutes Jahr für den Flash-Speicherhersteller SanDisk werden. SanDisk-Aktien notieren nahe dem Rekordhoch bei 55 US-Dollar. Das SanDisk-Management rechnet damit, dass die Umsatzerlöse in 2013 um rund zehn Prozent auf 5,6 Mrd. US-Dollar zulegen werden.

SanDisk dürfte dabei vor allem von der stetig steigenden Nachfrage nach sogenannten Solid State Drives (SSDs) und Flashspeichern profitieren. Während traditionelle PC-Hersteller zunehmend auf SSD-Laufwerke setzen, werden in Smartphones und Tablets immer mehr Flashspeicherprodukte verbaut.

SanDisk verdoppelt SSD-Umsatz
Der Trend zu Flashspeicher-Laufwerken hat dazu geführt, dass SanDisk (Nasdaq: SNDK, WKN: 897826) seinen SSD-Umsatz in 2012 bereits auf 458 Mio. US-Dollar verdoppeln konnte. Das SSD-Segment zeichnete in 2012 für zehn Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich. Im SanDisk-Management geht man davon aus, dass das SSD-Geschäft in 2014 bereits 25 Prozent zum Gesamtumsatz beitragen wird.

SanDisk hat dabei gute Chancen, seine Marktanteile zu steigern. Das Unternehmen unterhält Abkommen im Bezug auf die Lieferung von SSD-Laufwerken mit zehn führenden OEM-Herstellern. Der Marktanteil von SanDisk könnte damit von 4,0 Prozent in 2012 auf 10 Prozent bis Ende 2014 steigen, glauben Marktbeobachter.

Im Hause IHS iSuppli verweist man darauf, dass bereits zehn Prozent der PCs mit Flashspeicher-Laufwerken ausgeliefert wurden, in 2013 dürfte dieser Anteil auf 20 Prozent steigen. Flashspeicher-Produkte dürften in 2016 bei rund vier Milliarden Geräte integriert sein, wobei diese Anzahl anschließend um eine Milliarde jährlich zulegen dürfte.

Speicherpreise klettern auf breiter Front
Daneben sorgten zuletzt steigende Preise für positive Stimmung in der Industrie. Nachdem Hersteller wie SanDisk und Toshiba im Vorjahr die NAND-Produktion um bis zu 30 Prozent zurückgefahren haben, erholen sich nunmehr die Preise.

Allein auf dem Spot-Markt kletterten die Preise für NAND-Flashspeicher in der Vorwoche um 15 Prozent, weiß RBC Capital Markets Experte Doug Freedman. Damit scheinen die Preise für NAND-Flashspeicher zu den DRAM-Preisen aufzuschließen. Die DRAM-Preise zogen in der Vorwoche ebenfalls um acht Prozent an. Insgesamt kletterten die DRAM-Preise im jüngsten Quartal um stolze 40 Prozent.

Kurzportrait

Die im Jahre 1988 gegründete im kalifornischen Sunnyvale ansässige SanDisk gilt als einer der weltgrößten Hersteller von Flashspeichern, welche in einer Reihe von Elektronikprodukten wie in Digitalkameras, Notebooks und Multimedia-Handys zum Einsatz kommen.

Das SanDisk-Produktprogramm umfasst dabei nicht nur CompactFlash-Karten, sondern auch auch SD-Karten und USB-Speichersticks. Die Flash-Drive Produktlinie umfasst daneben Multimedia-Karten, Flash-Chipsets, sowie TriFlash und SSD-Laufwerke für Notebook und Netbooks. Die von SanDisk entwickelten portablen Speicher sind zu nahezu allen Computersystemen und Industriestandards kompatibel. Das Unternehmen verkauft seine Produkte überwiegend direkt an OEM-Hersteller wie Eastman Kodak, Ericsson, Matsushita und Siemens, aber auch an Händler, wie Best Buy und Office Depot. SanDisk hält rund 250 Patente im Zusammenhang mit der Flash-Speichertechnik und lizenziert seine Technologie an Kunden wie Intel, Sharp, Sony oder Toshiba. Mit Toshiba besteht zudem ein Kooperationsabkommen im Hinblick auf die Entwicklung von 3D-Speichern.

SanDisk bietet aber nicht nur Speicherkomponenten an, sondern auch Produkte im Bereich der Unterhaltungselektronik. So ist der Speicherspezialist mit einem eigenen Flashspeicher-basierten MP3-Musikplayer (Sansa) im Markt vertreten und hat mit dem SanDisk Photo Album ein Gerät auf den Markt gebracht, das digitale Fotos speichern und auf dem Fernseher wiedergeben kann, ohne das hierfür ein PC benötigt wird. Anfang 2006 schloss SanDisk die Übernahme des 3D-Chipentwicklers Matrix Semiconductor ab. Ende 2006 wurde dann die israelische Msystems Ltd. übernommen und in das Unternehmen integriert. Mitte 2008 schloss SanDisk die Übernahme von MusicGremlin ab. Im Mai 2011 übernahm SanDisk den Speicherspezialisten Pliant Technology - das Unternehmen ging in SanDisks Enterprise Storage Solutions Geschäft auf. In 2012 verstärkte sich SanDisk durch die Übernahme des Caching-Softwareanbieters FlashSoft, zudem wurde Schooner Information Technology aufgekauft.

Mit dem japanischen Partner Toshiba betreibt SanDisk das Joint Venture FlashVision, um die Flash-Speichertechnik weiter zu entwickeln. Gleichzeitig betreibt SanDisk zwei hochmoderne Chipfabriken in Japan. Darüber hinaus ist SanDisk mit einer Minderheitsbeteiligung an seinem Lieferanten, dem israelischen Halbleiterspezialisten Tower Semiconductor, beteiligt.

Zahlen

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