nVidia: Datenzentren und Cloud-Gaming sollen Umsätze in neue Höhen treiben

Tesla und nVidia GRID sollen für steigende Kurse sorgen

Donnerstag, 15. Mai 2014 13:24
Nvidia Unternehmenslogo

(IT-Times) - Der US-Grafikchiphersteller nVidia ist gut in das neue Jahr gestartet. Trotz des eher schwachen PC-Geschäfts greifen PC-Gamer nach wie vor zu high-end Gaming-Computern, in denen GeForce-Chips von nVidia verbaut sind. Ein ähnlicher Trend ist bei den Notebooks zu beobachten.

Daher zog das Grafikprozessor-Geschäft im vergangenen Fiskaljahr 2014 um 14 Prozent auf 898 Mio. Dollar an, während das high-end GeForce Geschäft (Desktops und Notebooks) um 57 Prozent zulegte. Für Anleger stellt sich nun die Frage, ob der Aufwärtstrend der nVidia-Aktie weitergeht, nachdem die Papiere seit Jahresbeginn um mehr als 15 Prozent zulegten.

nVidia sieht große Zukunft im Datacenter-Markt
Große Wachstumschancen macht nVidia CEO Jen-Hsun Huang im Bereich Datacenter aus. Die niVidia-Strategie in diesem Bereich umfasst zwei Komponenten: Der High-Performance-Chip Tesla, der für 10mal höhere parallele Rechenleistung entwickelt wurde, sowie die Beschleunigungsplattform GRID für virtualisierte Grafiken.

Tesla soll insbesondere technische und wissenschaftliche Forschungsanwendungen beschleunigen und kommt vermehrt in Datenzentren und Supercomputern zum Einsatz. Im Dezember konnte nVidia hier einen Erfolg melden, denn IBM wird Tesla-Beschleuniger in seine Supercomputer der nächsten Generation verbauen. Für nVidia (Nasdaq: NVDA, WKN: 918422) ein großer Erfolg, denn IBM dominiert den kommerziellen Supercomputer-Markt mit einem geschätzten Marktanteil von 32 Prozent (Quelle: IDC).

Zukunftsmarkt Cloud-Gaming
nVidia GRID wird derzeit von 600 Firmen weltweit evaluiert, ein Zuwachs von 35 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Zudem hat der Virtualisierungsgigant VMware jüngst seine Unterstützung für GRID angekündigt.

Mit nVidia GRID wird Cloud-Gaming zur Realität. Wurden bisher vor allem Videos und Filme von Netflix und YouTube auf den Desktop oder Tablet gestreamt, soll dies dank nVidia GRID auch bald bei 3D-Spielen möglich sein. Bei Sega schätzt man, dass der Cloud-Gaming-Markt von 85 Mio. US-Dollar in 2012 auf 460 Mio. US-Dollar in 2015 klettern wird. Ein optimales Umfeld also für nVidia, um die Umsatzmarke von 5,0 Mrd. US-Dollar in ein bis zwei Jahren ins Visier zu nehmen.

Kurzportrait

Die im kalifornischen Santa Clara ansässige nVidia gilt neben AMD/ATI als der weltweit führende Anbieter von Grafikchips. Das Unternehmen befasst sich seit seiner Gründung mit der Entwicklung und Fertigung von 2D- und 3D-Grafikchips, welche auf verschiedenen Plattformen zum Einsatz kommen. Neben PCs, finden die Chipsätze ebenso in Spielekonsolen, Workstations, Tablets als auch in Macintosh-Computern, sowie in Notebooks/Netbooks und Smartphones Verwendung.

Insgesamt operiert nVidia heute aus vier Kerngeschäftsbereichen heraus: Das GPU-Geschäft, sowie das Professional Solutions Business (PSB), das Media- und Communications Processor (MCP) Geschäft und das Consumer Products Business (CPB). Das Geschäft mit Grafikprozessoren besteht mehrheitlich aus vier großen Produktfamilien: der GeForce-Reihe, GeForce Go, der nVidia Quadro Reihe, der Tesla-Reihe inklusive der Cloud-Lösung GRID. Mit seiner neuen Tesla-Produktreihe ist nVidia nunmehr auch im Markt für Supercomputer-Grafikchips vertreten. Mit neuen Tegra-basierten System-on-Chip Lösungen (Tegra 3 und Tegra 4) adressiert nVidia den Smartphone- und Tablet PC Markt an. Mit der Ion 2-Produktreihe geht nVidia den Netbook-Markt an.

Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen mit allen wichtigen Computerherstellern weltweit zusammen. Zu den Kunden und Lizenzpartnern zählen dabei Dell, Gateway, Hewlett Packard, Sony, Toshiba, aber auch Apple und Fujitsu Siemens. Durch Kooperationen mit Systemhäusern versucht nVidia seinen Absatz weiter zu steigern und so Marktanteile zu sichern. In diesem Bereich kooperiert der Konzern unter anderem mit AOpen, Asus und Aztech. Nach dem sich nVidia im Bereich mobile Grafiklösungen durch die Übernahme von MediaQ verstärkte, kaufte das Unternehmen Ende 2005 den taiwanschen Chipspezialisten ULi Electronics. Im Herbst 2006 folgte schließlich die Übernahme des Chipentwicklers PortalPlayer. Ende 2007 übernahm nVidia die Berliner mental images. Anfang 2008 verstärkte sich nVidia durch den Kauf des PhysX-Entwicklers AGEIA Technologies sowie durch den Kauf von RaScale (Ray-Tracing). Mitte 2011 übernahm nVidia den Baseband- und RF Technikspezialisten Icera. Mit dem Project Maximus will nVidia Mehrkern-Grafikchips massentauglich machen. Mitte 2013 übernahm nVidia den Parallel Computing Softwarespezialisten Portland Group Inc.

Zahlen

Für das vergangene erste Fiskalquartal 2015 meldet nVidia einen Umsatz von 1,1 Mrd. US-Dollar, der damit um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegte. Damit übertraf man laut Meldung vom Freitag die eigene Prognose von 1,05 Mrd. Dollar leicht. Die Bruttomarge (GAAP) verbesserte sich dabei von 54,3 auf nunmehr 54,8 Prozent, während sich die operativen Aufwendungen um vier Prozent auf 452,8 Mio. Dollar erhöhten. Binnen Jahresfrist schnellte das Nettoergebnis (GAAP) um 75 Prozent in die Höhe und erreichte einen Wert von 136,5 Mio. Dollar. Entsprechend verbesserte sich das Ergebnis je Aktie von 0,13 auf 0,24 Dollar sprunghaft. Damit übertraf nVidia die Markterwartungen der Analysten, die im Vorfeld mit einem Profit von 17 US-Cent je Aktie gerechnet hatten.

Meldung gespeichert unter: Nvidia

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