Nokia - Vom Innovator zum Me-too-Unternehmen

Freitag, 1. April 2011 16:31
Nokia

MÜNSTER (IT-Times) - Die Geschichte von Nokia ist lang und ragt bis ins Jahr 1865 zurück. Anfangs war man in der Holzverarbeitung und Papierherstellung tätig, mit der Gründung der Finnish Rubber Works Ltd. im Jahr 1898 erweiterte Nokia den Geschäftsbereich auf technologische Komponenten wie Gummi und verwandte Chemikalien. Erst 1960 schuf man dann die Grundlagen, ein Technologiekonzern zu werden. Die Nokia-Erfolgsgeschichte als Telekommunikationskonzern begann mit den 1990er Jahren. Seinerzeit konzentrierte man sich auf das Kerngeschäft Telekommunikation und begann mit dem Verkauf von Unternehmensteilen aus den Bereichen IT und Industrie.

Und Nokia kann mit Fug und Recht zu den Pionieren der mobilen Kommunikation gerechnet werden: Im Jahre 1993 wurde die erste GSM-Textmitteilung verschickt. Mit dem Nokia 9000 Communicator präsentierte Nokia im Jahr 1996 das erste integrierte mobile Kommunikationsgerät als Vorläufer der Smartphones. Zusammen mit Psion, Motorola, Samsung, Siemens, Sony Ericsson, Ericsson und Panasonic gründete Nokia 1998 das Joint Venture Symbian Limited, um ein Open-Source Betriebssystem für Mobilfunkgeräte zu entwickeln. Nokia sollte das einzige Unternehmen sein, das den Absprung von Symbian nie schaffen sollte, bzw. erst, als es viel zu spät war. Zunächst präsentierte Nokia in 2001 aber mit Nokia Artuse eine Multimedia Messaging Service - Plattform für das Versenden von Multimedia-Daten.

Nokia gab im Februar 2004 bekannt, für 205,36 Mio. Euro vom britischen PDA-Hersteller Psion rund ein Drittel der Anteile (31 Prozent) an Symbian und damit die Mehrheit oder insgesamt 63 Prozent am Mobilfunk-Betriebssystem Entwickler zu übernehmen. Die restlichen Anteile hielten Ericsson (17,5 Prozent), Sony Ericsson (1,5 Prozent), Panasonic (7,9 Prozent), Samsung (5 Prozent) sowie Siemens (4,8 Prozent). Folgenschwer mag die Entscheidung im Jahr 2008 gewesen zu sein, das Mobiltelefon-Betriebssystem Symbian OS zusammen mit mehreren großen Partnern zu einer offenen Plattform ausbauen zu wollen. Alle bisherigen Partner überließen Nokia ihre Anteile, als letztes verließ Samsung das sinkende Schiff. Nur ein Jahr später galt Symbian bereits als veraltet und Nokia kündigte an, künftig mehr auf das offene Betriebssystem Maemo zu setzen. Man kann diesen Zeitpunkt als Wendepunkt der Nokia-Geschichte interpretieren.

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