MEMC Electronic Materials verliert 1,48 Mrd. Dollar - Produktions- und Stellenkürzungen

Donnerstag, 16. Februar 2012 11:00

ST. PETERS (IT-Times) - Amerikas zweitgrößter Polysilizium- und Solar-Waferhersteller MEMC Electronic Materials hat im vergangenen vierten Quartal 2011 mehr Geld verloren, als das Unternehmen an der Börse wert ist.

Hintergrund ist der Preisverfall beim Rohstoff Polysilizium, der zur Produktion von Solarzellen bzw. Modulen benötigt wird. Der Polysilizium-Preis war im Vorjahr um 65 Prozent auf 26,52 US-Dollar pro Kilogramm gefallen, nachdem chinesische Anbieter ihren Produktionsausstoß trotz einer schwächeren Nachfrage nach Solarprodukte erhöht hatten. Inzwischen haben sich zwar die Preise leicht auf 28,80 Dollar pro Kilo erholt, Entspannung an der Preisfront ist aber noch nicht in Sicht.

Für das vergangene Dezemberquartal meldet MEMC (NYSE: WFR, WKN: 896182) einen Umsatz von 717,8 Mio. Dollar, ein Rückgang von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei fuhr das Unternehmen einen Nettoverlust von 1,48 Mrd. Dollar oder 6,44 Dollar je Aktie ein, nachdem MEMC im Vorjahr noch einen leichten Gewinn von 12,6 Mio. Dollar oder fünf US-Cent je Aktie ausweisen konnte.

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