Obama setzt auf den Klimawandel - warum SunEdison, Canadian Solar, Yingli Green und JinkoSolar leiden

Ölpreisverfall setzt Solarbranche unter Druck

Dienstag, 4. August 2015 13:34
SunEdison

(IT-Times) - US-Präsident Barack Obama hat zu Wochenbeginn ein ehrgeiziges Umweltprogramm vorgestellt. Dadurch will Amerika den weltweiten Klimawandel bekämpfen und dadurch den Schadstoff-Ausstoß von Fabriken und anderen Anlagen minimieren.

Der Plan der US-Regierung sieht vor, dass die Schadstoff-Emissionen in Amerika bis 2030 um 32 Prozent sinken sollen. Bislang war eine Reduzierung dieser schädlichen Gase um 30 Prozent anvisiert.

Die ehrgeizigen Umweltziele der Obama-Administration dürften insbesondere der US-Solarindustrie helfen, glauben Analysten. Doch die Aktien der führenden Solarkonzerne wie First Solar, SunEdison, Canadian Solar, Yingli Green, Trina Solar und JinkoSolar verloren zwischen drei und sechs Prozent.

Viele Beobachter verstehen diese Entwicklung nicht, gelten Solarfirmen eigentlich als die Hauptprofiteure dieser Umweltoffensive. Doch Analysten und Marktbeobachter verweisen aktuell gleich auf mehrere Entwicklungen, welche die Solarbranche derzeit belasten.

Chinas Wirtschaft wächst langsamer
Zwar hat sich China im laufenden Jahr ehrgeizige Ziele gesetzt und will laut der National Energy Administration (NEA) PV-Systeme mit einer Leistung von 17,6 Gigawatt (GW) in 2015 installieren, doch diese Ziele könnten wie schon im Vorjahr nur Lippenbekenntnisse sein. Schon in 2014 hatte China die ehrgeizigen Installationsziele im Bezug auf PV-Anlagen verfehlt.

Zudem deuten neueste Industriedaten daraufhin, dass sich die chinesische Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2015 weiter abkühlen könnte. Das Wachstumsziel von 7,0 Prozent im Jahr 2015 könnte damit verfehlt werden. Eine Abkühlung der chinesischen Wirtschaft ist für die Solarindustrie und einzelne Player wie Yingli Green (WKN: A0MR90), JinkoSolar (WKN: A0Q87R) und Trina Solar (WKN: A0LF3P) ein Problem, denn China ist der größte Käufer von Solartechnik.

Einbrechender Ölpreis bremst die Solarbranche
Viele chinesische Solarkonzerne haben zwar inzwischen neue Wachstumsmärkte im Ausland wie zum Beispiel in den USA und Japan erschlossen, doch auch hier müssen sich die Solarkonzerne dem natürlichen Ressourcen-Wettbewerber, nämlich dem Öl stellen.

Meldung gespeichert unter: Solarmodule

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