Medienkartell aufgedeckt: Amazon.com profitiert

E-Commerce

Donnerstag, 12. April 2012 17:29
Amazon Unternehmenslogo

MÜNCHEN (IT-Times) - Die Entscheidung der US-amerikanischen Regierung die kartellrechtlichen Vorwürfe gegen Apple und vier große Verlagshäuser in den USA voranzutreiben, hat den Online-Händler Amazon.com in eine vorteilhafte Position gebracht. Der größte Buchhändler der USA kann nun entscheiden, was ein E-Book kosten soll und damit die komplette Verlagswelt umkrempeln.

Die US-Kartellbehörden werfen Apple Absprachen mit den großen Playern der US-Buchbranche vor und reichten am Mittwoch dieser Woche Klage ein. Drei der fünf angeklagten Verlage stimmen bereits einem Vergleich zu und verpflichteten sich dazu, die Preise freizugeben. Bisher beeinträchtigen die Preisabsprachen den Buchhandel von Amazon.com. In den USA gibt es im Gegensatz zu Deutschland keine Buchpreisbindung. Auch die EU-Kommission ermittelt gegen dieselben Verlage und Apple wegen kartellrechtlicher Bedenken. Amazon.com kontrolliert derzeit 60 Prozent des Buchmarktes in den USA und verkauft teilweise E-Books mit Verlust, um den Marktanteil seines E-Book-Readers Kindle zu vergrößern. Nun beginnt Amazon jedoch, die Preise so anzupassen, dass das Ergebnis steigt. Die Klage gegen das Medienkartell kann der weltgrößte Online-Händler Amazon.com Inc. (Nasdaq: AMZN, WKN: 906866) daher nun zu seinem Vorteil nutzen.

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