Intel glänzt mit Rekordzahlen - Leap ahead wird Realität

Donnerstag, 15. Juli 2010 14:00
Intel

(IT-Times) - Der weltgrößte Prozessorhersteller Intel (Nasdaq: INTC, WKN: 855681) konnte im jüngsten Quartal mit Rekordzahlen aufwarten und das beste Quartalsergebnis in der Firmengeschichte präsentieren. Damit macht das Unternehmen seinen Firmenslogan „leap ahead“ (spring vorwärts) alle Ehre. Dennoch gibt sich Intel mit dem Erreichten nicht zufrieden und arbeitet bereits an dem nächsten großen Projekt: Sandy Bridge.

Bei „Sandy Bridge“ handelt es sich um die nächste Chip-Generation, die Ende dieses Jahres bzw. Anfang 2011 auf den Markt kommen und in modernen Desktop- und Notebook-Chips zum Einsatz kommen soll. Detaillierte Angaben zum Marktdebüt sowie über die Spezifikationen der neuen Chip-Generation will Intel im Rahmen des Intel Developer Forum (IDC) im September bekannt geben.

Intel CEO: Starke Nachfrage nach Sandy Bridge
Doch schon im Vorfeld sickerten erste Details des neuen Intel-Chips durch. Wie Intel-Manager David Perlmutter im Rahmen einer Konferenz in Beijing durchblicken ließ, soll der neue Intel-Chip mit signifikanten Verbesserungen im Bezug auf die Rechnerleistung daherkommen und effizienter Aufgaben bewältigen können. Ein verbesserter Inter-Bus soll die Kommunikation zwischen den einzelnen Chips verbessern, wobei „Sandy Bridge“ der erste Chip sein wird, der Intels Advanced Vector Extension (Intel AVX) Standard unterstützen wird. Intel AVX beschleunigt Multimedia-Tasks und sorgt dafür, dass Video- und Bildbearbeitungsaufgaben deutlich schneller bewältigt werden können. Wie auch alle anderen künftigen Intel-Chips, wird in „Sandy Bridge“ der Grafikchip direkt im Prozessor integriert sein.

Intel lieferte bereits im Vormonat erste Muster von „Sandy Bridge“ an Kunden aus, damit sich diese ein Bild machen können, was der neue Intel-Chip kann. Aufgrund des enormen Feedbacks plant Intel nunmehr den Umstieg auf die neue 32-Nanometer-Prozesstechnik noch schneller zu vollziehen, als bislang geplant. Durch den schnellen Umstieg auf die neue Prozessortechnik ist Intel in der Lage die Produktion seiner „Sandy Bridge“ Chips noch schneller nach oben zu fahren.

Intel will Umstieg auf 32nm-Prozesstechnik beschleunigen
Um den Umstieg zu beschleunigen, will Intel seine Kapitalinvestitionen auf 5,2 Mrd. US-Dollar erhöhen, nachdem zunächst Kapitalausgaben von 4,8 Mrd. Dollar geplant waren. Erste Versionen des neuen Chipsatzes werden zunächst in Desktop- und Laptop-Computer Einzug halten - Server bleiben zunächst außen vor, so Intel-Manager David Perlmutter.

Sollte Intel seinen Plan realisieren und erste Sandy Bridge-Prozessoren noch pünktlich zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft auf den Markt bringen können, dürfte Intel einmal mehr den großen Konkurrenten AMD distanzieren. Erste Chips auf 32-Nanometer-Prozesstechnik aus dem Hause AMD werden erst in 2011 erwartet…

Kurzportrait

Der Halbleitergigant Intel, ansässig in der kalifornischen Technologieschmiede Santa Clara, stieg in den 80er und 90er durch sein Bündnis mit dem Softwarehersteller Microsoft zum weltweit führenden Prozessorhersteller auf. Das Unternehmen rüstet dabei mehr Personalcomputer mit Prozessoren aus, als jeder andere Hersteller auf der Welt. Insgesamt wird Intel ein Marktanteil von rund 80 Prozent im Bereich PC-Chips zugeschrieben.

Neben Prozessoren entwickelt das Unternehmen aber auch Flashspeicher. Ferner bietet der Halbleiterhersteller auch andere Mikrochips an, welche im Zusammenhang mit Netzwerken und industriellen Anwendungen eingesetzt werden. Insgesamt operiert Intel heute aus neun Geschäftssegmenten heraus: PC Client Group, Data Center Group, Embedded and Communications Group, Digital Home Group, Ultra-Mobility Group, NAND Solutions Group, Wind River Software Group, Software and Services Group and Digital Health Group. Der größte Geschäftsbereich ist die PC Client Group, in der das Geschäft mit Desktop- und Netbook-Chips zusammengefasst ist. Der Geschäftsbereich beinhaltet unter anderem das Geschäft mit Core i7-, Core i5-, Core i3-Prozessoren.

Der US-Computerhersteller Dell gehört mit zu den größten Kunden des Halbleitergiganten. Neben dem Kerngeschäft hält das Unternehmen auch zahlreiche Beteiligungen an anderen Technologieunternehmen. Im Jahr 2001 übernahm Intel den Modemspezialisten Xircom. Das Unternehmen ist inzwischen ein Teil von Intels Netzwerkaktivitäten und entwickelt neben Modemkarten für PCs auch Schnittstellen für drahtlose Übertragungstechniken.

Im Oktober 2000 kaufte Intel den US-Spezialisten Ziatech auf. Im Jahr 2003 beteiligte sich Intel an Japans DRAM-Hersteller Elpida. Gleichzeitig übernahm Intel den Spezialisten für optische Netzwerke West Bay Semiconductor. Im Jahr 2006 verkaufte Intel sein Media- und Signaling-Geschäft an Eicon Networks, gleichzeitig trennte man sich vom Mobilfunk- und Anwendungsprozessorgeschäft und gab diesen Bereich an Marvel ab. Auch die RFID-Einheit verkaufte Intel an den Spezialisten Impinj. Im Herbst 2008 verstärkte sich Intel durch die Übernahme des Ethernet-Spezialisten NetEffect sowie durch den Linux-Spezialisten OpenedHand. Gleichzeitig trennte sich Intel von seinem Geschäftsbereich Communication Rackmount Server. Im Mai 2009 stieg Intel mit fünf Prozent beim Halbleiterausrüster ASM International ein. Mitte 2009 schluckte Intel den Softwarespezialisten Wind River. Gleichzeitig erhöhte Intel seine Beteiligung an dem britischen Chip-Designer Imagination Technologies Group auf rund 14 Prozent.

Über seinen Kapitalarm Intel Capital investierte der Chiphersteller zuletzt in eine Reihe von Startup-Firmen wie Gteko, Synacor, Telligent Systems und Zinio Systems. Gemeinsam mit STMicrelectronics gründete Intel das Flashspeicher-Venture Numonyx, welches inzwischen an Micron verkauft wurde.

Zahlen

Für das vergangene Juniquartal meldet Intel einen Umsatzanstieg auf 10,77 Mrd. US-Dollar, ein Zuwachs von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn kletterte im jüngsten Quartal auf 2,89 Mrd. US-Dollar oder 51 US-Cent je Aktie, womit Intel die Markterwartungen der Analysten signifikant übertreffen konnte. An der Wall Street hatte man im Vorfeld lediglich mit einem Plus von 43 US-Cent je Aktie sowie mit Einnahmen von 10,25 Mrd. Dollar kalkuliert.

In der Vorjahresperiode musste Intel an gleicher Stelle noch einen Verlust von 398 Mio. Dollar oder sieben US-Cent je Aktie ausweisen, nachdem das Unternehmen eine Kartellstrafe in Höhe von 1,45 Mrd. US-Dollar zahlen musste.

Meldung gespeichert unter: Intel

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