Infineon Technologies: Neues von der Jahreshauptversammlung 2017 - was der Chip-Hersteller über die Zukunft verrät

Chiphersteller Europa

Donnerstag, 16. Februar 2017 14:37

Bevölkerungswachstum, Klimawandel und Urbanisierung sowie die Trends Digitalisierung und Elektrifizierung als Wachstumsmotoren - strategische Neuausrichtung als Systemanbieter geplant

Infineon Technologies - Produktion Österreich

MÜNCHEN (IT-Times) - Der deutsche Chip-Produzent Infineon Technologies AG hat auf der heutigen Hauptversammlung Einblicke in die zukünftige strategische Ausrichtung des Unternehmens gegeben.

Mit mehr Umsatz, einem besseren Ergebnis und einer höheren Dividende startete Infineon Technologies bereits in das neue Jahr 2017. Das Unternehmen mit mehr als 36.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter will auch in Zukunft schneller als der Markt wachsen.

Optimierung und Auslastung der eigenen Fertigung

Infineon Technologies AG entwickelt, produziert und vertreibt Sensoren, Mikrocontroller, Leistungselektronik und Sicherheitschips. Die Produkte werden in eigenen Produktionsanlagen hegestellt.

Mit einer besseren Auslastung der Fertigung, insbesondere der 300-Millimeter-Fabrik in Dresden, sollen durch Skaleneffekte Profitabilität bzw. Margen in den kommenden Jahren erhöht werden. Zudem werden weitere Produktionsbereiche optimiert.

Trends Digitalisierung und Elektrifizierung schaffen Wachstumsimpulse

Trends wie die Verbindung der realen mit der virtuellen Welt (Digitalisierung) sowie die Automatisierung durch Maschinen mit Hilfe von elektrischer Energie sollen das Unternehmenswachstum langfristig sichern.

Die Nachfrage nach Produkten von Infineon soll dank der Fortschritte in der Mikroelektronik auch langfristig steigen, erklärt Dr. Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG.

Die Mikroelektronik sei die entscheidende Schlüsseltechnologie für Innovationen und Fortschritt bei der Produktivität. So sollen neue Lösungen für saubere Energie, umweltverträglichen und sicheren Verkehr, sowie eine leistungsfähige und sichere Kommunikationsinfrastruktur geschaffen werden.

Halbleiter verringern den Strombedarf elektrischer Geräte und machen Verkehrsmittel sicherer. Die zukünftige Kommunikation und der Datenaustausch soll mit Chips optimiert sowie gesichert und damit die Vernetzung erleichtert werden.

Wachstumsmärkte und strategische Geschäftsfelder von Infineon

Das Unternehmen Infineon Technologies soll langfristig von einem reinen Produkt- zu einem Systemanbieter weiterentwickelt werden. Hierbei sollen Partnerschaften mit Unternehmen, wie die mit dem  Automobilhersteller Hyundai, unterstützen.

Elektro-Mobilität, Autonomes Fahren, Erneuerbare Energien, mobile Kommunikation, Augmented Reality auf dem Smartphone,  und die Sicherheit im Internet der Dinge sollen für neue Wachstumsimpulse bei Infineon Technologies sorgen.

Als Beispiel für die Digitalisierung führt Ploss intelligente Straßenlaternen an, die mit Radarsensoren, Leistungshalbleitern, Sicherheitschips und Mikrocontrollern von Infineon ausgestattet und mit dem Internet verbunden sind.

Die Laternen können sich den jeweiligen Lichtverhältnissen dynamisch anpassen und auch erkennen, ob es freie Parkplätze in der unmittelbaren Nähe gibt. Zudem sollen sie zukünftig als Ladestationen für Elektrofahrzeuge dienen.

Das Autonome Fahren als eines der Haupt-Zukunftsthemen der Automobilindustrie soll schwere und tödliche Verkehrsunfälle vermeiden (Vision Zero). Hier spielen „Advanced Driver Assistance Systems (ADAS)“ - auch Fahrerassistenzsysteme genannt - eine große Rolle, die Fahrfehler verhindern oder mindern sollen und damit die Sicherheit erhöhen.

Infineon entwickelt im Bereich Automobilelektronik Sensoren, die in Fahrerassistenzsystemen eingesetzt werden und die Umgebung erfassen. Hinzu kommen Mikrocontroller, die diese gesammelten Daten dann weiterverarbeiten.

Leistungshalbleiter von Infineon sollen Lenkung, Bremsen und Motor in Automobilen steuern und Sicherheitschips Fahrzeuge vor unbefugtem Zugriff schützen. Auch Chips für Radarsysteme spielen eine zunehmende Rolle.

Infineon Technologies erwarb im letzten Jahr für den Bereich autonomes Fahren das niederländische Sensorik-Unternehmen Innoluce, einen Spezialisten für „Light Detection and Ranging“.

Dabei geht es um sogenannte Lidar-Systeme, die via Laserstrahl Position, Entfernung und Geschwindigkeit von anderen Objekten messen können. Neben Radar und Kamera bilden sie Schlüsseltechnologien für selbstfahrende Autos.

Infineon hat gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium und der Siemens AG im Juni 2016 eine Partnerschaft für das „Digitale Testfeld Autobahn“ unterzeichnet.

Dabei geht es um den Aufbau von Radar-Sensorik auf der Autobahn München-Nürnberg, die Daten über Verkehrsfluss, Verkehrsdichte und Geschwindigkeit sammelt.

Meldung gespeichert unter: Hauptversammlung (HV, General Meeting)

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