Facebooks Mobile-First-Strategie geht auf

Social-Networking

Montag, 29. Juli 2013 13:45
Facebook Unternehmenslogo

(IT-Times) - Facebook ist seit der vergangenen Woche um rund 17 Mrd. US-Dollar mehr Wert. Das Unternehmen konnte mit einem satten Umsatzwachstum aufwarten, nachdem immer mehr Firmen die Mobile-Werbemöglichkeiten auf Facebook nutzten.

Facebook CEO Mark Zuckerberg zeigte sich dann auch hochzufrieden mit den Zahlen, belegen diese, dass die Mobile-First-Strategie des Unternehmens langsam aufgeht. Inzwischen habe man mehr aktive Nutzer auf dem Mobiltelefon als auf dem Desktop, so der Facebook-Gründer.

Mobile-Umsatz explodiert
Dies schlug sich auch positiv in der Bilanz nieder. Der Umsatz explodierte im jüngsten Quartal um 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,81 Mrd. US-Dollar. Mobile-Werbung generierte bereits 655,6 Mio. Dollar und damit 41 Prozent der gesamten Werbeeinnahmen, nachdem Mobile-Werbung im Vorjahr praktisch noch keine Rolle spielte.

Die Zahl derer, die Facebook (Nasdaq: FB, WKN: A1JWVX) täglich aktiv über ein Mobile-Gerät nutzten, kletterte auf 469 Millionen, während die Zahl der monatlich aktiven Mobile-Nutzer um 51 Prozent auf 819 Millionen zulegte. Insgesamt kletterte die Zahl der registrierten Facebook-Nutzer zum Ende des ersten Halbjahres 2013 auf 1,15 Milliarden, nach 1,11 Milliarden im Jahr vorher.

Schon bald werden die Mobile-Werbeerlöse für mehr als 50 Prozent der gesamten Werbe-Dollars verantwortlich zeichnen, verspricht Facebook CEO Mark Zuckerberg.

Teenager halten Facebook die Stange
Darüber hinaus konnte Zuckerberg Gerüchte zerstreuen, wonach Teenager zunehmend das Interesse an Facebook verlieren. Basierend auf unseren Daten, sei dies einfach nicht wahr ist, so der Facebook-Gründer im Conference Call.

Allerdings musste auch Facebook Chief Financial Officer (CFO) David Ebermann einräumen, dass die Kosten im zweiten Halbjahr 2013 schneller wachsen werden als der Umsatz. Facebook will insbesondere die Qualität seiner Werbung weiter verbessern.

Instagram soll monetarisiert werden
Zudem plant Facebook eine stärkere Monetarisierung von Instagram in der Zukunft. Zuckerberg verwies darauf, dass Teenager nach wie vor viel Zeit auf Instagram verbringen, wobei die Nutzungsdauer weiter steigt.

In Zukunft soll es daher auch Werbung auf Instagram geben, noch stehe aber weiter der Ausbau der Nutzerbasis im Vordergrund. Instagram verzeichnete zuletzt rund 130 Millionen aktive Nutzer im Monat. Erst im Juni hatte Facebook ein neues Video-Feature für Instagram vorgestellt, wodurch sich Videoclips mit einer Länge von 15 Sekunden mit anderen Nutzern teilen lassen.

Kurzportrait

Die im Jahre 2004 gegründete und im kalifornischen Menlo Park ansässige Facebook gilt mit über eine Milliarde registrierte Nutzer als das weltweit führende Social-Networking-Portal. Facebook betreibt eine Online-Plattform und stellt entsprechende Tools bereit, damit Nutzer mit Familienmitgliedern und Freunden jederzeit in Kontakt bleiben können.

Im September 2011 brachte Facebook mit Timeline eine erweiterte Version von Facebook Profile an den Start. Timeline erlaubt Nutzern ihr Profil sowie ihre Aktivitäten zu organisieren und mit anderen Nutzern zu teilen. Nutzer können dabei wählen, welche Informationen in der Timeline mit anderen Nutzern geteilt werden.

Der Facebook Newsfeed ist das Hauptfeature innerhalb des Facebok-Profils, erhält der Nutzer damit stets aktuelle Informationen über Storys von Freunden, sowie anderen Quellen. Der Facebook Newsfeed beinhaltet sowohl Postings wie auch Fotos und Event-Updates, App-Updates und andere Aktivitäten. Jeder Nutzer kann seinen Newsfeed personalisieren, so dass jeder Anwender die Nachrichten erhält, die seiner Interessenslage entsprechen.

Zudem fungiert Facebook auch als Foto-Sharing-Service. Nutzer können eine unbegrenzte Anzahl von Fotos hochladen und mit Freunden teilen. Gleiches gilt auch für Videos. Über Facebook Events können Nutzer Feiern und andere Veranstaltungen organisieren und Einladungen verwalten. Über Facebook Places können Nutzer ihren Standort mit Freunden teilen und selbst sehen, wo sich Freunde oder Familienmitglieder gerade befinden. Entwickler können die Facebook-Plattform dazu nutzen, um Anwendungen zu entwickeln, um damit weitere Kundenschichten zu erreichen. Zudem bietet Facebook eine Reihe von Tools und ein API, so dass Entwickler ihre eigenen Social-Apps entwickeln können. Anfang 2012 waren mehr als neun Millionen Apps und Webseiten mit Facebook direkt verknüpft. Anfang 2012 verstärkte sich Facebook durch die Übernahme des Foto-Sharing-Tools Instagram für eine Mrd. Dollar. Später wurde die Design-Agentur Polt Peters aufgekauft. Mitte März 2013 wurde Mixtent Inc übernommen.

Facebook erzielte bislang den Großteil seiner Erlöse durch Online-Werbeeinahmen. Eine weitere Einnahmequelle sind Social-Games. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg kontrolliert auch nachdem IPO weiterhin die Mehrheit der Stimmrechte bei Facebook.

Meldung gespeichert unter: Facebook

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