Facebook: Anleger müssen mit steigenden Kosten rechnen

Social Networking: Facebook im Investitionsmodus

Donnerstag, 5. Februar 2015 13:31
Facebook

(IT-Times) - Zuletzt wurde es deutlich ruhiger um Facebook. Zwar konnte das soziale Netzwerk mit gewohnt soliden Wachstumszahlen aufwarten, doch das explosive Wachstum vergangener Tage scheint zunächst vorbei.

Inzwischen erzielt Facebook 69 Prozent seiner Werbeerlöse über die Platzierung von Werbung auf mobilen Endgeräten (Tablets, Smartphones). Zwar wuchs das Mobile-Werbegeschäft um 100 Prozent gegenüber dem Vorjahr, doch auch hier dürften die Tage des dreistelligen Wachstums womöglich bald gezählt sein.

Erste Sättigungstendenzen zeichnen sich ab
Der Grund: Bei einer wichtigen Kennzahl zeichnen sich erste Sättigungstendenzen ab. Beim Kennwert „Engagement“ geht es um den Prozentanteil der monatlich aktiven Nutzer, die Facebook täglich nutzen.

Dieser Kennwert stagnierte im vierten Quartal auf einem Rekordwert von rund 64 Prozent - dem gleichen Niveau, den Facebook (Nasdaq: FB, WKN: A1JWVX) im dritten Quartal erreicht hat. Ob dies bereits eine Trendwende ist, lässt sich schwer beurteilen. Jüngste Studien deuten allerdings daraufhin, dass Facebook bei Teenagern an Boden verliert.

Teenager kehren Facebook den Rücken
Eine jüngste Studie von Magid Associates fördert zu Tage, dass Facebook in der Altersgruppe von 13 bis 17 Jahren stark an Popularität verliert. Der Nutzungsgrad in dieser Altersgruppe sank von 94 Prozent in 2013 auf 88 Prozent im Jahr 2014.

Der Grund für den Rückgang: Viele Teenager gaben in der Umfrage an, dass inzwischen viele Familienmitglieder ebenfalls auf Facebook sind. Teenager sind daher vorsichtiger geworden, welche Nachrichten oder Fotos sie auf Facebook veröffentlichen. Etliche Teenager haben daher ihr Facebook-Profil einfach deaktiviert und wenden sich anderen Plattformen wie Instagram und Snapchat zu.

Facebook im Investitionsmodus
Zwar gehört Instagram ebenfalls zum Facebook-Konzern, ist aber bei weitem noch nicht so stark monetarisiert wie Facebook selbst. Zwar hat Instagram jüngst die Marke von 300 Millionen Nutzern überschritten, Werbung wird aktuell jedoch nur vereinzelt auf der nordamerikanischen und auf der australischen Instagram-Plattform geschaltet. Zwar hat Facebook große Pläne, was die Monetarisierung von Instagram angeht, noch überwiegen allerdings die Investitionen.

Fazit: Die Investitionen in die Werbeplattform Atlas, LiveRail und in die Werbetechnik dürfte auch in den kommenden Quartalen die Kosten weiter steigen lassen - dies könnte das Gewinnwachstum bremsen.

Kurzportrait

Die im Jahre 2004 gegründete und im kalifornischen Menlo Park ansässige Facebook gilt mit über 1,3 Milliarden registrierte Nutzer als das weltweit führende Social-Networking-Portal. Facebook betreibt eine Online-Plattform und stellt entsprechende Tools bereit, damit Nutzer mit Familienmitgliedern und Freunden jederzeit in Kontakt bleiben können.

Der Facebook Newsfeed ist das Hauptfeature der Plattform. Hier erhält der Nutzer aktuelle Informationen über Storys von Freunden. Der Facebook Newsfeed beinhaltet sowohl Postings wie auch Fotos und Event-Updates, App-Updates und andere Aktivitäten. Jeder Nutzer kann seinen Newsfeed je nach eigener Interessenlage personalisieren.

Zudem fungiert Facebook auch als Foto-Sharing-Service. Nutzer können eine unbegrenzte Anzahl von Fotos hochladen und mit Freunden teilen. Gleiches gilt auch für Videos. Über Facebook Events können Nutzer Feiern und andere Veranstaltungen organisieren und Einladungen verwalten. Über Facebook Places können Nutzer ihren Standort mit Freunden teilen und sehen, wo sich Freunde oder Familienmitglieder gerade befinden.

Zudem bietet Facebook eine Reihe von Tools und ein API, so dass Entwickler ihre eigenen Social-Apps entwickeln können. Anfang 2012 verstärkte sich Facebook durch die Übernahme des Foto-Sharing-Tools Instagram. In 2013 wurden neben Mixtent, auch Mobile Technologies und Onavo übernommen. Anfang 2014 setzte Facebook seine Einkaufstour weiter fort und schluckte mit Little Eye Software Labs und Branch Media weitere Unternehmen. Zudem schluckte Facebook den Mobile Instant Messenger WhatsApp, ferner wurde der Virtual Reality Spezialist Oculus VR übernommen. Mitte 2014 wurde der Spezialist LiveRail aufgekauft.

Facebook erzielte bislang den Großteil seiner Werbeeinahmen durch Mobile-Werbung. Eine weitere Einnahmequelle sind Social-Games. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg kontrolliert auch nach dem IPO weiterhin die Mehrheit der Stimmrechte bei Facebook.

Markt und Wettbewerb

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