DVPT: 40 Jahre Verbraucherschutz für Post, IT und Telekommunikation

Montag, 3. März 2008 18:00
DVPT

Offenbach, 3. März 2008 – Am kommenden Donnerstag (6. März 2008) wird er 40 Jahre alt: Der Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e.V. (DVPT).

Das Gründungsdatum von Deutschlands ältester und größter Anwender-Interessenvereinigung für die Bereiche Post, IT und TK fiel in eine Zeit, in der es noch nicht einmal ein Anrecht auf einn normalen Telefonanschluss gab. Im Jahr 1968 konnten erst etwas mehr als sechs Millionen Haushalte ein Telefon ihr Eigen nennen. Eine Million Antragsteller warteten vergeblich auf einen Anschluss. In dieser Situation gründete Wilhelm Hübner den „Verband der Postbenutzer e.V.“ und erkämpfte vor dem Bundesverwaltungsgericht den Rechtsanspruch eines jeden Bundesbürgers auf unverzügliche Herstellung eines beantragten Telefonanschlusses.

eute warf Verbandsgründer Wilhelm Hübner gegenüber der Presse noch einmal einen Blick zurück. „Wir haben Post-Geschichte geschrieben. Es gab keinen Rechtsanspruch auf Telefon und man musste alle Endgeräte bei der Post mieten. Das ist vorbei. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir niemals öffentliche Mittel gefordert oder erhalten, sondern alle Kosten durch eigene Einkünfte gedeckt haben.“

„Die Arbeitsschwerpunkte des DVPT haben sich in Zeiten liberalisierter und zusammenwachsender Märkte natürlich verlagert“, betont DVPT-Vorstand Hans Joachim Wolff. Als einen Vorteil des Verbandes sieht Wolff dabei, dass sich der DVPT als einzige Institution in Deutschland den Verbraucherinteressen – insbesondere von Geschäftskunden – übergreifend in den Bereichen Post, IT und TK annimmt. Damit werde der DVPT dem Trend der „Konvergenz“ voll gerecht.

Für Wolff ist dieses Zusammenwachsen von bisher getrennten Netzen, Diensten und Anwendungen auf Basis des Internet-Protokolls der derzeit wichtigste technische Trend in der Kommunikation. Die Komplexität des Themas stelle Anbieter und Kunden vor große Herausforderungen und führe nicht selten zu massiven Fehlinvestitionen. Ein Umfrage des DVPT zum Thema „Konvergenz in Praxis“ aus dem Herbst vergangenen Jahres hatte ergeben, dass nur 36 Prozent der befragten Unternehmen der Aussage uneingeschränkt zustimmen konnten, dass der Markt für sie die richtigen Produkte und Lösungen zur Verfügung stellt. 45 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass sich die Servicequalität der Anbieter in den letzten Jahren verschlechtert hat.

„Wir bündeln und vertreten die Interessen der Geschäftskunden als Anwender  gegenüber den Anbietern und der Politik, wir moderieren die Diskussionsprozesse und vermitteln zwischen den Marktbeteiligten und wir begleiten bei der Einführung von Technologien und Geschäftsmodellen, um deren Anwendbarkeit und Verbraucherfreundlichkeit sicher zu stellen. Der Erfolg der Kongressmesse „VO.IP Germany“, die der DVPT gemeinsam mit der IHK Frankfurt jedes Jahr im Oktober veranstaltet, sei ein gutes Beispiel dafür, welchen Nutzen die Anwender aber auch die Anbieter in einer herstellerunabhängigen, neutralen und informativen Angebot sehen.

Mit Blick auf die Telekommunikationspolitik plädiert Wolff dafür, dass die Sicherung des Wirtschaftsstandorts Deutschland, im Sinne einer Produktinnovationsvielfalt, dazu gehört ein freier Wettbewerb und diskriminierungsfreier Zugang aller Geschäftmodelle.

Die Politik muss endlich bereifen, dass Kommunikation eines der wesentlichen Faktoren in einer dienstleistungsorientierten Volkswirtschaft ist und für alle die gleichen Bedingungen gewährleistet sein müssen.

„Trotz liberalisierter Märkte ist die Zeit staatlicher Einflussnahme auf die Kommunikationsmärkte noch nicht vorbei“, betont  DVPT-Vorstand Elmar Müller. „Das Vertrauen der 700 neuen Postdienstleister in die Regierung, ist einerseits durch den willkürlich hohen Mindestlohn von 9,80 Euro ebenso geprägt, wie der jüngst vom Bundesfinanzminister vorgelegte Gesetzentwurf zur Mehrwertsteuer, der erneut allein die DPAG begünstigt und die Wettbewerbsverzerrung fortschreibt. Der Staat dokumentiert damit, dass die Post AG nach 18 Jahren Vorbereitung auf das Monopolende ohne staatliche Hilfe immer noch nicht wettbewerbsfähig sei.“

Meldung gespeichert unter: DVPT

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