Deutsche Telekom: Quo Vadis T-Systems?

Mittwoch, 8. August 2007 11:02
Deutsche Telekom

BONN - Die Deutsche Telekom AG (WKN: 555750) hat scheinbar die Pläne bezüglich der Großkundensparte T-Systems geändert. Mittlerweile sucht das Telekommunikationsunternehmen nur noch für Teile des Geschäftsbereichs einen Partner.

Noch im März dieses Jahres hatte Telekom-Vorstand René Obermann bekannt gegeben, dass man die Augen nach einem potenziellen Geschäftspartner für T-Systems offen halte. Auch ein Minderheitsanteil der Deutsche Telekom AG an der Sparte für IT-Lösungen und Großkunden war damals für Obermann denkbar. Nun scheint sich der Wind allerdings gedreht zu haben. Wie das Handelsblatt unter Bezugnahme auf interne Quellen heute meldete, sei die Telekom nun nur noch an einer Beteiligung im Bereich Entwicklung neuer Anwendungen sowie bei der Unit Systemintegration interessiert. Eine Stellungnahme der Telekom liegt diesbezüglich noch nicht vor.

Die ursprünglichen Pläne für T-Systems sollten besonders die internationale Aufstellung des Unternehmens verbessern. Ziel war es, auch Großkunden über Deutschland hinaus gewinnen zu können. Die Trendwende bezüglich T-Systems kommt daher überraschend. Allerdings sei der Sinneswandel nur bedingt freiwillig erfolgt. Vielmehr fehle es der Deutschen Telekom an Alternativen und Interessenten für eine Beteiligung. Sowohl der französische IT-Dienstleister Cap Gemini wie auch das US-Unternehmen EDS hatten die Abgabe eines Gebotes für T-Systems in der Vergangenheit abgelehnt.

Der Mangel an Interessenten scheint allerdings nicht das einzige Motiv für die neue Strategie zu sein. Man halte es für wahrscheinlich, dass Kunden in Zukunft IT- und Telekommunikationsdienste aus einer Hand beziehen wollen, so ein Mitarbeiter des Unternehmens, der ungenannt bleiben wollte. Mit dem bisherigen Konzept stelle die Telekom Unternehmenskunden nicht nur Telefon- und Internetanschlüsse, sondern auch gleichzeitig ganze Rechenzentren zur Verfügung, über welche die Anschlüsse verwaltet werden. Dieses sehr umfassende Konzept solle einige Interessenten abgeschreckt haben. Bei der nun anvisierten kleineren Beteiligung soll hingegen ein Partnerunternehmen lediglich neue Konzepte entwickeln und integrieren.

Meldung gespeichert unter: IT-Outsourcing

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