BREKO: Vermittlung ins Mobilfunknetz bleibt zu teuer

Freitag, 30. November 2007 16:14
BREKO

BREKO: Vermittlung ins Mobilfunknetz bleibt zu teuer

BNetzA bleibt hinter den Forderungen der Festnetz-Wettbewerber zurück

Bonn, 30.11.2007
. Die Mobilfunkbetreiber erhalten nach Ansicht des Bundesverbandes Breitbandkommunikation BREKO auch in Zukunft deutlich zuviel Geld für die Übernahme von Gesprächen aus dem Festnetz. Mit der aktuellen Festlegung auf 8,80 Cent je Minute (bisher 9,94) für kleinere und 7,92 Cent (bisher 8,78) für größere Mobilfunkfirmen bleibt das Ungleichgewicht eklatant zwischen den Ausgaben, die Festnetzbetreiber bei Weiterleitung ins Mobilnetz haben und den Einnahmen, die sie bei der Terminierung in umgekehrter Richtung erzielen. Festnetzbetreiber erhalten in der Regel nur 0,69 Cent je Minute, während sie selbst das 11fache zahlen sollen. BREKO-Geschäftsführer Rainer Lüddemann kritisiert: „Die genehmigte Entgelthöhe der Mobilfunkterminierung benachteiligt die Festnetzwettbewerber. Die Preise konnten sich auf so hohem Niveau nur etablieren, weil sie lange Zeit praktisch gar keiner Regulierung unterlagen. Die Bundesnetzagentur hat dieses Versäumnis leider nicht korrigiert.“

Enttäuschend ist für den Verband auch, dass keine Einführung eines so genannten Absenkungspfades beschlossen wurde, also die Festlegung eines Zeithorizonts, bis zu dem eine weitere Reduzierung vollzogen sein muss. Dieses Vorgehen ist in Europa allgemein üblich. Österreich etwa hat eine Frist bis Ende 2008 gesetzt, um ein Entgelt von 6,79 Cent je Minute zu erreichen.

Es ist für den Verband auch kein Trost, dass die Bundesnetzagentur die von den Mobilfunkunternehmen verlangten Mondpreise von bis zu 19,6 Cent nicht gewährt hat. Die von den Mobilfunkern als Begründung geltend gemachte Berücksichtigung der Kosten für UMTS-Lizenzen und Handy-Subventionierung ist nach BREKO-Ansicht nicht sachgerecht. Die Zusammenschaltungspartner seien für die Beteiligung an diesen Kosten nicht zuständig.

Meldung gespeichert unter: BREKO

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