Apples große i-Enttäuschung - Samsung zieht davon

iPhone- und iPod-Verkaufszahlen enttäuschen

Mittwoch, 29. Januar 2014 13:40
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(IT-Times) - Apple enttäuschte am Vortag nicht nur mit seinen iPhone-Verkaufszahlen, auch der verhaltene Ausblick auf das laufende Märzquartal sorgt bei vielen Investoren für Verwunderung. Auch der deutliche Einbruch bei den iPod-Verkaufszahlen beweist: Apple braucht neue Produktideen.

Zwar konnte Apple im jüngsten Quartal eine Rekordzahl von 51 Millionen iPhones verkaufen, an der Wall Street hatte man jedoch im Schnitt mit 55 Millionen verkauften Apple-Smartphones gerechnet. Dass Apple diese Erwartungen nicht erreichen konnte überrascht, zumal das Unternehmen mit NTT DoCoMo Japans führenden US-Mobilfunk- als Vertriebspartner gewinnen konnte.

Ausblick enttäuscht - kleines Display treibt Kunden zur Konkurrenz
Für das laufende Märzquartal erwartet Apple (Nasdaq: AAPL, WKN: 865985) nur einen Umsatz zwischen 42 und 44 Mrd. Dollar, womit der Mac-Hersteller ungewöhnlich konservativ ist, dürfte sich im ersten Vierteljahr die geschlossene Vertriebspartnerschaft mit Chinas führendem Mobilefunk-Carrier China Mobile positiv auswirken. Analysten hatten an dieser Stelle mit Einnahmen von 46 Mrd. Dollar gerechnet.

Marktbeobachter sehen Apple unter Druck, nachdem der iPhone-Hersteller den Trend hin zu Smartphones mit größeren Displays zu spät erkannt hat, glaubt etwa Kantar Worldpanel Marktforscherin Carolina Milanesi. Insbesondere in Asien sind Smartphones mit größeren Displays gefragt, hier hat Apple mit seinem 4,0-Zoll Display beim iPhone 5s einen Nachteil. Das kleine iPhone-Display scheint iPhone-Kunden in die Arme der Konkurrenz zu treiben. In der zweiten Jahreshälfte 2013 wechselten 26 Prozent der US-Konsumenten auf Smartphones mit einem 4,5-Zoll großen Display oder größer und damit von Apple zu Android, weiß Milanesi.

Apple verliert gegen Samsung an Boden
Um diesen Trend zu stoppen, dürfte das kommende Apple-Smartphone etwas größer ausfallen. Nach Informationen von Cowen-Experte Timothy Arcuri hat sich Apple bereits für ein 4,8-Zoll großes Display bei seinem kommenden iPhone 6 festgelegt.

Ob dies ausreicht, um die aufstrebende Android-Konkurrenz auf Abstand zu halten, bleibt abzuwarten. Gegen den Hauptrivalen Samsung hat Apple jedenfalls in 2013 weiter an Boden verloren. Im vierten Quartal 2013 hat Samsung seinen Marktanteil im weltweiten Smartphone-Markt auf 29,6 Prozent ausgebaut, so die Marktforscher aus dem Hause Strategy Analytics. Apple kam auf einen Marktanteil von 17,6 Prozent.

Apple bestätigt neue Produktkategorie
Im Conference Call bestätigte Apple CEO Tim Cook deutlich, dass Apple noch in diesem Jahr in eine neue Produktkategorie expandieren wird. Ob Apple dabei eine Smartwatch oder gar einen iTV-Fernseher auf den Markt bringen wird, blieb zunächst offen.

Auch bestätigte Cook indirekt Pläne, wonach Apple im Mobile-Zahlungsgeschäft weiter Fuß fassen will. Wie das Wall Street Journal berichtet, will Apple mobile Zahlungen via Touch ID ermöglichen. Apple-Kunden könnten dann Waren und Produkte im Supermarkt kaufen und über ihr iTunes-Konto abrechnen. Apple würde damit künftig auch als Bank fungieren.

Kurzportrait

Apple leitete zu Beginn der 80er Jahre die Revolution bei Personalcomputern ein. Bereits in den 70er Jahren stellte das Unternehmen mit dem Apple II einen Vorläufer zum heutigen Personalcomputer vor. Ein Jahrzehnt später folgte mit dem Macintosh einer der ersten Desktop-Systeme auf den Markt.

Heute präsentiert sich das kalifornische Unternehmen als Anbieter von innovativen Desktop-Geräten und Unterhaltungselektronik, welche vor allem durch ihr ausgefallenes Design nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern auch in Sachen Technik überzeugen. Über die 100%ige Apple-Tochter FileMaker bietet der Computerhersteller aber auch Datenbanksoftware an.

Apple bietet nicht nur Computer und Laptops an, sondern mit dem iPod auch einen tragbaren Musik-Player, mit dem der PC-Hersteller innerhalb kurzer Zeit zum Marktführer wurde. Der inzwischen weltweit verfügbare Musik-Download-Service iTunes gilt als der bisher erfolgreichste legale Online-Musikdienst.

Neben verschiedenen Softwareanwendungen für den Mac, setzt das Unternehmen aber auch auf eine leistungsstarke Hardware und auf ein eigenes Betriebssystem (Mac OS X). Mit der Ankündigung, künftig auch Intel-Chips in seinen Systemen verbauen zu wollen, sorgte Apple im Jahr 2006 für Aufsehen in der Branche. Anfang 2007 stieg Apple mit dem iPhone auch in den Mobilfunkmarkt ein. Anfang 2008 stellte Apple mit dem MacBook Air den damals weltweit dünnsten Notebook-PC vor. Mit dem iPod Touch präsentierte Apple zudem einen neuen portablen Media-Player mit einem Touchscreen-Display.

Mitte 2009 stellte Apple dann das schnellere iPhone 3GS vor. Mitte 2010 folgte mit dem iPhone 4 der noch schnellere Nachfolger, der vor allem mit einem hochauflösenden Display (Retina) glänzt. Anfang 2010 stellte Apple mit dem iPad einen neuartigen Tablet PC vor, im Frühjahr 2011 brachte Apple mit dem iPad 2 den Nachfolger seines ersten Erfolgsmodells auf den Markt. Im Herbst 2011 folgte das iPhone 4S mit dem Sprachassistenten Siri. In 2012 schickte Apple die 4te Generation des iPads und das iPhone 5 ins Rennen. Im Herbst 2012 stellte Apple seinen neuen 7,85-Zoll großen iPad mini Tablet vor.

Daneben ist Apple TV inzwischen mit einer 99 Dollar teuren und neuen Set-Top-Box für das Wohnzimmer im Markt vertreten. Im Dezember 2009 kaufte Apple den digitalen Musikservice Lala auf. Anfang 2012 bestätigte Apple die Übernahme der israelischen Anobit Technologies. Im Februar 2012 schluckte Apple die App-Engine Chomp. Im September 2013 stellte Apple mit dem iPhone 5s und dem iPhone 5c seine neue iPhone-Generation vor.

Zahlen

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