Aktuelles Gutachten belegt Notwendigkeit einer erheblichen Senkung der Entgelte für TAL

Freitag, 4. Februar 2011 17:04
BREKO

Appell an die Bundesnetzagentur: Entgelte für die TAL müssen deutlich sinken, um den Glasfaserausbau in Deutschland zu forcieren

Bonn, 4. Februar 2011: Die Telekom Deutschland verfügt mit der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) zum Endkunden über ein wichtiges Vorleistungsprodukt, das die alternativen Telekommunikationsanbieter zur Realisierung eigener Endkundenangebote dringend benötigen. Am 20.01.2011 hat die Telekom Deutschland GmbH einen neuen Entgeltantrag für die TAL bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Demnach sollen die Wettbewerber monatlich für die “letzte Meile” zu ihren Kunden an den Ex-Monopolisten ab dem 01.04.2011 drei Jahre lang – statt bisher 2 Jahre – über 25 % mehr zahlen. In Deutschland werden bereits mehr als 10 Millionen Telefon- und Breitbandanschlüsse der Wettbewerber mithilfe der TAL realisiert. Allein die Mitglieder des Bundesverbandes Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) haben über 6,5 Millionen TALs gemietet.

Der Präsident des BREKO, Ralf Kleint, betont: „Die von der Telekom Deutschland geforderte Erhöhung der TAL-Entgelte von 10,20 € auf 12,90 € ist das vollkommen falsche Signal für raschen Glasfaserausbau. Auch und gerade in der Fläche ist eine deutliche Absenkung der TAL-Entgelte erforderlich. Die Mitgliedsunternehmen des BREKO werden dann den Glasfaserausbau deutlich intensiver vorantreiben und bei der Erreichung der Breitbandziele der Bundesregierung mithelfen können.“ Gerade die alternativen Telekommunikationsanbieter sind zu Investitionen in bislang unterversorgten, ländlichen Gebieten bereit. Allein die BREKO-Unternehmen haben im Jahr 2010 rund 1,5 Mrd. Euro in den Glasfaserausbau, vor allem in die so genannten „weißen Flecken“, investiert. 

Fest steht: In den nächsten Jahren werden nicht in alle Häuser in Deutschland Glasfaseranschlüsse gelegt werden können. Daher ist der BREKO der Überzeugung, dass für den schnellen und wirtschaftlich tragfähigen Glasfaserausbau bis zum Endkunden Zwischenschritte erforderlich sind. Ein solcher Zwischenschritt ist die Verlegung von Glasfasern bis zum Kabelverzweiger (KVz), den „grauen Verteilerkästen“ am Straßenrand. Hierdurch wird die Kupferstrecke zum Kunden so kurz, dass Bandbreiten von bis zu 50 MBit/s möglich werden. Dieser Zwischenschritt eines effizienten Glasfaserausbaus bis zur Wohnung des Kunden (FTTB/FTTH) ist jedoch angesichts des deutlich überhöhten Entgelts für die TAL unwirtschaftlich. BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers: „Der regulierte Preis für die Miete der TAL hat besonderen Einfluss auf die wirtschaftlich tragfähige Realisierung leistungsfähiger Breitbandanbindungen. Insbesondere die deutliche Absenkung der KVz-TAL ist daher eine wichtige Stellschraube für die Forcierung des flächendeckenden Glasfaserausbaus in Deutschland”.

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