Zalando profitiert von starken Zahlen und Gap-Kooperation

Online-Modehandel

Montag, 8. Dezember 2014 14:16
Zalando_Logo

(IT-Times) - Zalando hat es geschafft. Der Online-Modehändler rückt am 22. Dezember in den SDax auf. Für den Aufstieg in den MDax hat es zwar noch nicht gereicht, allerdings hat Zalando im jüngsten Quartal große Fortschritte in Richtung Profitabilität erzielt.

Im dritten Quartal 2014 konnte Zalando konzernweit erstmals ein nahezu ausgegelichenes EBIT ausweisen. Das Unternehmen rechnet daher auf Jahressicht mit einem leicht positiven Ergebnis - bislang wurde auf Jahressicht mit einem Verlust gerechnet.

Sinkende Marketingkosten beflügeln Ergebnis
Auch verzeichnete Zalando weiter einen regen Kundenzulauf und konnte das jüngste Quartal mit 14,1 Mio. Kunden abschließen, nach 13,7 Millionen im Vorjahr. Die Zahl der Bestellungen ging im jüngsten Quartal allerdings etwas zurück und bewegte sich mit 9,7 Millionen auf dem Niveau des ersten Quartals.

Analysten wie aus dem Hause Warburg Research bemängeln, dass der Break-Even im jüngsten Quartal vor allem durch die gesunkenen Marketingkosten erreicht wurde. Diese fielen im Vergleich zu den Umsatzerlösen im jüngsten Quartal 11,4 Prozent, nach 19,4 Prozent im Jahr vorher. Marktbeobachter fürchten, dass die Marketingaufwendungen in den kommenden Quartalen wieder steigen könnten.

Starkes Wachstum außerhalb der DACH-Region
Positiv überrascht, dass Zalando SE (WKN: ZAL111) trotz sinkender Marketingaufwendungen vor allem außerhalb Kerneuropas kräftig wachsen konnte. Während die Erlöse in der DACH-Region um 13,5 Prozent auf 276 Mio. Euro anzogen, kletterte das Geschäft im Rest Europas um rund 40 Prozent auf 198 Mio. Euro.

Kooperation mit Gap beflügelt den Aktienkurs
Neben starken Zahlen wurde der Zalando-Aktienkurs zuletzt auch durch eine Kooperation mit GAP beflügelt. Gap wird einen Online-Shop auf der Zalando-Plattform eröffnen, wie beide Unternehmen Ende November mitteilten.

Gap-Kleidung für Männer, Frauen, Kinder und Babys sollen ab Sommer 2015 auf der Online-Plattform von Zalando verfügbar sein. Zalando ist damit der erste Mehrmarken-Onlineshop, der GAP-Produkte nach Europa bringt.

Dazu muss man wissen, dass Gap der größte US-Bekleidungseinzelhändler ist und inzwischen mit 190 eigenen und 33 Franchise Stores in ganz Europa präsent ist. Für Zalando ist die Kooperation mit Gap eine große Chance, sein Produktsortiment weiter auszubauen und damit weiter zu wachsen.

Kurzportrait

Die in Berlin ansässige Zalando wurde im Jahr 2008 gegründet. Dabei hat sich das Unternehmen zunächst auf den Verkauf von Schuhen und Mode über das Internet spezialisiert. Insbesondere durch den Werbeslogan „Schrei vor Glück“ erlangte das Unternehmen bundesweit einen hohen Bekanntheitsgrad.

Heute betreut Zalando über 14 Mio. Kunden in 15 Ländern Europas. Dabei lassen sich Modeartikel bequem und sicher über das Internet (Computer, Tablet, Smartphone) bestellen. Im Online-Shop von Zalando finden sich nicht nur bekannte Marken wie adidas, Levi`s, Nike und Tomy Hilfiger, sondern auch Produkte von lokalen Designern. Ergänzend wird das Warensortiment durch die Produkte der Zalando-Tochter zLabels. Der Umsatz mit Eigenmarken (mint&berry, zign etc.) steuerte zuletzt etwa 16 Prozent zu dem Gesamtumsätzen bei, zudem wurden in 2013 erstmals mehr Kleidung als Schuhe verkauft.

Insgesamt zählt der Produktkatalog von Zalando 150.000 Artikel von 1.500 Markenherstellern. Täglich kommen laut Zalando-Angaben rund 1.000 neue Artikel hinzu. Verschickt werden die Waren dann über die eigenen Logistikzentren, wobei Zalando auch einen eigenen Kundenservice betreibt, der über die Firmen-Hotline zur Verfügung steht. Das Unternehmen wirbt vor allem mit einem kostenlosen Versand- und Rückversand-Service, sowie mit einem 100 Tage langen Rückgaberecht.

Zu den Großaktionären der Gesellschaft zählen unter anderem die schwedische Investmentgesellschaft Kinnevik (32 Prozent), sowie Global Founders Capital (15 Prozent), Anders Holch Povlsen (9,4 Prozent), Holtzbrinck Ventures (6,88 Prozent) und Tengelmann (5,0 Prozent).

Markt und Wettbewerb

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