Yingli Green will nach Rekordzahlen auch in 2011 auf Wachstumskurs bleiben - China und USA sollen Geschäft beflügeln

Mittwoch, 23. Februar 2011 13:44
Yingli Green Energy Holding Co.

(IT-Times) - Chinas zweitgrößter Solarkonzern Yingli Green Energy Holdings Co (NYSE: YGE, WKN: A0MR90) konnte im vergangenen vierten Quartal eine Rekordzahl an Solarmodulen (1.062 Megawatt) ausliefern und dabei auch eine ansehnliche Bruttogewinnmarge von über 30 Prozent realisieren.

Nach wie vor steuerte Europa den Großteil der Umsätze bei. Bei Yingli geht man davon aus, dass 60 bis 80 Prozent des Yingli-Umsatzes in Europa generiert wurden. Durch eine stärkere Diversifizierung soll dieser Umsatzanteil in 2011 auf 60 Prozent sinken. Dies ist wichtig, dürften die Einspeisevergütungen in europäischen Ländern weiter sinken.

25 bis 30 Prozent der Solarnachfrage sollen in diesem Jahr bereits aus China und den USA kommen, während der Anteil Deutschlands auf 35 bis 40 Prozent schrumpfen soll, so Yingli-Chef Liansheng Miao. Trotz des schwierigen Geschäftsumfelds in Europa will der neue Premium-Sponsor des FC Bayern will seine Auslieferzahlen im laufenden Jahr auf 1,7 bis 1,75 Gigawatt erhöhen.

Yingli gilt als Hauptnutznießer des Golden Sun Programms
Um im hart umkämpften chinesischen Markt bestehen zu können, setzt Yingli Green auf eine aggressive Preispolitik. Derzeit soll Yingli seine Solarmodule sogar unter Marktpreisen in China verkaufen, um Marktanteile gewinnen zu können, heißt es aus der Branche. Wedbush Securities Analystin Christine Hersey geht davon aus, dass Yingli Green mitunter am stärksten vom chinesischen Golden Sun Förderprogramm profitieren wird.

In China hat Yingli Green einen Auftrag erhalten, 70 Prozent der Solarmodule für einen staatlichen Solarpark mit 272 Megawatt Leistung zu liefern. Ein Großteil des Auftrags soll im zweiten Halbjahr 2011 abgewickelt und entsprechende Module geliefert werden, heißt es.

Auch im Rahmen des kalifornischen Solarförderprogramms (California Solar Initiative Program) konnte sich Yingli im vergangenen Jahr als einer der Top-Zulieferer positionieren. In Kalifornien schaffte Yingli Green den Sprung auf Platz zwei.

Investitionen in Forschung und Entwicklung zahlen sich aus - höherer Wirkungsgrad führt zu sinkenden Kosten
Neben günstigen Preisen will Yingli Green auch technologisch überzeugen. Im Rahmen des PANDA-Forschungsprojekts konnte das Unternehmen den Wirkungsgrad seiner PANDA-Solarzellen auf 19,89 Prozent steigern. In der kommerziellen Produktion erreichen die PANDA-Zellen derzeit einen Wirkungsgrad von 18,5 Prozent.

Als Ergebnis weiterer Effizienzsteigerungen und Kostenkürzungen sank der Polysilizium-Verbrauch per Watt von 6,8 Gramm per Watt in 2008 auf zuletzt 5,8 Gramm pro Watt in 2010.

Kurzportrait

Die in Baoding/China ansässige Yingli Green Energy Holdings Company Limited wurde erst im August 2006 gegründet und ist bereits heute einer der größten vertikal integrierten Solarkonzerne in China. Das Unternehmen bietet die gesamte Produktpalette in der Solarindustrie, von der Entwicklung von Solarmodule, über die Fertigung bis hin zum Vertrieb an.

Die Produktpalette umfasst auch die Hersteller von Polysilizium-Ingots die dann für die Weiterverarbeitung zu Polysilizium-Wafer verwendet werden. Anschließend stellt das Unternehmen hieraus Solarzellen her, die Sonnenlicht in elektrischer Energie umwandeln. Yingli verwendet diese Zellen bei der Herstellung seiner eigenen Solarmodule, bei denen ausschließlich eigene Solarzellen zum Einsatz kommen. Die Mehrheit der von Yingli produzierten Solarmodule hat eine Ausgangsleistung von 110 bis 220 Watt. Ende 2008 verstärkte sich Yingli Green durch die Übernahme der Cyber Power Group Limited, dem Mutterkonzern des in Baoding ansässigen Polysilizium-Herstellers Fine Silicon Co Ltd. Mitte 2009 gründete Yingli Green ein Joint Venture mit der Hainan Development und Hainan Provincial Waters Conservancy Power Group zur Entwicklung von Solarprojekten in der Provinz Hainan.

Das chinesische Unternehmen vermarktet seine Solarmodule und Systeme unter seinem eigenen Namen Yingli. Das Unternehmen bietet dabei Solarmodule und Systeme in verschiedenen Größen an. Beim Vertrieb arbeitet das Unternehmen mit Systemintegratoren und Distributoren auf der ganzen Welt, insbesondere in Deutschland, Spanien, Italien und China zusammen.

Zum Einsatz kommen Yingli Solarsysteme aber nicht nur auf privaten Hausdächern, sondern auch in der Industrie zum Betrieb von Leuchtanlagen und Mobilfunkbasisstationen. Kontroller- und Invertersysteme stellt Yingli zwar nicht mehr länger selbst her, bezieht diese aber von Drittanbietern und übernimmt die Installation dieser bei den Kunden. Bis Ende 2010 sollen Produktionskapazitäten auf ein Gigawatt ausgebaut werden.

Zahlen

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2010 kletterte der Umsatz von Yingli von 2,53 Mrd. auf 4,066 Mrd. Renminbi oder rund 616,09 Mio. US-Dollar. Besonders deutlich hob sich das operative Ergebnis hervor. Hier gelang es Yingli, den Posten vom Vorjahresniveau in Höhe von minus 51,43 Mio. Renminbi auf plus 943,45 Mio. Renminbi zu erhöhen.

Dementsprechend erzielte Yingli auch ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 756,03 Mio. Renminbi. Somit lag das Unternehmen deutlich über dem Vorjahreswert von minus 181,24 Mio. Renminbi. Schließlich ergab sich eine Verbesserung des Nettoergebnisses von minus 115,37 Mio. auf plus 666,70 Mio. Renminbi. Dem positiven Trend entsprechend stieg auch das (verwässerte) Ergebnis von minus 0,79 Renminbi auf plus 3,46 Renminbi.

Meldung gespeichert unter: Yingli Green Energy Holding Co.

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