Yingli bleibt weiter auf Expansionskurs - Panda-Zelltechnik sorgt für rege Nachfrage

Montag, 22. November 2010 14:01
Yingli Green Energy Holding Co.

(IT-Times) - Chinas zweitgrößter Solarkonzern Yingli Green Energy Holdings Co (NYSE: YGE, WKN: A0MR90) konnte im vergangenen dritten Quartal erneut mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnzuwächsen aufwarten, nachdem das Unternehmen weiterhin eine hohe Nachfrage nach Solarmodulen verzeichnete.

Insgesamt brachte Yingli Green um 25 Prozent mehr Solarmodule zur Auslieferung als im Vorquartal, wobei die Bruttomargen mit 33,3 Prozent vom Umsatz etwas höher ausfielen als im Vorfeld erwartet. Aufgrund der positiven Ergebnisse sah sich Yingli Green im jüngsten Quartal in der Lage, seinen Margenausblick anzuheben.

Yingli Green plant Offensive im chinesischen Markt
Trotz des kräftigen Ausbaus der Produktionskapazitäten sowie den Wegfall der Subventionen in den europäischen Märkten rechnen Analysten und Marktbeobachter wie Battle Road Research Experte David Acaro damit, dass der Preisverfall im nächsten Jahr doch nicht so stark ausfallen könnte, wie zunächst befürchtet. Branchenbeobachter hatten bislang mit einem Preisrückgang von 15 bis 20 Prozent im nächsten Jahr gerechnet.

Yingli Green will einen möglichen Nachfragerückgang in Europa im nächsten Jahr durch eine Offensive im chinesischen Markt im zweiten Halbjahr 2011 auffangen. Darüber hat das Unternehmen Pläne für den weiteren Ausbau seiner Produktion bestätigt. Insgesamt sollen zwei weitere Produktionslinien mit einer Gesamtkapazität von 700 Megawatt bis Mitte 2011 hinzukommen.

Wirkungsgrad von Panda-Modulen soll auf 20 Prozent klettern - Auslieferziel: 1GW in 2011
Ursächlich für die hohe Nachfrage nach Yingli Solar Produkten ist nicht nur der konkurrenzfähige Preis im Vergleich zu deutschen oder amerikanischen Fabrikaten, sondern auch der hohe Wirkungsgrad. Yingli hat mit seiner neuen Panda-Zelltechnik inzwischen einen Wirkungsgrad von 18,5 Prozent bei Solarmodulen erreichen können. Bei Yingli hofft man, den Wirkungsgrad bis Ende 2012 auf 20 Prozent steigern zu können.

Man habe bereits Lieferverträge im Volumen von 721 Megawatt für Panda-basierte Solarmodule für 2011 unterzeichnen können, wobei weitere Vertragsabschlüsse von knapp 300 Megawatt bis Jahresende hinzukommen sollen, so Yingli CEO und Chairman Liansheng Miao...

Kurzportrait

Die in Baoding/China ansässige Yingli Green Energy Holdings Company Limited wurde erst im August 2006 gegründet und ist bereits heute einer der größten vertikal integrierten Solarkonzerne in China. Das Unternehmen bietet die gesamte Produktpalette in der Solarindustrie, von der Entwicklung von Solarmodule, über die Fertigung bis hin zum Vertrieb an.

Die Produktpalette umfasst auch die Hersteller von Polysilizium-Ingots die dann für die Weiterverarbeitung zu Polysilizium-Wafer verwendet werden. Anschließend stellt das Unternehmen hieraus Solarzellen her, die Sonnenlicht in elektrischer Energie umwandeln. Yingli verwendet diese Zellen bei der Herstellung seiner eigenen Solarmodule, bei denen ausschließlich eigene Solarzellen zum Einsatz kommen. Die Mehrheit der von Yingli produzierten Solarmodule hat eine Ausgangsleistung von 110 bis 220 Watt. Ende 2008 verstärkte sich Yingli Green durch die Übernahme der Cyber Power Group Limited, dem Mutterkonzern des in Baoding ansässigen Polysilizium-Herstellers Fine Silicon Co Ltd. Mitte 2009 gründete Yingli Green ein Joint Venture mit der Hainan Development und Hainan Provincial Waters Conservancy Power Group zur Entwicklung von Solarprojekten in der Provinz Hainan.

Das chinesische Unternehmen vermarktet seine Solarmodule und Systeme unter seinem eigenen Namen Yingli. Das Unternehmen bietet dabei Solarmodule und Systeme in verschiedenen Größen an. Beim Vertrieb arbeitet das Unternehmen mit Systemintegratoren und Distributoren auf der ganzen Welt, insbesondere in Deutschland, Spanien, Italien und China zusammen.

Zum Einsatz kommen Yingli Solarsysteme aber nicht nur auf privaten Hausdächern, sondern auch in der Industrie zum Betrieb von Leuchtanlagen und Mobilfunkbasisstationen. Kontroller- und Invertersysteme stellt Yingli zwar nicht mehr länger selbst her, bezieht diese aber von Drittanbietern und übernimmt die Installation dieser bei den Kunden. Bis Ende 2010 sollen Produktionskapazitäten auf ein Gigawatt ausgebaut werden.

Zahlen

Für das vergangene Juniquartal Yingli Green einen Umsatzanstieg um 50 Prozent auf 491 Mio. US-Dollar. Das Umsatzwachstum sei, so Yingli, vor allem auf ein starkes Geschäft mit Solarmodulen zurückzuführen gewesen, das allerdings etwas durch die Abwertung des Euro gegenüber dem chinesischen Renminbi gebremst wurde.

Dabei verdiente Yingli Green im jüngsten Quartal 68,2 Mio. Dollar oder 44 US-Cent je Aktie und konnte damit die Markterwartungen der Analysten spürbar übertreffen - diese hatten im Vorfeld nur mit einem Nettogewinn von 36 US-Cent je Aktie sowie mit Einnahmen von 477 Mio. Dollar gerechnet.

Meldung gespeichert unter: Yingli Green Energy Holding Co.

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