Was die mobile Zukunft bringt: Augmented Reality

Freitag, 27. November 2009 16:44
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MÜNSTER (IT-Times) - Angenommen, man spaziert an einem langen Wochenende durch eine fremde Stadt. Angenommen, man entdeckt dort ein Restaurant. Wäre es nicht praktisch, wenn man wüsste, ob einem das Angebot dort gefällt, ob die Preise ins eigene Budget passen und ob man abends einen Tisch reservieren kann. Klar, vom eigenen Rechner aus, mittlerweile auch vom Mobiltelefon aus, kann man das alles per Suchmaschine in Erfahrung bringen. Das ist durchaus schon komfortabel. Wirklich einfach wird es aber durch sogenannte Augmented Reality (AR). Dabei hält man, bei aktivierter AR-Funktion, die Kamera seines Mobiltelefons auf das Gebäude. Schon erscheinen alle Informationen zum Restaurant auf dem Display, inklusive der Tagessuppe und den Bewertungen der Gäste.

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Dies ist nur ein Beispiel für Anwendungsgebiete der neuen Technologie Augmented Reality bedeutet übersetzt so etwas wie die erweiterte Realität, die das beste aus zwei Welten zusammen bringen und bündeln soll: Das Beste aus der realen mit dem Besten aus der virtuellen Welt. Ausgerüstet mit einem AR-Programm wie beispielsweise Wikitude oder aber Layar können heute schon Smartphones zu echten AR-Einheiten werden. Das gilt insbesondere für die standortbezogene Suche, die im Beispiel ja bereits geschildert wurde. Dabei handelt es sich zunächst einmal um einen netter Service, der auch dazu beitragen kann, dass AR sich schnell als massentauglich erweisen könnte. Ob damit der finanzielle Durchbruch zu erwarten ist, bleibt zunächst einmal abzuwarten. Bei den Analysten von Juniper Research geht man zunächst einmal davon aus, dass im kommenden Jahr weltweit nur zwei Mio. US-Dollar mit der standortbezogenen Suche eingenommen werden. Ein Bruchteil der 732 Mio. US-Dollar an prognostizierten Umsatzvolumen. Diese zeigen das Marktpotenzial für AR-Anwendungen bis zum Jahr 2014 auf.

Dieser Umsatzanstieg soll dabei vor allem durch Unternehmen angetrieben werden. Zunächst sollen es zwar vor allem Spiele sein, die Geld in die AR-Kassen spülen. Ab 2012 ist aber von speziellen Lösungen für Unternehmen die Rede und auch AR-gestützte Werbung soll sich dann langsam aber sicher etablieren und langfristig echtes Geld bringen. Wie ein Beispiel für Unternehmenslösungen aussieht ist im Youtube-Film zu sehen. In diesem wird geschildert, wie Autos in Zukunft gewartet und repariert werden können - dank AR.

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Noch ist auch die Hardware ein Engpass, der überwunden werden muss, ehe AR der endgültige Durchbruch gelingen dürfte. Denn um die Funktionen voll ausschöpfen zu können braucht man ein Mobiltelefon mit GPS zur Standortbestimmung sowie einen Beschleunigungsmesser um Bewegungen wahrzunehmen. Hinzu kommt ein  digitaler Kompass, damit auch die Richtung der Bewegung richtig angezeigt werden kann. Aktuell gibt der Markt für Smartphones vielleicht zehn Endgeräte her, die diese Anforderungen erfüllen. Das soll sich rasch ändern - es wird damit gerechnet, dass in fünf Jahren jedes Dritte neue Mobiltelefon mit diesen Features ausgestattet ist.

Meldung gespeichert unter: Sony

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