Verschiebungen im Telekommunikationsmarkt

Sonntag, 12. September 2010 18:46
BITKOM

- Telefonate über das Internet legen weiter zu

- Nutzung herkömmlicher Telefondienste geht zurück

- Zahl der Telefonanschlüsse insgesamt konstant bei 39 Millionen

Berlin, 12. September 2010

Die Kommunikation über DSL und TV-Kabel nimmt zu, die Nutzung klassischer Telefonanschlüsse – ob analog oder ISDN – geht zurück. Damit setzt sich ein bereits seit Jahren andauernder Trend weiter fort. 2009 sank die Zahl der klassischen Telefonanschlüsse in Deutschland um über zwei Millionen auf 32,8 Millionen. 2008 waren es noch knapp 34,9 Millionen. Das gab der Hightech-Verband BITKOM heute auf Basis von Daten der Bundesnetzagentur bekannt. Im Gegenzug wächst die Bedeutung alternativer Kommunikationswege, z.B. auf Basis der Internet-Telefonie (Voice over IP, kurz: VoIP). Ende 2009 telefonierten 2,3 Millionen Haushalte über einen Kabel-TV-Anschluss und 3,8 Millionen Haushalte über einen so genannten entbündelten DSL-Anschluss. Entbündelte DSL-Zugänge sind vertraglich nicht an einen herkömmlichen Festnetz-Anschluss gebunden. Im Vorjahr telefonierten erst 1,5 Millionen Haushalte über das TV-Kabel und 2,2 Millionen Haushalte über einen entbündelten DSL-Anschluss. Die klassische Telefonie dominiert weiterhin den Festnetzmarkt, geht aber stetig zurück, während Internet-Telefonie über DSL oder TV-Kabel zunehmend Verbreitung findet. Zum Jahresende 2009 gab es insgesamt 38,9 Millionen Telefonanschlüsse in Deutschland. Diese Zahl ist seit mehreren Jahren weitgehend stabil.

Hintergrund: Bei der klassischen Telefonie wird eine direkte Verbindung zwischen den Teilnehmern geschaltet und die Sprache in Echtzeit analog oder – im Falle von ISDN – digital übertragen. Bei Voice-over-IP wird die Sprache zunächst digitalisiert, dann werden kurze Sequenzen in Paketen zusammengefasst und als Sprachpakete verschickt. Die Datenmenge ist dabei im Vergleich zu Videos relativ gering, allerdings können in Einzelfällen Laufzeitverzögerungen oder Paketverluste aufgrund einer starken Netzauslastung zu Echos, Aussetzern oder Störgeräuschen führen. Einige Anbieter reservieren daher feste Bandbreiten für Sprachpakete oder priorisieren diese, um eine konstante Sprachqualität garantieren zu können.

Ansprechpartner

Marcel Bertsch

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Meldung gespeichert unter: BITKOM

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