VATM: Weitere Absenkung der Terminierungsentgelte in die Mobilfunknetze möglich

Montag, 22. Oktober 2007 15:03
VATM

Pressemitteilung

Weitere Absenkung der Terminierungsentgelte in die Mobilfunknetze möglich

VATM: Bundesnetzagentur muss endlich belastbares Kostenmodell entwickeln

Köln, 22.Oktober 2007. Anlässlich der morgen bei der Bundesnetzagentur stattfindenden Anhörung zur Höhe der Entgelte für die Terminierung von Gesprächen in die Mobilfunknetze spricht sich der VATM für die Entwicklung eines Kostenmodells aus. Ein solches würde es nach Ansicht des Verbandes erübrigen, bei weniger plausiblen Kostenunterlagen der Netzbetreiber auf ebenfalls regulierte internationale Vergleichsmärkte abstellen zu müssen, und wird auch von der EU-Kommission bereits seit Monaten gefordert.

„Die Festlegung der Entgelthöhe für die Terminierung in die Mobilfunknetze muss sich an den Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung orientieren, die die Netzbetreiber tatsächlich haben“, fordert VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. „Der Blick auf europäische Vergleichsmärkte bringt, das zeigen die vergangenen Festlegungen der Terminierungsentgelte deutlich, keine realistischen Kostengrößen, sondern nur den Vergleich mit ebenfalls regulierten Märkten. Auf diese Weise ermittelte Terminierungsentgelte haben somit mit den tatsächlichen Kosten nichts zu tun.“

Diese Problematik lässt sich nach Ansicht des Verbandes mit der Entwicklung eines Kostenmodells, wie es im Festnetzmarkt zur Ermittlung der Gemeinkosten bei der Deutschen Telekom bereits besteht, lösen. „Wenn alle Netzbetreiber ihre Angaben nach verbindlichen allgemeingültigen Standards machen müssen, kann der Regulierer die tatsächlichen Kosten nachvollziehbar berechnen“, so Grützner. „Und wird dann zu insgesamt niedrigeren Terminierungsentgelten kommen.“

Unabhängig davon, wie die Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung erhoben werden, muss die bisherige Spreizung der Terminierungsentgelte zwischen großen und kleineren Netzbetreibern in den Augen des VATM erhöht werden. „Zu diesem Ergebnis ist bereits im vergangenen Jahr ein Gutachten der Bundesnetzagentur selbst gekommen“, erläutert Grützner. „E-Plus und O2 haben aufgrund ihrer Frequenzausstattung, dem späteren Markteintritt, geringeren Marktanteilen und den daraus resultierenden ungünstigeren Skaleneffekten einfach höhere Kosten als T-Mobile und Vodafone. Dem muss durch entsprechend höhere Terminierungsentgelte Rechnung getragen werden, wenn weiterhin chancengleicher Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt möglich sein soll.“

Die Beschlusskammer drei der Bundesnetzagentur entscheidet auf der Basis der von den Netzbetreibern eingereichten Kostenunterlagen und der Ergebnisse der morgigen Anhörung bis Ende November 2007 über die Höhe der Terminierungsentgelte. Die neuen Entgelte treten Anfang Dezember in Kraft, wenn die bisher geltende Regulierungsverfügung ausläuft.
 

Informationen

Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V.

VATM-Geschäftsstelle  

Dr. Eva-Maria Ritter, Wolfgang Heer      

Oberländer Ufer 180 - 182         

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