VATM: Alternative Anschlusstechnologien geben Bürgermeistern Hoffnung / VATM-Pressetag "Anschluss gesucht - schneller Internetzugang für alle (Regionen)?"

Mittwoch, 12. Dezember 2007 17:00
VATM

Pressemitteilung

Alternative Anschlusstechnologien geben Bürgermeistern Hoffnung

VATM-Pressetag „Anschluss gesucht – schneller Internetzugang für alle (Regionen)?“

Köln, 12. Dezember 2007. Breitbandanschlüsse über Satellit, Funk und die Stromversorgung erweisen sich für immer mehr Gemeinden und Kommunen als Ausweg aus der DSL-Diaspora, so das wichtigste Ergebnis des VATM-Pressetages „Anschluss gesucht – schneller Internetzugang für alle (Regionen)?“, der am 10. Dezember 2007 im Münchner Presseclub stattfand. So können heute etliche Gemeinden in Schleswig-Holstein, Südost-Bayern oder in der Pfalz über diese alternativen Anschlusstechnologien auch ohne DSL-Zugang auf schnelles Internet mit einer Bandbreite von mindestens einem Mega-Bit pro Sekunde zugreifen.

Dass schnelles Internet auch aus der Steckdose kommen kann, stellte Ingo Schönberg, CEO der Power Plus Communications AG, in seiner Präsentation „Powerline reloaded“ dar. Die Powerline-Technologie hat sich nach seinen Worten nicht nur erfolgreich im Bereich der In-House-Vernetzung etabliert. Sie ist auch eine echte Alternative für die Breitbandversorgung von ganzen Städten oder Gemeinden. Baumaßnahmen an Gebäuden sind bei Powerline nicht nötig. Um alle Einwohner einer Kommune mit schnellen Internetanschlüssen zu versorgen, müssen lediglich Powerline-Modems in das Stromnetz eingebaut werden. Die zentrale Anbindung an das Internet-Backbone erfolgt dabei wahlweise über drahtgebundene wie drahtlose Anschlusstechnologien.

Die Probstei Telekom GmbH bringt mit Breitband via bidirektionaler Satellitenanbindung schnelles Internet nicht nur auf Bohrinseln und Offshore-Windparks, sondern leistet mit dieser Anschlusstechnologie auch bei der Schließung der weißen Flecken auf der deutschen Breitbandkarte wertvolle Dienste. Probstei-Geschäftsführer Wolfgang Bauer erläuterte in seinem Vortrag, dass sich mit Breitband via Satellit innerhalb weniger Wochen auch mehrere Gemeinden über eine Antennenanlage anschließen lassen.

Für Südost-Bayern, wo derzeit etwa 30 Prozent der Bürger keine Möglichkeit haben, einen Zugang zum schnellen Internet zu bekommen, dürfte Breitband via Funk der Hoffnungsträger sein. Die Televersa GmbH, die bei der Versteigerung der sogenannten WiMAX-Frequenzen im Dezember 2006 für diese Region den Zuschlag bekommen hatte, will bis Ende des kommenden Jahres den Bau ihres Funknetzes abgeschlossen haben und Garant für eine flächendeckende Versorgung sein. Televersa wird dafür nach Angaben von Geschäftsführer Jürgen Pfitzner rund 75 Millionen Euro in Funkstationen und Transportnetz in der Region Südost-Bayern investieren.

Allen alternativen Anschlusstechnologien ist dabei gemein, dass mit Bandbreiten zwischen einem und sechs MBit pro Sekunde sowie wettbewerbsfähigen Preisen auch im ländlichen Raum marktgängige Konditionen für die Breitbandversorgung angeboten werden.

VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner hatte in seinem Eingangs-Statement darauf hingewiesen, dass die Breitband-Versorgungslage durch die erstmals systematische Sammlung und Aufbereitung der benötigten Infrastrukturdaten deutlich beschleunigt werden könne. VATM und kommunale Spitzenverbände hatten hierzu jüngst gemeinsam einen Masterplan zur Schließung der weißen Flecken veröffentlicht. Bürgermeistern und Kommunalverwaltungen riet Grützner dringend, bei jeder Baumaßnahme Leerrohre für Glasfaserkabel mit verlegen zu lassen und so mit minimalen Zusatzkosten erfolgreich in die Zukunft und Attraktivität ihrer Standorte zu investieren.

Dr. Alwin Mahler, Vice President Corporate Affairs und Business Development bei Telefonica Deutschland, beleuchtete das Thema Konvergenz der Technologien. So entschieden sich immer mehr Haushalte dafür, Internet, Telefonie und zunehmend auch IP-TV sowie Video on Demand über ihren Kommunikationsanschluss zu nutzen. Über ein Drittel aller von den Wettbewerbern vermittelten Sprach-Verbindungsminuten laufe mittlerweile über Voice over IP.

Kritik übte Mahler, der auch Mitglied im Präsidium des VATM ist, an der drastischen Verlängerung der Kunden-Vertragslaufzeiten bei der Deutschen Telekom und den weiter zunehmenden Verzögerungen bei der Bereitstellung der Teilnehmeranschlussleitung durch den Ex-Monopolisten. Hier zeige sich, dass auch im Jahr 10 nach der Liberalisierung des Festnetzmarktes nach wie vor eine effiziente Regulierung notwendig sein.

Die Präsentationen der Referenten des Pressetages haben wir auf unserer Internetseite www.vatm.de zum Download für Sie bereitgestellt.

Informationen

Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V.

VATM-Geschäftsstelle  

Meldung gespeichert unter: VATM

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