Tesla Motors vs BMW - wer macht das Rennen?

Elektromobilität

Mittwoch, 28. Mai 2014 13:12
Tesla Motors Unternehmenslogo

(IT-Times) - Tesla Motors bleibt trotz Verlustausweis im ersten Quartal 2014 auf der Überholspur. Müssen sich die deutschen Autobauer Sorgen machen? Die geplante Giga-Fabrik, neue Herstellungsverfahren und neue Modelle könnten den Elektroautohersteller aus Kalifornien endgültig in die erste Liga der Autohersteller hieven und andere Konkurrenten wie BMW hinter sich lassen.

Batterien für 500.000 Elektrofahrzeuge
Tesla Motors (Nasdaq: TSLA, WKN: A1CX3T) drückt aufs Tempo. Schon im kommenden Monat will das Unternehmen den Grundstein für seine milliardenschwere Giga-Fabrik legen, die im Jahr 2017 die Batterie-Produktion aufnehmen soll. Bis 2020 sollen genügend Batterien für 500.000 Elektroautos vom Band laufen. Zum Vergleich: In 2013 verkaufte Tesla gerade einmal 23.000 Fahrzeuge.

Einer der Hauptgründe für die bis zu 5,0 Mrd. Dollar teure Fabrik sind die erhofften Kostensenkungen, die Tesla Motors bei einer Investorenpräsentation auf rund 30 Prozent beziffert. Damit will Tesla die Preise Elektrofahrzeuge langfristig weiter senken und so den Massenmarkt erobern.

Genau dies will auch BMW und hat mit dem BMW i3 einen Elektro-Flitzer vorgestellt, der bereits für rund 35.000 Euro zu haben ist. Tesla bietet bislang noch kein Fahrzeug für das untere Preissegment an, will aber Ende 2016 mit einem Mittelklassemodell nachlegen, das in den USA für 35.000 Dollar (25.000 Euro) zu haben sein soll.

Produktion soll auf 50.000 Fahrzeuge pro Jahr klettern
Für BMW spricht, dass man mit dem BMW i3 und dem Hybrid-Sportscar BMW i8 bereits mit zwei Elektrofahrzeugen am Markt ist. Allerdings will Tesla auch hier nachlegen. Schon im Herbst 2014 soll die Produktion des Model X (SUV) beginnen. Mit dem Produktionsstart des Model X soll gleichzeitig die Fahrzeugproduktion von wöchentlich 500 auf 1.000 Einheiten bzw. 50.000 Fahrzeuge jährlich steigen.

Große Vorteile sehen Industrieanalysten bei Tesla nicht nur beim Antriebsstrang und dem Batterie-Paket, das außerordentliche Reichweiten ermöglicht, sondern auch bei den Materialien. Im Model S verbaut Tesla rund 299kg Aluminium - mehr als zwei Mal soviel wie der Industriedurchschnitt. Damit ist das Model S trotz seiner Größe vergleichsweise leicht und vor allem stabil.

Wettrennen der unterschiedlichen Konzepte
BMW setzt bei seinem BMW i3 auf eine Fahrgastzelle aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK). Carbon ist zwar etwas leichter als Aluminium, dafür aber auch teurer. Ob die Rechnung für BMW aufgeht, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.

In puncto Ladestationen (Supercharger), Vertriebskonzept (Direktvertrieb) und Software - jedes Model S ist mit dem Internet für Software-Updates verbunden - sieht sich dagegen Tesla in Front. Die Kalifornier haben vorgelegt, BMW & Co müssen erst einmal die richtige Antwort finden, sonst droht die vorzeitige Überrundung in einem Rennen, das noch gar nicht richtig angefangen hat.

Kurzportrait

Tesla Motors wurde im Jahre 2003 gegründet und hat seinen Hauptsitz im kalifornischen Palo Alto. Zum Gründerteam von Tesla gehören der visionäre Firmenchef Elon Musk, sowie Cheftechnologe Jeffry B. Straubel.

Tesla Motors entwirft, plant und baut seine Elektrofahrzeuge in Eigenregie. Große Aufmerksamkeit erregte das Unternehmen mit seinem ersten vollelektrischen Sportwagen Tesla Roadster. Inzwischen hat das Unternehmen mit dem Model S ein zweites Luxus-Modell an den Start gebracht, das auch Familien mit Kindern ansprechen soll. Die Elektrofahrzeuge entstehen in der Tesla-Fabrik, wobei Tesla auch die Komponenten (Batterien) und den Antriebsstrang für seine Fahrzeuge selbst entwirft.

Um seine Fahrzeuge zu vermarkten, betreiben die Kalifornier ein eigenes Vertriebs- und Servicenetz. Gegen den Widerstand der Autohändler will Tesla Motors seine Fahrzeuge direkt in seinen Tesla Stores an die Kunden verkaufen. Durch die Errichtung eines Supercharger (Ladestationen) sollen Tesla-Kunden landesweit kostenlosen Zugriff auf Ladestationen haben.

Kooperationen bestehen unter anderem mit dem deutschen Autohersteler Daimler. Der Stuttgarter Autokonzern hält rund vier Prozent an Tesla Motors. Zudem kooperiert Tesla Motors mit dem japanischen Autohersteller Toyota im Bereich Entwicklung von Elektrofahrzeugen und Komponenten.

Eine weitere Kooperation besteht mit dem japanischen Elektronikgiganten Panasonic. Gemeinsam mit Panasonic will Tesla Motors eine Batterie-Fabrik bauen, die in 2017 in Betrieb gehen soll. Damit soll die weltweite Produktion von Lithium-Ionen-Batterien verdoppelt werden.

Markt und Wettbewerb

Meldung gespeichert unter: Tesla Motors

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