Sony geht optimistisch ins neue Jahr

Mittwoch, 30. Dezember 2009 14:04
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(IT-Times) - Der japanische Elektronikkonzern Sony Corp (NYSE: SNE, WKN: 853687) will im nächsten Geschäftsjahr wieder die Gewinnzone erreichen. Neue Innovationen im Elektroniksektor sollen den Weg zurück auf die Erfolgsspur ebnen.

Trotz aller Bemühungen um Kostensenkungen schreibt der japanische Konzern mit seiner Vorzeige-Konsole PlayStation 3 (PS3) weiterhin Verluste. Derzeit sollen sich die Herstellungskosten für die PS3 auf 336 US-Dollar summieren, während der Anbieter die Konsole für 299 US-Dollar am US-Markt verkauft. Um seine Kostenbasis weiter zu optimieren, setzt das Unternehmen nunmehr auf einen schlankeren Vertrieb sowie auf Spielehits.

Gaming-Sparte soll in 2010 Gewinne schreiben
Diese Strategie könnte schon im nächsten Jahr aufgehen. Durch die Vereinheitlichung des internationalen Vertriebs sollen die Vermarktungskosten sinken, so dass die Gaming-Sparte im nachfolgenden Fiskaljahr 2010/2011 wieder in die Gewinnzone fährt. Eine wichtige Rolle sollen dabei Game-Hits wie „Final Fantasy XIII“ spielen. Tatsächlich beflügelte der Verkaufsstart des Square Enix Games das PS3-Geschäft. Mitte Dezember wurden allein in Japan 237.086 PS3-Konsolen, darunter 92.000 „Final Fantasy Special Editionen“, abgesetzt, so die Marktforscher aus dem Hause Media Create.

Im September hatte Sony seine PS3 nochmals überarbeitet. Die Konsole kommt nunmehr in einem schlankeren Design sowie mit einem niedrigeren Preis daher, was offenbar bei den Kunden gut ankam. In der Relaunch-Woche wurden bereits 152.000 Einheiten der PS3 verkauft, so die Media Create Marktforscher. Zudem soll Sony bereits am Nachfolger PS4 arbeiten, der mit einem Mehrkern-Chipsatz daherkommen soll, so der Branchendienst Kotaku.

Sony drängt in den Markt für eBook-Reader
Doch nicht nur im Konsolengeschäft scheint es für Sony wieder aufwärts zu gehen. Auch im Markt für eBook-Reader mischt der japanische Elektronikgigant kräftig mit. Jüngst hat das Unternehmen mit dem Sony PRS-600 Touch Edition sein neuestes eBook-Lesegerät ins Rennen geschickt. Sony will mit dem neuen Gerät insbesondere Wissenschaftler und Studenten ansprechen, die viel Texte durcharbeiten müssen und sich dabei Anmerkungen notieren und Textstellen markieren.

Der Markt für eBook-Reader hat inzwischen an Fahrt gewonnen, wie die Rekordverkaufsmeldungen von Amazon.com belegen. Wie der Online-Händler jüngst mitteilte, gehörte der eBook-Reader Kindle zu den begehrtesten Unterhaltungselektronikgeräten im diesjährigen Weihnachtsgeschäft.

Auch die Marktforscher aus dem Hause IC Insights sehen den Markt für eBook-Reader in den nächsten Jahren im Aufwind. Die Analysten rechnen mit jährlichen Umsatzzuwächsen von 60 Prozent im Zeitraum 2008 bis 2013 und Sony ist mit von der Partie…

Kurzportrait
Sony wurde 1946 ursprünglich als Tokyo Tsushin Kogyo K.K. (Tokyo Telecommunications Engineering Corporation) gegründet. Drei Jahre später entwickelte man das erste Magnettonband. Erst 1955 folgte die Umbenennung in Sony. In den Folgejahren wurden Fernseher, Videorekorder und Halbleiter produziert, aber auch der Einstieg in das Unterhaltungsgeschäft gelang durch ein Joint Venture mit der US-amerikanischen CBS. Parallel hierzu erfolgte die internationale Expansion. 1979 präsentierte Sony mit dem Walkman einen Bestseller, drei Jahre später wurde die CD entwickelt. Kurze Zeit später folgte die erste Videokamera. Mit seiner PlayStation legte das Unternehmen zudem den Grundstein für den späteren Erfolg im Bereich Spielekonsolen.

Heute ist Sony einer der größten Elektronikkonzerne der Welt. Das Unternehmen ist in fünf Sparten unterteilt: Electronics, Games (Konsolen und dazugehörige Software/Spiele), Financial Services (Versicherungen, Kreditfinanzierung, Leasing), Pictures (Filmproduktionen, u.a. MGM), und Others (Sony Music Entertainment (SME) und Sony Music Entertainment (Japan) Inc. (SMEJ). Sony Pictures Entertainment hält unter anderem eine 7,5%ige Beteiligung an den Revolution Studios.

Das mit Abstand größte Segment ist der Bereich Consumer Products & Devices. Hier werden unter anderem Unterhaltungselektronikgeräte (Fotoapparate, Kameras, DVD-/CD-/MP3-Player etc.), Batterien, Fernseher und Datenträger entwickelt, hergestellt sowie abgesetzt.

Zu dieser Sparte gehört auch SonyEricsson, ein Joint Venture mit dem schwedischen Ericsson-Konzern, das Mobiltelefone herstellt. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Tokio und beschäftigt rund 150.000 Mitarbeiter. Ende 2007 verkaufte Sony sein Computerchip-Geschäft an die japanische Toshiba. Gleichzeitig brachte Sony auch seine Finanzeinheit Sony Financial Holdings an die Tokioter Börse, womit sich Sonys Beteiligung an der Tochter von 100 auf 60 Prozent reduzierte. Im Oktober 2008 erwarb Sony eine 50%ige Beteiligung an Sony BMG Music Entertainment von Bertelsmann.

Zahlen
Der Umsatz von Sony belief sich im zweiten Quartal 2009/2010 auf 1,6 Billionen Yen (18,45 Mrd. US-Dollar). Somit ergab sich ein Rückgang um 19,8 Prozent bezüglich des Vorjahreswertes von 2,07 Billionen Yen. Das operative Ergebnis betrug in Q2 2009 minus 32,6 Mrd. Yen, wohingegen im zweiten Quartal 2008 noch plus elf Mrd. Yen zu Buche schlugen. Das EBT lag mit minus 17 Mrd. Yen ebenfalls deutlich unter dem Vorjahreswert von 7,3 Mrd. Yen.

Meldung gespeichert unter: Sony

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