Skype wird mit schwindenden Grenzen zwischen Endgeräten immer wichtiger

Freitag, 6. März 2009 17:41
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(IT-TIMES) Es ist klar, dass Messen, wie die aktuell noch stattfindende CeBIT, durch Unternehmen auch dazu genutzt werden, um aktuelle Meldungen in die Öffentlichkeit zu tragen. Und so nutzte beispielsweise Skype diese Woche, um mitzuteilen, dass im vergangenen Jahr acht Prozent aller geführten internationalen Telefonate via Skype getätigt wurden. Im Rahmen einer Keynote-Ansprache während der CeBIT sagte Skype-Coo Scott Durchslag: "Die Grenzen zwischen den Geräten und Netzwerken verwischen immer mehr. Der Kunde kann und will selbst aussuchen, über welches Gerät oder welchen Dienst er ins Internet einsteigen möchte."

Das gefällt natürlich nicht allen, aber der Erfolg gibt Skype schlicht und ergreifend Recht. Zum Ende des letzten Jahres wurde die Zahl von 400 Millionen Nutzern weltweit überschritten – darunter sowohl Privat- als auch Geschäftskunden. Ebenfalls beeindruckend: Das entspricht nach Skype-Angaben einem Wachstum von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während andere innovative Unternehmen am Markt (wie beispielsweise Twitter) noch immer nicht wissen, wie und womit Umsätze generiert werden sollen, ist Skype auch da schon einen Schritt weiter. Das Unternehmen, das mittlerweile zum Online-Auktionsriesen Ebay gehört, erwirtschaftete nach eigenen Angaben einen Umsatz in Höhe von immerhin 550 Mio. US-Dollar.

Skype macht sich mit der Voice-over-IP-Technologie (VoIP) nichts anderes zunutze, als digitale Sprachsignale als Datenpäckchen über das Internet zu verschicken. Damit werden die klassischen Telefonverbindungen umgangen. Und damit auch die kostenpflichtigen Telefonleitungen. Man nutzt Skype an seinem Rechner, braucht einen Internetanschluss, eine Soundkarte und idealerweise einen Kopfhörer mit Mikro. Eigentlich Standards heutzutage. Seit 2004 wird Skype angeboten, ersonnen vom Dänen Janus Friis und vom Schweden Niklas Zennström. Und damit gelang so etwas wie der Durchbruch für VoIP als Massenphänomen.

Voicemail-Nachrichten können übersetzt werden.

Auch wenn immer mal wieder Gerüchte laut werden, dass sich Ebay von Skype trennen möchte: Die Innovationskraft bei dem Unternehmen scheint ungebrochen. Erst in dieser Woche verkündete Skype zum Beispiel, dass es sich mit dem britischen Sprache-zu-Text Spezialisten SpinVox zusammengetan hat und nun demnächst Voicemail-Nachrichten übersetzt. So wird das neue System in Zukunft alle Sprachnachrichten der Voicemail-Nutzer in Text umwandeln und den Kunden per SMS zukommen lassen. Das System beherrscht dabei laut Unternehmensangaben die Sprachen Englisch, Spanisch, Französisch und Deutsch.

Skype nennt den neuen Service „Visible Voicemail“ und preist an, dass man so nie wieder einen wichtigen Anruf verpassen werde. Empfangen könne man die Textnachrichten auch per Mail. Der Vorteil hier, gegenüber einer Kurzmitteilung: Der Versand ist kostenlos. „Wir sind der erste Internetkommunikations-Softwareanbieter, der SpinVox einsetzt“, erklärte Christina Domecq, CEO von Skype hierzu. Diese einzigartige Stellung lässt sich Skype allerdings auch bezahlen. So werden für jede übersetzte Nachricht je nach Land und Währung 0,20 Euro, 0,17 Pfund oder 0,25 US-Dollar berechnet. Die Kosten für das Versenden einer SMS sind noch nicht inbegriffen.  Das Gute an diesem Dienst, auch wenn er nicht kostenlos ist: Er orientiert sich an dem, was der Markt offenbar wünscht. Und genau diesem Wunsch kann Skype durch sein Angebot nachkommen. Da ist es nur legitim, hierfür auch Gebühren zu Verlangen. Denn Skype hat sich in den vergangenen Jahren nicht deshalb immer weiter ausgebreitet, weil der Dienst kostenlos ist. Skype konnte auch punkten, weil es einem das Leben beim Telefonieren wirklich erleichtern kann.

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