Samsung hat eine Sorge weniger - dafür mit dem iPhone 4S einen Konkurrenten mehr

Donnerstag, 20. Oktober 2011 13:49
Samsung

(IT-Times) - Der südkoreanische Elektronikgigant Samsung stand zuletzt hauptsächlich wegen Patentstreitigkeiten mit Apple rund um seine Galaxy-Produkte in den Schlagzeilen.

Fernab von den Gerichtssälen kämpfte Samsung aber auch im Kerngeschäft mit Problemen. Kopfzerbrechen bereiten dem Unternehmen als weltgrößter Speicher- und TV-Produktehersteller vor allem die fallenden DRAM- und LCD-Preise. Vor allem die LCD-Division fuhr zuletzt einen operativen Verlust von 210 Mrd. Won ein. Eine schnelle Entspannung an der Preisfront bei LCD-Flachbildfernsehern ist derzeit nicht in Sicht.

Brüssel gibt grünes Licht für Verkauf der Festplattensparte
Eine weitere Baustelle ist Samsung dagegen los. Die EU-Kommission genehmigte zuletzt den Verkauf der Festplattensparte für 1,4 Mrd. US-Dollar an Seagate. Der Festplattenabsatz war nach Angaben von IHS iSuppli Angaben zuletzt rückläufig, da Flashspeicher-Laufwerke traditionellen HDD-Laufwerke den Rang ablaufen. Hersteller waren dadurch gezwungen, ihre Preise für HDD-Laufwerke zu senken.

An anderer Stelle konnte Samsung Electronics (WKN: 881823 dagegen groß punkten. Die Südkoreaner sind drauf und dran den bisherigen Platzhirschen Nokia Thron als weltgrößten Handy-Hersteller zu stoßen - in 2012 könnte es bereits soweit sein.

Samsung will die Nummer eins werden - Galaxy Nexus soll es richten
Hintergrund ist der große Erfolg der Galaxy-Smartphonereihe. Von seinem Android-basierten Galaxy 2 Smartphone konnte Samsung bereits mehr als zehn Millionen Einheiten verkaufen. Kein anderes Handy habe sich Unternehmensangaben zufolge jemals so schnell verkauft.

Um Patentstreitigkeiten mit Apple künftig aus dem Weg zu gehen, wurde das neu vorgestellte Galaxy Nexus Smartphone entsprechend anders gestaltet, deutet Samsung Mobile Präsident Shin Jong-kyun gegenüber der Yonhap News Agency an.

Das neue Samsung-Flagschiff kommt mit einem 4,65-Zoll großen Super HD AMOLED Display daher und ist damit deutlich größer als das iPhone 4S von Apple. Zudem ist das neue Super-Smartphone mit einem 1,2 GHz Dual-Core Prozessor von TI und einer 5-Megapixel-Kamera ausgerüstet. Es ist das erste Smartphone überhaupt, auf dem das neue Google-Betriebssystem Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) zum Einsatz kommt.

Laut US-Presseberichten dürfte das Galaxy Nexus im November dann über den führenden US-Mobilfunk-Carrier Verizon Wireless zu haben sein, auch Japans führender Mobilfunker NTT DoCoMo wird das Galaxy Nexus im November verkaufen. Die Preise für das Gerät sollen sich dabei zwischen 20.000 und 30.000 Yen (260 bis 390 US-Dollar) bewegen. Nicht zuletzt vom Preis dürfte davon abhängen, ob sich das Galaxy Nexus im diesjährigen Weihnachtsgeschäft gegen das iPhone 4S behaupten kann.

Kurzportrait

Die im Jahre 1969 in Daegu gegründete Samsung Electronics ist nicht nur der größte Elektronikkonzern Südkoreas, sondern auch weltweit die Nummer eins, wenn es um Elektronikprodukte für Privatkunden geht.

Samsung hatte sich ursprünglich auf die Produktion von TV-Geräten, Taschenrechnern, Kühlschränken, Klimaanlagen und Waschmaschinen konzentriert, inzwischen bietet das Unternehmen aber auch Halbleiter, Smartphones und Tablet PCs an.

Über seine Halbleitersparte Samsung Semiconductor bietet das Unternehmen nicht nur DRAM-Speicher, sondern auch Flash-Speicher und SSD-Laufwerke für PCs und Notebooks an. Auch Microcontroller- und Application Prozessoren werden über diese Samsung-Einheit vermarktet.

Das Unternehmen ist jedoch nicht nur der weltweit größte DRAM-Hersteller, sondern auch der weltweit führende Hersteller von Flachbild-Fernsehern. Über die Sparte Digital Media bietet Samsung nicht nur Digitalkameras, sondern auch Camcorder, PCs, Laserdrucker, Blu-ray- und DVD-Player an.

Im Mobilfunkmarkt ist Samsung inzwischen zum weltweit zweitgrößten Handy-Hersteller hinter Nokia aufgestiegen. Mit seinem Samsung Galaxy S Smartphone konnte Samsung jüngst einen Verkaufserfolg feiern - das Smartphone hat sich inzwischen millionenfach verkauft. Zudem hat das Unternehmen mit Bada ein eigenes Betriebssystem für Handys entwickelt und auch einen entsprechenden App Store an den Start gebracht.

Samsung beschäftigt weltweit rund 157.000 Mitarbeiter und investiert aggressiv in Forschung und Entwicklung. Insgesamt ist das Unternehmen heute mit Fabriken und Vertriebsniederlassungen in mehr als 65 Ländern weltweit vertreten, wobei Samsung gleichzeitig 24 Forschungs- und Entwicklungszentren unterhält. Mitte 2011 verkaufte Samsung sein Solarzellengeschäft für 160,8 Mrd. Won bzw. 0,15 Mrd. US-Dollar an Samsung SDI.

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