Red Hat sieht sich wieder oben auf

Linux-Anbieter legt Zahlen

Freitag, 27. Dezember 2013 14:01
Red Hat

(IT-Times) - Der amerikanische Linux-Spezialist Red Hat sieht sich wieder auf der Gewinnerstraße. Nach einem eher enttäuschenden Augustquartal konnte Red Hat im jüngsten Quartal überzeugen und die Gewinnerwartungen der Analysten in den Schatten stellen. Die Folge: Investoren und Anleger griffen beherzt zu, Red Hat-Aktien legten unter hohen Umsätzen um 20 Prozent zu.

Red Hat hatte im jüngsten Quartal eine Rekordzahl von Deals mit einem Volumen von über eine Mio. US-Dollar unter Dach und Fach bringen können. Zudem sieht sich Red Hat (NYSE: RHT, WKN: 923989) mit Red Hat Enterprise Linux 7 (RHEL 7) mit hunderten neuen Funktionen und Erweiterungen inklusive Linux Container weiter auf Erfolgskurs. Ein großes Thema ist auch bei Red Hat Cloud Computing. Schon vor Monaten hat Red Hat mit RHEL OpenStack sein eigenes OpenStack-Produkt auf den Markt gebracht - dabei handelte sich um die erste Version.

Red Hat bringt neues OpenStack-Produkt an den Start
Nunmehr hat der Linux-Anbieter nochmals nachgelegt und mit Red Hat Enterprise Linux OpenStack 4.0 sein neuesten OpenStack-Produkt auf den Markt gebracht, welches auf der neuen Havana-Version von OpenStack basiert. Bei OpenStack handelt es sich um eine Open-Source-Cloud-Plattform, die ursprünglich von der NASA und Rackspace ins Leben gerufen wurde.

Inzwischen haben sich zahlreiche große Unternehmen der OpenStack-Bewegung angeschlossen, dazu gehört auch Red Hat. Der Linux-Distributor sieht sich dabei als ein großer Vorreiter und Contributor der OpenStack-Bewegung, wobei Red Hat hofft, dass sich OpenStack eines Tages als Cloud-Betriebssystem im Datenzentrum durchsetzen wird.

Immer mehr Firmen und IT-Entscheider denken über den Einsatz von OpenStack im Unternehmen nach. Bei einer jüngsten Quick Pulse Umfrage des CIO-Magazins kam heraus, dass 65 Prozent der IT-Manager planen, OpenStack Cloud-Technik in der Zukunft einzusetzen oder bereits einsetzen.

RHEL OpenStack - Kooperation mit Dell
Dementsprechend zuversichtlich ist Red Hat, mit seinem OpenStack-Produkt den Nerv der Kunden getroffen zu haben. Der Einsatz von OpenStack soll Kosten senken und IT flexibler und effizienter machen.

Um sein neues OpenStack-Produkt zu vermarkten, hat Red Hat eine Kooperation mit Dell geschlossen. Dell wird Anfang nächsten Jahres RHEL 4.0 zusammen mit Dell-Hardware an Firmenkunden vermarkten. Dabei will das Duo vor allem Großkonzerne ins Visier nehmen, die Private Clouds aufsetzen wollen, so Red Hat General-Manager Radhesh Balakrishnan.

Darüber hinaus wollen Red Hat und Dell auch bei anderen Projekten kooperieren. Geplant ist zum Beispiel auch eine Kooperation bei OpenStack Neutron, ein Projekt, dass Software-Defined-Networking-Funktionen in OpenStack bringen soll. Ferner ist auch eine Kooperation beim Project Ceilometer geplant, wodurch Überwachungs- und Abrechnungsfunktionen für OpenStack verbessert werden sollen.

Kurzportrait

Die im Jahre 1994 von Bob Young und Marc Ewing gegründete Red Hat stieg innerhalb kurzer Zeit zum weltweit führenden Linux-Distributor auf. Verzeichnete die Linux-Gemeinde Anfang der 90er Jahre noch 1,5 Mio. Nutzer, kletterte die geschätzte Zahl der Linux-Anwender zuletzt auf weit über 60 Millionen (Quelle: LinuxCounter) weltweit. Red Hat vermarktet eine kommerzielle Version des frei verfügbaren Betriebssystems Linux, wobei das Unternehmen insbesondere über den zur Verfügung gestellten Support und Service Einnahmen erwirtschaftet. Zum Produktsortiment gehören Red Hat Enterprise Linux, Red Hat JBoss Middleware, Red Hat Enterprise Virtualization und Red Hat Storage Server.

Neben der neuesten Version von Red Hat Linux offeriert das Unternehmen auch zahlreiche Angebote für Firmenkunden. Neben Datenbank- und Management-Software stehen vor allem Serversoftware und Embedded Anwendungen für Mobilfunktelefone und Fax-Dienste im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Subscription-Einnahmen aus dem Vertrieb des kommerziellen Betriebssystems trugen zuletzt mehr als die Hälfte der gesamten Umsatzerlöse der Gesellschaft.

In den vergangenen Jahren ist das Unternehmen vor allem auch durch zahlreiche Übernahmen gewachsen. Nach der Übernahme des Open-Source Pionier Cygnus im Jahre 2000, folgten im selben Jahr die Übernahme von Hells Kitchen Systems, Bluecurve, WireSpeed Communications, sowie der Zukauf von C2Net. Im Juni 2006 übernahm Red Hat den Open-Source-Softwarehersteller JBoss. Im Frühjahr 2008 wurde der Middleware-Spezialist und IT-Berater Amentra übernommen. Später verstärkte sich Red Hat durch die Übernahme des Virtualisierungsspezialisten Qumranet. Nachdem Ende 2010 der Spezialist Makara übernommen wurde, kaufte Red Hat im Herbst 2011 den Speicherspezialisten Gluster. Ende 2012 kaufte Red Hat den Cloud-Management-Spezialisten ManageIQ und Polymita Technologies.

Heute ist Red Hat mit Hauptsitz in Raleigh mit mehr als 55 Niederlassungen weltweit vertreten und arbeitet mit zahlreichen Technologiefirmen, darunter mit Dell Computer, Intel und vor allem mit IBM zusammen.

Zahlen

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