Mobiles Internet: Apple und Google geben Takt vor

Freitag, 9. April 2010 16:02
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MÜNSTER (IT-Times) - Am Anfang war das iPhone. Und mit ihm wurde das Internet mobil. Mit dem mobilen Internet kamen die Apps - diese kleinen Anwendungen, mit denen man sein Mobiltelefon so wunderbar individualisieren und aufmotzen kann. Die App ist der eigentliche Erfolgstreiber für das mobile Internet und die dahinter stehende Hardware. Nicht zuletzt Microsoft zeigt in den letzten Tagen wie wichtig das mobile Internet auch für die Zukunft zu sein scheint.

So setzt auch der Konzern, dessen Kerngeschäft ursprünglich mal darin bestand, Software zu entwickeln und (noch wichtiger!) zu verkaufen, nun auch auf das mobile Internet. Neben Software will Microsoft auch ein eigenes Mobiltelefon (Codename "Pink") auf den Markt bringen. Wie es heißt, habe das Unternehmen bereits eine spezielle Software sowie Online-Services für das neue Gerät entwickelt. Zunächst soll das Smartphone ausschließlich in den USA vermarktet werden. Auf der neuen Generation von Mobiltelefonen werde dann Microsofts neues mobiles Betriebssystem Windows Phone 7 zum Einsatz kommen. Schon seit geraumer Zeit wird über den Markteintritt von Microsoft in den Smartphone-Markt spekuliert nachdem der Internetkonzern Google diesen Schritt mit seinem Nexus One bereits gewagt hat. Hintergrund für die Marktpremiere Googles ist die zunehmende Verbreitung des eigenen Betriebssystems Android im Smartphone-Markt. Während Google mit Android Marktanteile gewinnt verlor Microsoft zuletzt mit Windows Mobile im amerikanischen Smartphone-Markt an Boden wie die Marktforscher aus dem Hause comScore melden. Demnach schrumpfte der Marktanteil der Redmonder zu Jahresbeginn um vier Prozentpunkte auf 15,7 Prozent.

Microsoft kämpft gegen die Bedeutungslosigkeit

Eine Entwicklung, die Microsoft nicht gefallen dürfte. Im Rennen mit Apple und Google geht es für das Unternehmen mittlerweile fast ausschließlich darum, den Anschluss nicht zu verlieren. Trends setzen aktuell aber die anderen zwei großen Akteure. Und der Erfolg gibt ihnen recht: Immer mehr Menschen nutzen auch unterwegs das Internet. Jeder fünfte Nutzer geht mit mobilen Computern wie Laptops oder Netbooks online, jeder zehnte mit dem Handy. Das jedenfalls ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris im Auftrag des BITKOM. Und somit gilt:  Das mobile Web ist der Wachstumsmotor für die Telekommunikations- und Internetbranche.

Was man auch im eigenen Kollegen- und Bekanntenkreis beobachten kann, wird ebenfalls durch eine Studie gestützt: Männer nutzen häufiger mobile Computer als Frauen. Jeder vierte Mann surft auf Reisen mit einem Laptop oder Netbook im Internet, aber nur 15 Prozent der Frauen. Dafür liegen weibliche Internetnutzer bei Smartphones leicht vorne. Elf Prozent von ihnen gehen mit den internetfähigen Handys online, dem stehen neun Prozent der Männer gegenüber. Dabei gibt es zwischen den Altersgruppen extreme Unterschiede. So geht bereits jeder Sechste unter 30 Jahren mit dem Handy ins Netz, wohingegen die Über-65-Jährigen das Handy fast ausschließlich zum Telefonieren oder für andere traditionelle Anwendungen wie SMS nutzen.

Versteigerung von Netzkapazitäten löst Bandbreiten-Engpass

Gründe für den mobilen Internet-Boom sind die zunehmende Verbreitung von Smartphones und Netbooks, sinkende Datentarife und bessere mobile Breitbandverfügbarkeit. Demnächst werden in Deutschland wieder neue Bandbreiten versteigert die dazu beitragen werden, dass den Netzkapazitäten für das mobile Internet kaum noch Grenzen gesetzt sein dürften. Nach BITKOM-Berechnungen werden dieses Jahr in Deutschland mehr als 20 Millionen mobile Internet-Endgeräte verkauft: 9,7 Millionen mobile Computer, 8,2 Millionen Smartphones und voraussichtlich mehr als zwei Millionen E-Books. Die Grenze zwischen Smartphones und Notebooks verwischt dabei zusehends, sei es durch Endgeräte wie E-Books (etwa der Kindle von Amazon) oder durch Tablet-PCs (allen voran das iPad von Apple). Der Umsatz mit mobilen Datendiensten steigt voraussichtlich um acht Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Schon jetzt liegt er deutlich höher als die Erlöse mit SMS und MMS zusammen.

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