Manz: Kommt mit den Displays der Turnaround?

Maschinenbau

Montag, 25. März 2013 13:08
Manz Unternehmenslogo

(IT-Times) - Der Maschinen- und Anlagenbauer Manz AG ist zuversichtlich in das neue Jahr gestartet. Die Auftragsbücher sind im Vergleich zum Vorjahr gut gefüllt und vor allem im Segment “Display” kommen neue Großaufträge ins Haus. Sorgen bereitet weiterhin das Solar-Segment. Doch auch hier zeigt man sich bei Manz zuversichtlich und hofft auf bessere Zeiten.

Im Geschäftsbereich Display konnte sich das Unternehmen schon zu Beginn des Jahres zwei Folgeaufträge von asiatischen Zulieferern im Geschäftsbereich Display sichern. Beide Großaufträge haben zusammen ein Volumen von ungefähr 56 Mio. Euro. Im Zuge der Projekte liefert die Manz AG Equipment für die Herstellung von Touchpanel-Displays und Komponenten für Smartphones und Tablets nach Asien. Bei Manz führt man die Aufträge darauf zurück, dass man die regionale Präsenz durch Produktions-, Forschungs- und Entwicklungsstandorten in Taiwan und China gestärkt habe. So ist man in der Lage, das geforderte Equipment zu lokalen Preisen anzubieten. Die Aufträge sollen zu großen Teilen im ersten Halbjahr 2013 in die Umsatz- und Ergebnisstatistik der Manz AG eingehen.

Mit diesen beiden Aufträgen konnte die Manz AG (WKN: A0JQ5U) damit seit November 2012 im Geschäftsbereich Display Projekte mit einem Volumen von rund 80 Mio. Euro gewinnen. Insgesamt sieht die Manz AG zu Jahresbeginn einen Auftragsbestand, der mehr als doppelt so hoch ist als er im Vorjahr war.

Bei Manz führt man diese positive Entwicklung auch darauf zurück, dass man durch den modularen Aufbau der Produkte in der Lage sei, Technologien schnell in andere Branchen zu übertragen. Damit fällt es Manz offenbar leichter, Durststrecken schwacher Segmente durch stärkere Segmente zu kompensieren. Aktuell bedeutet dieses, dass das Display-Segment das Solar-Segment mit durchziehen muss. Und so formuliert man auch, dass man insbesondere im Trend hin zu Touchpanel-Displays Chancen für die Zukunft sehe.

Wachstumsmarkt Display, Sorgenkind Solar

Displays kommen in immer mehr Bereichen zum Einsatz: Tablet PCs, Smartphones, LCD-Fernsehgeräte. Displays sind heute im alltäglichen Leben fast nicht mehr wegzudenken. Durch den Einzug von Touch-Displays steigen sogar die Einsatzmöglichkeiten, wodurch auch die Nachfrage weiter zunehmen wird.

Angesichts anhaltend geringer Neuinvestitionen in neue Maschinen und Anlagen durch Unternehmen aus der Solarbranche hat die Manz AG im vergangenen Jahr die Optimierung der Organisationsstrukturen und -prozesse innerhalb des gesamten Konzerns angestoßen. Aus diesem Grunde wurden Arbeitsplätze an den deutschen Standorten abgebaut.

Kurzportrait

Die Manz AG wurde 1987 von Dieter Manz gegründete und ist in Reutlingen ansässig. Das Unternehmen ist heute ein führender Hersteller von Automatisierungsanlagen, die sowohl in der Photovoltaik-, der LCD-Fertigungsindustrie, als auch bei der Herstellung von Hartmetallwerkzeugen zum Einsatz kommen. Gleichzeitig stellt Manz auch Systemlösungen für Labor- und Pharmaunternehmen sowie Komponenten für den Einsatz in der Automationstechnik bereit.

Zu den von Manz vertriebenen Produkten gehören unter anderem Handlingsysteme für LCD-Substrate, sowie Photovoltaik-Automatisierungssysteme, die beim Be- und Entladen von Prozessanlagen für die Herstellung von Solarzellen zum Einsatz kommen. Ferner werden Systeme für die Laborautomation angeboten, die in der Pharmaforschung und der Herstellung von Pharma-Produkten zum Einsatz kommt. Dazu gehören auch standardisierte Laborroboter, sowie Systeme zur Kommissionierung und Verpackung. Ergänzt werden die oben genannten Geschäftsbereiche durch Produkte für die automatisierte Handhabung von Kleinteilen. Über eine Kooperation mit der deutschen Würth Solar ist Manz auch in die Produktion von Dünnschicht-Anlagen eingestiegen. 2011 wurde die CIGS-Produktionslinie am Standort Schwäbisch Hall mit 116 Mitarbeitern von der Würth Solar GmbH & Co. KG komplett übernommen. Neben der Produktionsstätte erwarb Manz auch die Lizenzen und das Know-how von Würth Solar.

Insgesamt ist Manz nicht nur mit Niederlassungen in Deutschland, sondern auch in den USA, Taiwan, Südkorea, China, Indien, Israel, Ungarn und in der Slowakei vertreten. Zuletzt beschäftigte Manz weltweit knapp 2.000 Mitarbeiter. Nachdem sich Manz Ende 2007 durch die Übernahme der Tübinger Maschinenbauer Christian Majer GmbH & Co. KG verstärkt hat, schlug das Unternehmen Anfang 2008 erneut zu und übernahm Teile des taiwanischen Anlagenbauers Intech Machines Co. Ltd. Im Herbst 2009 gab Manz bekannt, Intech vollständig übernehmen zu wollen. Zudem wurde Böhm Electronic Systems Slowakei s.r.o. in der Slowakei sowie die deutsche Majer übernommen. Ende 2008 beteiligte sich Manz an dem Spezialisten CyBio.

2010 eröffnete Manz ein Entwicklungszentrum für Vakuumbeschichtungstechnik. Zudem nahm die neu gegründete Tochtergesellschaft Manz Coating ihre Arbeit auf. 2011 erfolgte die Umbenennung von “Manz Automation AG” auf Manz AG, um weniger als Automatisierungsspezialisten und dafür eher als Anbieter von integrierten Produktionssystemen wahrgenommen zu werden.

Meldung gespeichert unter: Manz

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