Manz Automation bleibt auf der Überholspur

Montag, 9. Juni 2008 13:14
Manz Automation Unternehmenslogo

(IT-Times) Aufgrund der hohen Nachfrage nach seinen Produkten erhöhte der Reutlinger Anlagenbauer Manz Automation AG (WKN: A0JQ5U) jüngst nochmals seine Prognosen für das laufende Jahr 2008. Vor allem neue Aufträge bei Maschinen zur Produktion von Dünnschicht-Solarmodulen und kristallinen Solarzellen sorgten zuletzt für gute Stimmung beim Unternehmen und dessen Aktionären.

Solar-Lobby setzt sich durch - goldene Zeiten für Anlagenbauer
Am Freitag erhielt das Unternehmen Rückendeckung vom Gesetzgeber. Während die CDU und dessen Wirtschaftsflügel eine Senkung der Einspeisevergütung von bis zu 30 Prozent gefordert hatte, konnte sich die Solar-Lobby durchsetzen. Stattdessen wird die Einspeisevergütung pro Kilowattstunde Solarstrom ab 2009 lediglich um acht Prozent und in den darauf folgenden Jahren 2010 und 2011 um jeweils neun Prozent sinken. Auf eine Deckelung der Förderung wird völlig verzichtet.

Der Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW Solar) jubelt. Durch den Beschluss kann die Erfolgsstory Solartechnik in Deutschland weitergehen, meint BSW-Solar-Geschäftsführer Carsten Körnig. In den nächsten drei Jahren werde die deutsche Solarbranche mehr als sieben Mrd. Euro in den Ausbau ihrer Solarfabriken sowie in Forschung und Entwicklung investieren, schätzt Körnig. Langfristig sollen 25 bis 30 Prozent des deutschen Strom- und Wärmebedarfs durch Solarenergie erbracht werden, so die Prognosen des BSW.

Diese Prognosen sind natürlich Wasser auf die Mühlen von Manz Automation. Über den Geschäftsbereich systems.solar, der Anlagen zur Herstellung von Solarmodulen anbietet, erwirtschaftet das Unternehmen bereits heute 69 Prozent seiner Erlöse. Doch nicht nur Deutschland wird kräftig investiert. Weltweit dürfte der Markt für Solarausrüstung von einer Mrd. Dollar in 2006, auf weit über 3,0 Mrd. Dollar bis 2010 klettern, so Industriestudien. Darin seien zusätzliche Service-Leistungen rund um den Ausrüstermarkt noch nicht erfasst.

Manz schafft sich weiteres Standbein
Daneben hat sich Manz Automation mit der Einheit systems.lab noch einen weiteren zukunftsträchtigen Markt erschlossen. Der jüngste Geschäftbereich der Reutlinger bietet Automatisierungslösungen für den Life-Science-Bereich an. Dazu zählen zum Beispiel auch innovative Lösungen für die Pharma- und Biotechnologiebranche.

Insbesondere in der schnell wachsenden Biotechnikbranche sind moderne Automatisierungslösungen nicht mehr wegzudenken. Automatisierte Testsysteme und Prozesse sorgen für eine weitere Beschleunigung bei der Entwicklung neuer Medikamente. Durch seine gute Vernetzung bei führenden Instituten und Universitäten hat die Manz-Einheit hier einen klaren Wettbewerbsvorteil auf seiner Seite, der dem Unternehmen dabei helfen kann, den Erfolg seiner Solarausrüster-Einheit auch in seinem noch jungen Geschäftsbereich zu wiederholen...

Kurzportrait

Die im Jahre 1987 von Dieter Manz gegründete und in Reutlingen ansässige Manz Automation AG ist heute ein führender Hersteller von Automatisierungsanlagen, die sowohl in der Photovoltaik-, der LCD-Fertigungsindustrie, sowie bei der Herstellung von Hartmetallwerkzeugen zum Einsatz kommen. Gleichzeitig stellt Manz Automation auch Systemlösungen für Labor- und Pharmaunternehmen sowie Komponenten (aico) für den Einsatz in der Automationstechnik bereit.

Zu den von Manz Automation vertriebenen Produkte gehören unter anderem Handlingsysteme für LCD-Substrate, sowie Photovoltaik-Automatisierungssysteme, die bei Be- und Entladen von Prozessanlagen für die Herstellung von Solarzellen zum Einsatz kommen. Ferner werden Systeme für die Laborautomation angeboten, die in der Pharmaforschung und der Herstellung von Pharma-Produkten zum Einsatz kommt. Dazu gehören auch standardisierte Laborroboter, sowie Systeme zur Kommissionierung und Verpackung. Ergänzt werden die oben genannten Geschäftsbereiche durch Produkte für die automatisierte Handhabung von Kleinteilen.

Die Produkte werden über vier strategischen Geschäftsbereich systems.solar (Photovoltaik), systems.lcd (LCD-Technik), systems.aico (Komponenten für OEM-Systeme) und systems.lab (Labortechnik für den Wissenschaftsbereich) vermarktet.

Insgesamt ist Manz Automation nicht nur mit Niederlassungen in Deutschland, sondern auch in den USA, Taiwan, Südkorea, China, Spanien, Spanien, Ungarn und in der Slowakei vertreten. Daneben unterhält Manz Automation auch eine Servicepartnerschaft in Indien. Zuletzt beschäftigte die Manz Automation mehr als 300 Mitarbeiter, davon mehr als die Hälfte Ingenieure und Techniker. Die Mehrheit der von Manz Automation produzierten Produkte geht derzeit in den Export.

Nachdem sich Manz Automation Ende 2007 durch die Übernahme der Tübinger Maschinenbauer Christian Majer GmbH & Co. KG. verstärkt hat, schlug das Unternehmen Anfang 2008 erneut zu und übernahm den taiwanschen Anlagenbauer Intech Machines Co. Ltd. Zudem wurde Böhm Electronic Systems Slowakei s.r.o. in der Slowakei übernommen.

Zahlen

Manz Automation meldete für das erste Quartal 2008 einen Umsatzanstieg um mehr als 200 Prozent von 12,71 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 38,61 Mio. Euro. Mit einem Zuwachs von rund 155 Prozent auf 37,08 Mio. Euro erhöhte sich auch die Gesamtleistung deutlich (Vorjahreszeitraum: 14,51 Mio. Euro). Vor allem der Geschäftsbereich systems.solar profitierte von der insgesamt positiven Stimmung der Solarbranche und meldete einen deutlichen Zuwachs. Rund 69 Prozent des Umsatzes erzielt die Manz Automation AG mittlerweile in diesem Sektor.

Meldung gespeichert unter: Manz

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