LinkedIn wächst dreistellig - hohe Bewertung sorgt für Verunsicherung

Mittwoch, 9. November 2011 14:21
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(IT-Times) - Zuletzt gaben die Aktien des Social-Business-Portals LinkedIn an der New Yorker Nasdaq kräftig nach, nachdem das Unternehmen ankündigte, weitere Aktien an der Börse zu platzieren.

Im Rahmen der Zweitplatzierung sollen rund 1,1 Millionen weitere Aktien am Markt platziert werden, berichtet das Wall Street Journal, womit die Zahl der ausstehenden LinkedIn-Aktien auf über zehn Millionen Anteile anwachsen würde.

Marktteilnehmer und Analysten fürchten daher eine weitere Verwässerung der Anteile. ABR Investment Strategy Analyst hält LinkedIn-Aktien schlichtweg für sehr teuer. Obwohl das Unternehmen solide Wachstumszahlen präsentieren konnte, wird LinkedIn (Nasdaq: LNKD, WKN: A1H82D) aktuell mit einem KGV von 263 bewertet. Zudem endet am 15. November die Lock-up-Periode, wodurch Insider und Altaktionäre Aktien abstoßen können.

LinkedIn gewinnt im Schnitt zwei neue Mitglieder in einer Sekunde - Produktangebot ausgebaut
Langfristig präsentieren sich die Zukunftsaussichten für LinkedIn durchweg positiv. Die Zahl der registrierten Mitglieder stieg zuletzt um 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 131,2 Millionen Teilnehmer. Zudem verzeichnete LinkedIn zuletzt mehr monatliche Besucher als MySpace und Twitter. Laut comScore tummelten sich zuletzt 87,6 Millionen Besucher auf den LinkedIn-Seiten, ein Zuwachs von 64 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Seitenaufrufe kletterte auf 7,6 Milliarden Seiten, ein Zuwachs von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt gewinnt LinkedIn im Schnitt jede Sekunde zwei neue Mitglieder hinzu. Zudem verstärkte das Unternehmen im dritten Quartal sein Produktportfolio und brachte mit Classmates ein neues Feature, dass sich als Alumni Network für Universitäten versteht.

Gleichzeitig gestaltete LinkedIn sein Mobile-Angebot um und ergänzte seine Mobile-Seite mit HTML5-Technik. Daneben verstärkte sich LinkedIn mit zwei Zukäufen und schluckte das Suchmaschinen-Startup IndexTank und das Social-Startup Connected.

Kurzportrait

Die im kalifornischen Mountain View ansässige und im März 2003 gegründete LinkedIn gilt als das weltweit führende Social-Business-Portal mit mehr als 130 Millionen Mitgliedern in über 200 Ländern weltweit.

LinkedIn betreibt eine Online-Plattform, über die registrierte Mitglieder mit potentiellen Geschäftspartnern und Kunden in Kontakt treten können. LinkedIn stellt über seine gleichnamige Online-Plattform seinen Mitgliedern Anwendungen, Suchfunktionen und andere Lösungen bereit, wodurch sich Business-Kontakte und Job-Offerten einfach und schnell finden und verwalten lassen.

Als kostenlosen Basisservice kann jedes Mitglied ein Online-Profil erstellen und damit seine Job- und Geschäftskompetenzen anderen Mitgliedern zur Einsicht zur Verfügung stellen. Dieses Online-Profil ist für alle registrierten Mitglieder zugänglich. Zudem können registrierte Mitglieder außenstehende Geschäftskontakte einladen - im Jahr 2010 wurden mehr als eine Milliarde solcher Einladungen versendet.

Neben kostenfreien Lösungen bietet LinkedIn aber auch kostenpflichtige Dienste für Geschäfts- und Firmenkunden an. Für die Anwerbung von Mitarbeitern bietet LinkedIn Kunden beispielsweise die Lösungen LinkedIn Corporate Solutions, LinkedIn Jobs und LinkedIn Subscriptions an. Die Produktsuite LinkedIn Corporate Solutions umfasst dabei fünf Produkte: LinkedIn Recruiter, Job Slots, LinkedIn Referral Engine, LinkedIn Recruitment Media und LinkedIn Career Pages.

Daneben bietet LinkedIn auch eine ganze Reihe von Mobile-Anwendungen an, die sowohl für das iPhone, den iPad, für Android-Telefone und BlackBerrys zur Verfügung stehen. In den vergangenen Jahren verstärkte sich LinkedIn darüber hinaus selbst durch Firmenzukäufe. Mitte 2010 schluckte LinkedIn den Personalisierungsspezialisten mSpoke. Im Herbst 2010 wurde die Übernahme des Business-to-Business Providers ChoiceVendor erfolgreich abgeschlossen. Zudem kaufte LinkedIn in 2011 das Suchmaschinen-Startup IndexTank und das Social-Management-Startup Connected.

Zahlen

Für das vergangene Septemberquartal meldet LinkedIn einen Umsatzsprung um 126 Prozent auf 139,5 Mio. US-Dollar. Der Nettogewinn kletterte im jüngsten Quartal auf 6,6 Mio. US-Dollar oder sechs US-Cent je Aktie, nach einem Profit von sechs Mio. Dollar im dritten Quartal 2010. Analysten hatten im Vorfeld nur mit einem ausgeglichenen Ergebnis bei LinkedIn gerechnet.

Die Zahl der Mitglieder wuchs im jüngsten Quartal auf 131,2 Millionen, ein Zuwachs von 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr. LinkedIn-Chef Jeff Weiner zeigte sich erfreut über das Wachstum, zeigen die Zahlen die Stärke des Geschäftsmodells des Unternehmens.

Meldung gespeichert unter: Social Networks

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